Das Kopftuchgesetz in Österreich steht erneut vor dem Aus. Neue juristische Einschätzungen und Gutachten legen nahe, dass ein weiteres Verbot rechtlich kaum haltbar ist. Damit setzt sich ein jahrelanger Streit fort, der die österreichische Politik, Justiz und Gesellschaft immer wieder beschäftigt – ohne bislang eine endgültige Lösung hervorzubringen.
Bereits in der Vergangenheit hatte der Verfassungsgerichtshof ein Kopftuchverbot an Grundschulen aufgehoben. Die Begründung: Das Gesetz verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz, da es sich faktisch ausschließlich gegen muslimische Mädchen richte. Genau dieser Punkt steht nun erneut im Zentrum der Debatte. Auch aktuelle Gutachten kommen zu dem Schluss, dass ein Verbot in dieser Form rechtlich problematisch ist und grundlegende Freiheitsrechte verletzen könnte.
Auffällig bei der Diskussion ist, dass sich die Debatte nahezu ausschließlich auf das islamische Kopftuch konzentriert. Andere Formen der Kopfbedeckung – sei es aus religiösen Gründen oder als modisches Accessoire – stehen kaum zur Diskussion. Diese selektive Fokussierung wirft Fragen nach Gleichbehandlung und tatsächlicher Motivation auf. Warum wird ausgerechnet das muslimische Kopftuch zum politischen Streitpunkt, während vergleichbare Ausdrucksformen weitgehend unbeachtet bleiben?
Der Konflikt zieht sich seit Jahren hin. Neue Gesetzesinitiativen, gerichtliche Entscheidungen und politische Vorstöße wechseln sich ab, ohne dass eine nachhaltige Lösung erreicht wird. Das aktuelle Verfahren könnte erneut zu einer Aufhebung führen – doch das endgültige Ergebnis ist weiterhin offen.
Interessant ist auch der internationale Vergleich. In Ländern wie Vereinigtes Königreich, Neuseeland, USA oder Kanada stellt das Kopftuch im öffentlichen Raum oder im Bildungssystem weitgehend kein politisches Problem dar. Dort wird es als Teil individueller Freiheit betrachtet, nicht als gesellschaftliche Herausforderung.
Die wiederkehrende Debatte in Österreich – und auch in Deutschland – wirft daher eine grundlegende Frage auf: Geht es tatsächlich um Werte wie Freiheit, Neutralität und Gleichberechtigung? Oder zeigt sich hier eine spezifische Abneigung gegenüber einer bestimmten religiösen Gruppe? Die Tendenz zu zweiterem erhärtet sich, da Medienhäuser bei Berichten über Muslime immer wieder Frauen mit Kopftuch als Berichtbild abbilden, vor allem wenn der Artikel ein negatives Bild zeichnet.
Ebenfalls wird die Frage deutlicher, wenn man andere religiöse Symbole betrachtet. Über das Kopftuch von Nonnen etwa wird kaum öffentlich diskutiert. Es ist einfach eine religiöse Bekleidung, zu der sich die Frau aus freien Stücken entschieden hat und es scheint in diesem Fall gesellschaftlich akzeptiert zu sein oder zumindest keine größere Beachtung zu finden, während das muslimische Kopftuch immer wieder politisiert wird.
Der aktuelle Stand lässt erkennen: Der Streit ist nicht beendet, sondern Teil eines größeren gesellschaftlichen Diskurses. Ob das Gesetz erneut fällt oder in veränderter Form bestehen bleibt, wird sich zeigen. Sicher ist jedoch, dass die Debatte weit über juristische Fragen hinausgeht – und grundlegende Themen wie Gleichbehandlung, Religionsfreiheit und gesellschaftliche Akzeptanz berührt.
Die politische Bewertung von Friedrich Merz fällt derzeit negativ aus – sowohl international als auch innerhalb Deutschlands. Laut einer internationalen Umfrage zählt er gemeinsam mit Emmanuel Macron zu den unbeliebtesten Regierungschefs weltweit – hinter Donald Trump und Tayyip Erdogan. Diese Entwicklung wirft Fragen nach Führungsstil, Kommunikation und politischer Wirkung auf.
Auch im Inland zeigt sich ein ähnliches Bild. Berichte deuten darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung unzufrieden mit seiner Amtsführung ist. Als Gründe werden unter anderem sein Kommunikationsstil, politische Entscheidungen sowie seine öffentliche Wirkung genannt. Die Kritik ist dabei nicht auf einzelne politische Lager beschränkt, sondern reicht über verschiedene gesellschaftliche Gruppen hinweg.
Internationale Aufmerksamkeit erhielt zudem eine scharfe persönliche Einschätzung durch den iranischen Außenminister Abbas Aragchi, der Merz öffentlich einen „widerwärtigen Charakter“ zuschrieb. Solche Aussagen sind ungewöhnlich deutlich und unterstreichen die angespannte außenpolitische Wahrnehmung.
Besonders kritisch wird Merz’ Umgang mit Themen rund um den Islam bewertet. Seine Forderung nach einer Debatte über das Frauenbild im Islam hat eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Grundsätzlich wird anerkannt, dass gesellschaftliche Themen offen diskutiert werden können. Kritiker bemängeln jedoch, dass pauschale Aussagen die notwendige Differenzierung zwischen religiösen Lehren und kulturellen Praktiken vermissen lassen. In einem Land wie Deutschland, in dem mehrere Millionen Muslime leben, wird von politischen Führungspersonen ein sensibler und differenzierter Umgang erwartet. Polemische Aussagen oder Äußerungen die einen deutlichen Bildungsmangel aufweisen, weisen deutlich auf, dass er als Bundeskanzler möglicherweise nicht daran interessiert ist, die Interessen aller Bewohner Deutschlands zu verstehen und zu berücksichtigen.
Hinzu kommt eine weitere umstrittene Äußerung im Kontext internationaler Konflikte. In Bezug auf die Angriffe Israels gegen den Iran 2025 sprach Merz davon, dass Israel die „Drecksarbeit erledigt“. Diese Wortwahl hat breite Kritik ausgelöst. Gegner dieser Rhetorik sehen darin eine problematische Entmenschlichung, insbesondere vor dem Hintergrund der vielen zivilen Opfer der Angriffe. Die Frage, ob solche bewusst provokativ gewählt sind, bleibt Teil der öffentlichen Debatte.
Die Kritik an Merz berührt damit grundlegende Erwartungen an das Amt des Bundeskanzlers. Historisch und politisch wird von deutschen Regierungschefs erwartet, dass sie eine ausgleichende, integrative Rolle einnehmen und gesellschaftliche Vielfalt respektieren. Gerade angesichts der deutschen Geschichte kommt der Sprache und Haltung gegenüber unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen eine besondere Bedeutung zu.
Gleichzeitig zeigt die Debatte auch eine breitere gesellschaftliche Spannung: Welche Verantwortung tragen politische Führungspersonen in ihrer Wortwahl?
Die anhaltende Kritik deutet darauf hin, dass diese Fragen derzeit nicht zufriedenstellend beantwortet sind und dass die Bevölkerung zurecht unzufrieden ist und zunehmend das Vertrauen verliert. Für Merz bedeutet dies eine wachsende Herausforderung – sowohl in der internationalen Wahrnehmung als auch im Verhältnis zur eigenen Bevölkerung. Als die Umfragewerte zu Bundeskanzler Scholz ein ähnliches Tief erreichten, äußerte Merz, dass man in dieser Situation vielleicht die Kommunikation und den Führungsstil ändern sollte. Manchmal ist ein ehrlicher Blick in den Spiegel Gold wert.
Es beginnt mit einem Klassenzimmer in der iranischen Stadt Minab. Ein Ort, der Sicherheit, Lernen und Zukunft versprechen sollte – und stattdessen zum Schauplatz des Todes wurde. Beim amerikanischen Angriff zu Beginn des Iran-Krieges wurden dort Kinder getötet. Kinder, die weder Soldaten waren noch politische Akteure. Kinder, deren einziger „Fehler“ es war, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Der Angriff auf die Schule in Minab steht sinnbildlich für ein globales Versagen: das Versagen, Kriegsverbrechen zu verhindern, und das noch größere Versagen, sie überhaupt als solche zu benennen. Kinder, unsere Zukunft, fallen der Machtgier einzelner westlicher Akteure zum Opfer – sei es im Nahen Osten, sei es auf den Karibik-Inseln dieser reichen Akteure.
Während westliche Regierungen von Stabilität, Sicherheit und strategischen Interessen sprechen, werden Kinder zur Randnotiz. Der moralische Anspruch, den der Westen so oft für sich reklamiert – Menschenrechte, Völkerrecht, Schutz der Schwächsten, Recht von Kindern auf Unversehrtheit und Bildung – wirkt angesichts solcher Ereignisse zunehmend wie eine selektive Erzählung, wie leere Floskeln.
Noch deutlicher wird diese Doppelmoral im Umgang mit den Ereignissen in Gaza. Berichte dokumentieren Fälle, die schwer zu ertragen sind:
Fall 1 – berichtet am 26.03.2026 – Das palästinensische Baby:
Ein einjähriges palästinensisches Baby, das misshandelt wurde, um ein Geständnis des Vaters zu erzwingen. Während des Verhörs sollen Soldaten Zigaretten auf dem Bein des Babys ausgedrückt, ihm mit scharfen Gegenständen Verletzungen zugefügt und vor den Augen des Vaters einen Nagel in das Bein des Kindes getrieben haben. – Eine Tat, die unglaublich scheint, jedoch in einer Reihe mit den schlimmen Taten der israelischen Armee steht.
Fall 2 – Hind Rajab: Ein sechsjähriges Kind, das gezielt mit ihrer Familie von einem israelischen Panzer in Gaza erschossen wurde. Ihr Leichnam konnte erst Tage später geborgen werden. In den Aufzeichnungen des Notrufs von Hind heißt es: „Ich habe solche Angst, bitte kommt. Bitte ruft jemanden, der kommt und mich holt“ und „Sie schießen auf uns. Der Panzer ist neben uns“. Sie war verzweifelt am Weinen in dem Anruf. – Am Ende ist sie Tod. Konsequenzen für die Soldaten, die Armee? Keine. Der Fall vergessen von westlichen Medien und Politikern.
Fall 3 – Jugendliche, die durch gezielte Schüsse dauerhaft verstümmelt wurden: Berichte von westlichen Ärzten, die in den Krankenhäusern von Gaza Leben retteten, zeigen auf: Scharfschützen schossen gezielt auf die Genitalien, Köpfe oder Herzen von Kindern. Konsequenzen? Keine. Weder von den deutschen oder westlichen Medien, noch von unseren Politikern.
Diese Vorfälle sind keine Einzelfälle, sondern Teil eines Musters, das immer wieder beschrieben wird. Am Ende steht eine erschütternde Zahl: Tausende Kinder wurden in Gaza getötet – eine Generation, ausgelöscht oder traumatisiert, bevor sie überhaupt eine Chance hatte zu leben.
Auch im Westjordanland setzt sich dieses Bild fort. Berichte sprechen davon, dass Kinder nicht nur Opfer von Gewalt werden, sondern gezielt ins Visier geraten. Zwei Kinder wurden nach dem diesjährigen Fest zum Fastenbrechen gemeinsam mit ihren Eltern gezielt in ihrem Auto getötet. Andere Jugendliche werden durch gezielte Schüsse auf ihre Kniescheiben so verletzt, dass sie dauerhaft behindert bleiben. Sind dies präzise militärische Operationen?
Doch die Frage, die sich daraus ergibt, ist grundsätzlicher: Warum lösen diese Fälle nicht die gleiche Empörung aus wie andere Konflikte? Warum bleiben Sanktionen, scharfe Verurteilungen und politische Konsequenzen aus?
Ein Blick auf parallele Entwicklungen liefert eine mögliche Antwort. Während Kriege eskalieren und Kinder sterben, geraten andere Skandale in den Hintergrund – etwa die neuen Enthüllungen rund um Jeffrey Epstein und US-Präsident Donald Trump. Berichte über missbrauchte Kinder, über Netzwerke von Macht und Einfluss, die jahrzehntelang ungestört agieren konnten, verschwinden aus den Schlagzeilen. Es entsteht der Eindruck, dass diese Themen nicht zufällig in Vergessenheit geraten, sondern bewusst verdrängt werden. Denn sie betreffen genau jene Eliten, die politischen und wirtschaftlichen Einfluss ausüben.
Das Muster ist erkennbar: Kinderleben haben keinen politischen oder wirtschaftlichen Wert. Sie sind keine strategische Ressource. Sie sind entbehrlich im Kalkül der Mächtigen.
Gleichzeitig zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch. Sobald wirtschaftliche Interessen bedroht sind, sobald Märkte reagieren oder geopolitische Risiken zu groß werden, wächst plötzlich die Bereitschaft zu Verhandlungen. Auch Akteure wie US-Präsident Donald Trump drängen dann auf Gespräche und Deeskalation mit dem Feind. Frieden wird erst dann zur Option – nicht aus humanitären Gründen, sondern aus scheinbar ökonomischer Notwendigkeit.
Das Fazit ist ernüchternd: Es ging offenbar nie primär um den Schutz von Menschenleben. Für einige Akteure stehen wirtschaftliche Interessen und Macht im Vordergrund, für andere – wie im Fall Israels – territoriale Kontrolle und Expansion. Kinderleben hingegen nimmt man als Kollateralschaden willentlich in Kauf.
Das siebenjährige Kind von Minab ist kein Einzelfall. Es ist ein Symbol. Ein Symbol für eine Weltordnung, in der Moral oft endet, wo Macht beginnt.
Heute, am 20. März 2026, begehen Muslime weltweit das Eid al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens und einen der bedeutendsten Tage im islamischen Kalender. Nach einem Monat des Verzichts, der Besinnung und der spirituellen Nähe zu Gott endet der Ramadan traditionell mit Gebeten, familiären Zusammenkünften und Momenten der Dankbarkeit.
Für viele ist Eid ein Tag der Freude: Kinder erhalten Geschenke, Familien kommen zusammen, Moscheen füllen sich mit Gläubigen in festlicher Kleidung. Es ist ein Moment, in dem Gemeinschaft, Barmherzigkeit und Hoffnung im Mittelpunkt stehen.
Doch in diesem Jahr liegt über dem Fest für viele Muslime ein spürbarer Schatten.
Auch in Deutschland, wo Muslime das Fest in relativer Sicherheit begehen können, sind die Gefühle gemischt. Während Tische gedeckt und Familien zusammenkommen, richtet sich der Blick vieler in andere Teile der Welt – dorthin, wo Angehörige und Freunde das Eid-Fest unter ganz anderen Umständen erleben müssen.
Im Iran, in Palästina und im Libanon ist das Fest für viele kein Tag der Ruhe. Stattdessen ist es geprägt von Unsicherheit, Angst und anhaltender Gewalt. Während hier Kinder lachen, müssen dort Familien jederzeit damit rechnen, dass Bomben fallen und sie oder ihre Lieben töten – auch am heutigen Tag, während sie und ihre Kinder lachen und feiern. Ein gemeinsames Festmahl wird heute bei vielen zur letzten Begegnung.
Für zahlreiche Familien bedeutet dieses Eid-Fest auch Verlust. Plätze am Tisch bleiben leer. Stimmen fehlen. Menschen, die im vergangenen Jahr noch Teil der Feier waren, wurden in den letzten Wochen und Monaten durch Angriffe getötet. Das Fest wird so zu einem Moment der Erinnerung – und der Trauer.
Gerade darin liegt jedoch auch eine tiefere Dimension dieses Tages. Eid ist nicht nur ein Fest des Feierns, sondern auch ein Fest der Verbundenheit. Es erinnert daran, dass die muslimische Gemeinschaft über Grenzen hinweg verbunden ist – im Glück wie im Leid.
So wird Eid al-Fitr 2026 für viele zu einem stillen Gleichgewicht: zwischen Dankbarkeit und Schmerz, zwischen Freude und Trauer. Ein Fest, das nicht nur gefeiert, sondern auch bewusst erlebt wird – mit Gedanken bei denen, die heute nicht in Sicherheit feiern können.
Mit dem Einbruch der Mondsichel beginnt für Muslime weltweit der heilige Monat Ramadan. In den meisten Ländern fällt der erste Fastentag in diesem Jahr auf den 19. Februar, während einige Staaten den Beginn bereits auf den 18. Februar festlegen – abhängig von der jeweiligen Mondsichtung und religiösen Autoritäten.
Der Ramadan nimmt im Islam eine zentrale Stellung ein. Im Koran heißt es:
„Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt wurde und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer von euch diesen Monat erlebt, der soll in ihm fasten.“ (Sure 2:185)
Damit feiern die Muslime den heiligen Koran im Monat Ramadan besonders. Viele nehmen sich vor, das heilige Manuskript in diesem Monat komplett durchzulesen, während einige bestimmte Suren und Verse studieren.
Ebenfalls heißt es im heiligen Koran:
„O die ihr glaubt, euch ist das Fasten vorgeschrieben, so wie es denen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werdet.“ (Sure 2:183)
Diese Verse betonen sowohl die spirituelle Dimension des Monats als auch sein ethisches Ziel: Gottesfurcht (Taqwa). Das Fasten gilt nicht allein als Verzicht auf Nahrung und Trinken von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang, sondern als umfassende Disziplinierung des Charakters. Geduld, Barmherzigkeit, Vergebung und Rücksichtnahme auf Mitmenschen stehen im Vordergrund.
Weltweit bereiten sich muslimische Gemeinschaften intensiv vor. Häuser und Straßen werden geschmückt, Moscheen organisieren abendliche Gebete und gemeinsame Fastenbrechen (Iftar). Gemeinden planen religiöse Programme, Vorträge und soziale Initiativen. Der Ramadan ist traditionell auch ein Monat verstärkter Wohltätigkeit, familiärer Zusammenkünfte und gemeinschaftlicher Spiritualität, die im Westen auch nichtmuslimischen Nachbarn häufig in Form von Gaben und besonderer Aufmerksamkeit entgegengebracht werden.
Doch während in vielen Regionen festliche Lichterketten und Vorfreude das Bild prägen, ist die Atmosphäre in Teilen des Nahen Ostens von Unsicherheit überschattet. Die Menschen in Gaza begehen den Monat Ramadan inmitten einer fragilen Waffenruhe und der ständigen Sorge vor einer Wiederaufnahme intensiver Kampfhandlungen. Familien dekorieren trotz der Zerstörung ihre Häuser, oder was davon übrig ist, und ihre improvisierten Unterkünfte, um Kindern ein Gefühl von Normalität zu vermitteln. Gleichzeitig bleibt die Angst präsent, dass die Gewalt jederzeit erneut eskalieren könnte.
Viele Bewohner Gazas beginnen den Monat mit dem schmerzlichen Bewusstsein, dass Angehörige fehlen – getötet in den vergangenen Monaten durch Angriffe und Bombardierungen Israels. Das gemeinsame Fastenbrechen, das traditionell von großen Familienrunden geprägt ist, findet in diesem Jahr vielfach in verkleinerten Kreisen statt. Ähnliche Spannungen prägen auch Teile des Libanon, wo die Furcht vor erneuten Angriffen die spirituelle Besinnung begleitet. Das Fastenbrechen wird weiterhin vom Dröhnen der israelischen Drohnen über ihren Häusern begleitet.
So beginnt der Ramadan in diesem Jahr zwischen Hoffnung und Furcht: weltweit als Zeit der inneren Reinigung, der ethischen Selbstprüfung und der Gemeinschaft – und zugleich in einigen Regionen unter dem realen Eindruck von Krieg, Verlust und Unsicherheit. Ramadan Mubarak.
Der Sieg der Islamischen Revolution von 1979. Der 22. Bahman ist ein offizieller Feiertag im Iran, der jährlich auf den 11. Februar fällt. Es war die Revolution, die zum Sturz der Monarchie und zur Gründung der heutigen Islamischen Republik führte.
Historisch fällt der 22. Bahman in die sogenannte „Fadschr-Dekade“ (Dahe-ye Fadschr). Dies beschreibt die zehn Tage zwischen der Rückkehr Ayatollah Ruhollah Khomeini aus dem Exil am 1. Februar und dem endgültigen Sieg über die Regierung des Schahs am 11. Februar. In dieser Zeit vor 1979 hatten Massenproteste und Streiks die Autorität von Schah Mohammad Reza Pahlavi unterminiert, bis das Militär im Februar 1979 seine Loyalität aufgab und seine Herrschaft zerbrach.
Heute ist der 22. Bahman sowohl Nationalfeiertag als auch Anlass für großangelegte Versammlungen und Kundgebungen in Städten und Dörfern im ganzen Land. Die Veranstaltungen werden regelmäßig von landesweit tausenden Medienvertretern begleitet. Laut iranischen Nachrichtenagenturen werden es in diesem Jahr über 7 700 Journalisten und Fotografen dieses Ereignis begleiten.
Was wird gefeiert?
Am 22. Bahman wird nicht nur der Sturz einer politischen Ordnung gewürdigt, sondern die Revolution selbst wird gefeiert. Verstanden als eine Errungenschaft des unterdrückten Volkes gegenüber dem tyrannischen Oberhaupt. Die islamische Republik betont demnach in ihrer offiziellen Darstellung, dass dieser Tag die Befreiung von „ausländischer Einmischung“ und das Ende eines autoritären Regimes bedeutet. Ein Machtapparat, der langjährige Verbindungen zu westlichen Mächten, insbesondere den Vereinigten Staaten, pflegte.
Die 22-Bahman-Rallyes in den Straßen des gesamten Landes werden genutzt, um „die Entschlossenheit und den kollektiven Willen der Nation zu demonstrieren“, und in den offiziellen Erklärungen symbolisieren sie „die Kontinuität des Widerstands gegenüber äußeren Bedrohungen“.
Auch historisch hinterfragt wird, ob der revolutionäre Impuls weit über die iranischen Grenzen hinaus wirkte: Die Islamische Revolution entfachte ab 1979 eine Welle von Bewegungen in Südasien, Afrika und darüber hinaus, deren gemeinsame Themen Gerechtigkeit, Einheit und Widerstand gegen Unterdrückung waren.
Form und Stimmung der heutigen Feiern
Die Art und Weise, wie der 22. Bahman begangen wird, variiert über die Jahre. Jährlich ziehen große Fußmärsche mit Millionen von Menschen, von jung bis alt, in Kundgebungen und öffentlichen Zusammenkünften durch die Straßen der Städte im ganzen Land. In vielen Jahren, so auch zuletzt, tragen Menschen ihre Nationalflaggen, religiöse Symbole und politische Botschaften durch die Straßen. Teilweise werden auch militärische Errungenschaften oder Errungenschaften „der Revolution“ hervorgehoben – wie Technologie oder sozialer Fortschritt – je nach Schwerpunkt der offiziellen Feierprogramme.
Dabei dient der Tag sowohl der Erinnerung an das historische Ereignis von 1979 als auch der politischen Kommunikation: Regierung und staatliche Institutionen nutzen ihn, um aktuelle Perspektiven auf nationale Einheit, Unabhängigkeit und geopolitische Positionen zu vermitteln.
Der 22. Bahman bleibt ein zentrales Datum im politischen Kalender Irans: ein Tag, der den historischen Sieg der Revolution markiert und zugleich eine Bühne für aktuelle nationale Nachrichten und politische Botschaften bietet.
Wir verwenden Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wir tun dies, um das Surferlebnis zu verbessern und (nicht) personalisierte Anzeigen anzuzeigen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie nicht zustimmen oder Ihre Zustimmung widerrufen, kann dies bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigen.
Functional
Immer aktiv
The technical storage or access is strictly necessary for the legitimate purpose of enabling the use of a specific service explicitly requested by the subscriber or user, or for the sole purpose of carrying out the transmission of a communication over an electronic communications network.
Preferences
The technical storage or access is necessary for the legitimate purpose of storing preferences that are not requested by the subscriber or user.
Statistics
The technical storage or access that is used exclusively for statistical purposes.The technical storage or access that is used exclusively for anonymous statistical purposes. Without a subpoena, voluntary compliance on the part of your Internet Service Provider, or additional records from a third party, information stored or retrieved for this purpose alone cannot usually be used to identify you.
Marketing
The technical storage or access is required to create user profiles to send advertising, or to track the user on a website or across several websites for similar marketing purposes.