Butscha, Propaganda und die deutschen Medien

Seit vorgestern zeigen uns die Medien schreckliche Bilder von Leichen in Butscha. Bei diesen Leichen soll es sich um Zivilisten handeln, die in Butscha von der russischen Armee erschossen worden sein sollen.

In diesem Zusammenhang werden schwere Vorwürfe erhoben, man spricht man von einem Massaker und sogar von Völkermord. Gefolgt von einem Aufschrei der Empörung werden neue Strafmaßnahmen gegen Russland gefordert, der deutsche Bundespräsident lässt sich sogar öffentlich vom ukrainischen Botschafter maßregeln und entschuldigt sich noch.

Man fasst sich an den Kopf: Ist es möglich, dass deutsche Medien und Politiker nicht nur nichts aus den Kriegslügen der letzten Jahrzehnte (z.B. Brutkastenlüge) gelernt haben? Ist das Naivität oder wird hier ganz bewusst eine Eskalation betrieben? Wenn es sich um Qualitätsmedien handeln würde, hätte man den Schuldigen ohne jede Untersuchung nicht sofort benannt, gerade weil man ja auch ständig wiederholt, dass in einem Krieg als Erstes die Wahrheit sterben würde. Stattdessen werden die Behauptungen der einen Seite als Tatsache hingestellt. Sind all Lügen, die bisher zu Kriegen führten und für die Propaganda ausgeschlachtet wurden, kein Grund zur Vorsicht? Was ist mit der rechtsstaatlichen Unschuldsvermutung?

Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht, was in Butscha wirklich geschehen ist, die ganze Geschichte klingt aber unglaubwürdig. Man muss sich nur einmal die Frage stellen, warum die russische Armee – so wie in Istanbul angekündigt – freiwillig abziehen und dann diese Zivilisten töten sollte, wenn man ganz sicher davon ausgehen konnte, dass die Ukrainer das definitiv mit den westlichen Medien sofort ausschlachten würden. Wem nutzt dies – cui bono?

Was geschah wirklich?

Am 30.3. soll die russische Armee abgezogen sein, am 3.4. meldete man die Leichenfunde, was ist in den vier Tagen geschehen? Es wurde ein Video der ukrain. Polizei vom 2.4. veröffentlicht, dass deren Wiedereinzug in Butscha zeigt. Zerstörungen sind sichtbar, aber die toten Zivilisten liegen da noch nicht auf der Straße. Auffällig ist, dass die meisten der nun gezeigten Toten weiße Armbinden trugen, ein Erkennungszeichen für Zivilisten in Butscha, die mit der russ. Armee kooperierten.

Es könnte sich somit auch um eine Racheaktion von ukrain. nationalist. Einheiten, wie auch das Videomaterial des ukrain. Nationalisten „Bootsmann“ nahelegt, an mutmaßlichen Kollaborateuren handeln. Aber auch das sind aber zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs feststehende Tatsachen.

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