Die „Syrisierung“ des Iran

Die USA und ihre willigen Helfer streben offenbar als Reaktion auf die zunehmende Orientierung des Iran in Richtung BRICS-Staaten und die Lieferung iranischer Drohnen eine „Syrisierung des Iran“ an. Die Strategen der US-Dienste versuchen mit allen Mitteln Unruhen Iran im zu stiften. Dabei setzt wobei sie v.a. auf die Verbreitung von Fake News in den sozialen Medien setzen. Das geht nicht zuletzt aus Berichten der US-Medien selbst hervor.

So enthüllte die „Washington Post“ vor Kurzem, dass das Pentagon eine umfassende Überprüfung all seiner Online-Aktivitäten für psychologische Kriegsführung eingeleitet hat. Das für den Nahen Osten zuständige CENTCOM der US-Streitkräfte nehme v.a. im Iran über die sozialen Medien mittels Verbreitung von Fake News einen immer größer werdenden Einfluss auf die Meinungsbildung. CNN berichtete vor wenigen Tagen, dass in einer Stichprobe von 108.000 Konten mit dem Hashtag #OpIran im September etwa 13.000 erstellt worden seien, während die durchschnittliche Anzahl monatlich nur 500 betragen würde. „Die meisten der September-Konten wurden innerhalb von etwa 10 Tagen nach Aminis Tod eingerichtet.“

Betrachtet man die Berichterstattung in den sozialen Medien über die Proteste in Iran in den letzten Wochen, so entsteht der Eindruck, dass sich das Land im Ausnahmezustand befindet, obwohl Im Iran selbst nicht einmal die geringste Stufe eines Ausnahmezustandes ausgerufen ist. Diese jüngsten Unruhen sind vielmehr Teil einer groß angelegten hybriden Kriegsführung der USA gegen die Islamische Republik.
Auf diese Weise wollen die USA nicht nur Iran, sondern auch Russland bei der Militäroperation in der Ukraine schwächen. Iranische Kampfdrohnen sind derzeit in der Ukraine erfolgreich im Einsatz, um NATO-Lieferungen zu vernichten.

Opposition?

Da die Systemopposition im Iran auch nach US-Einschätzung nicht in der Lage ist, den gewünschten Regime Change durchzuführen, steht die permanente Destabilisierung des Landes und letztlich die „Syrisierung“ – die Zerstückelung Irans bei fortgesetzter Schwächung – auf der Agenda. Auch die deutschen Medien leisten bereits ihren Beitrag. So versuchen sie versuchen – aufgrund der kurdischen Herkunft der Verstorbenen „Mahsa“ Amini – separatistische Aktivisten in ihrer Berichterstattung aufzuwerten. Behauptet wird, dass Kurden gegen das „Regime“ in Teheran aufstehen und „rebellieren“ würden. In der FAZ träumt ein Kommentator schon, dass eine Ausbreitung von Unruhen im Iran einen „Kollaps“ zur Folge hätten: „Anders als 1979 gibt es weder im Ausland und noch weniger im Inland eine organisierte Opposition, die das Vakuum füllen könnte.“

Die fortgesetzte Destabilisierung und die Zerstückelung des Iran sind somit gegenwärtig die vorrangigen Ziele der USA und ihrer Verbündeten im Hinblick auf den Iran.

Bild: In den deutsche Medien kaum beachtet: Demonstrationen für die Islamische Republik.

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