Kretschmann wird Islamkritiker

Der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann hat mit seiner Aussage, dass der „Islam .. in Deutschland nicht wirklich integriert“ sei, eine Debatte entfacht und sich als Islamkritiker geäußert. Während sich viele Muslime empört äußern, kann er wohl auf Beifall bei den „Islamkritikern“ hoffen. Seine vage, unpräzise und pauschalisierende Stellungnahme ist in der Tat nichtungefährlich. So ist er doch Wasser auf die Mühlen der Islamfeinde. Wenn Kretschmann von „dem Islam“ spricht, so wirft er – wieder einmal – alle Muslime in einen Topf.

Die SWR-Journalistin Merve Kayikci äußerte sich dazu wie folgt:

„Wir Muslime werden in seiner Aussage weder als Person noch als Akteure oder Individuen wahrgenommen. Auch nicht als heterogene Gruppe.“ Sie wolle von Kretschmann hören, was er genau unter „dem“ Islam verstehe. „Meint er damit alle Muslime in Deutschland? Oder die verschiedenen islamischen Strömungen, die es alle in Deutschland gibt?“, fragt Kayikci.

Die Aussage Kretschmanns bedarf einer umfassenden Kritik, da man merkt, in welche Richtung dieser Angriff zielt. Wenn Kretschmann damit nur meinen würde, dass sich die Muslime auf dem Boden des Grundgesetzes bewegen (und damit auch die Trennung von Staat und Religion) und sich gesetzestreu verhalten sollen, so kann man dazu nur feststellen, dass sich die gewaltige Masse der Muslime bereits so verhält und seine Kritik daher gegenstandslos wäre.

Ruf nach liberalen Islam

Vielmehr dürfte damit die Forderung nach einem „Euro-Islam“ bzw. einem „liberalen Islam“ verbunden sein. Ein der mehr oder weniger die „Wertvorstellungen“ der „1968er“ (zu denen auch der Ex-Maoist Kretschmann gehört) übernimmt, die ihren Marsch durch die Institutionen in Deutschland erfolgreich absolviert haben.

Die Erfahrungen nicht zuletzt der großen christlichen Kirchen zeigen jedoch, dass eine Religion, die glaubt, dem jeweiligen Zeitgeist folgen zu müssen und sich diesem anzupassen, ihre Glaubwürdigkeit verliert. Das liegt natürlich logischerweise schon darin begründet, dass eine Religion den Anspruch erhebt, zeitlos gültige, ewige Wahrheiten zu verkünden. In dem Moment, in dem sie diesen Anspruch aufgibt, indem sie dem Zeitgeist folgt, stellt sie ihre verkündete Botschaft in Frage und beginnt, sich ihr eigenes Grab zu schaufeln. Im Folgenden soll dies an einigen aktuellen Beispielen demonstriert werden.

Gerade die Grünen, die Partei von Kretschmann, ist z.B. bei der Gleichstellung homosexueller Ehen, dem Adoptionsrecht für diese, die Gehirnwäsche durch die Gender-Ideologie u.v.m. vorangegangen. Schon im Kindergarten werden die Kleinen heute mit dem „Kindergarten-Koffer“ „beglückt“ und aufgefordert, ihr eigenes Geschlecht herauszufinden. In Berlin gibt es Plakate, die vom Familienministerium gefördert werden, die den Muslimen erklären wollen, dass schwule „Liebe“ (sie meinen das hemmungslose Ausleben der Begierde) „halal“ sei. Sie wissen, dass von Seiten der großen Kirchen kaum mehr Widerstand in dieser Hinsicht zu erwarten ist. Deshalb gerät „der Islam“ immer mehr ins Visier. Der Druck wächst, dass die Muslime all ihre Abirrungen ebenfalls akzeptieren sollen, um als gut integriert zu gelten.

Das Grundgesetz

Eine solche Akzeptanz steht aber im grundsätzlichen Widerspruch zu den Geboten Gottes und zu Seiner Ordnung. Daher kann es hier kein Einlenken der Muslime geben, auch wenn sie den Druck noch weiter verschärfen werden. Die Muslime können sich dabei nicht nur auf die Religionsfreiheit, sondern auch auf Artikel 6 des Grundgesetzes stützen. Artikel 6 besagt nämlich, dass die ach dem Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates stehen. Die Definition von „Ehe“ und „Familie“ haben dabei nicht die Muslime geändert, sondern u.a. die Partei von Kretschmann mit ihren vom Geist der „1968er“ infizierten „etablierten Gesinnungsgenossen“.

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