Der Israel-Palästina-Konflikt und die Meinungsfreiheit

Man kann die Muslime nur davor warnen und davon abraten, jetzt vor Synagogen zu demonstrieren bzw. sich dort zu versammeln oder gar gegen jüdische Einrichtungen wegen dem Israel-Palästina-Konflikt vorzugehen. Denn damit würde man jenen, die jede Kritik an der Politik des jüdischen Staates als „Antisemitismus“ abstempeln wollen, direkt in die Hände spielen.

Sie heulen schon auf und stellen einen Zusammenhang mit der „Reichskristallnacht“ 1938 her, als man im gesamten deutschen Reichsgebiet zahlreiche Synagogen anzündete. Vor der hessischen Staatskanzlei wurde gestern schon die israelische Fahne (aus Solidarität) gehisst und in Fernsehberichten demonstrierende Muslime in die Nähe der Nazis gerückt. Mit dieser Masche, jeden Kritiker an der israelischen Politik als Antisemiten hinzustellen, wird die Meinungsfreiheit immer weiter eingeschränkt.

Kritik unerwünscht

So sah sich die „Deutsche Welle“ gestern genötigt, sich für ein Interview mit Ali Abunimah zu entschuldigen. Im Interview hatte der Mitbegründer des propalästinensischen Online-Portals Electronic Intifada von „Israels Regime von Apartheid, Besatzung und Siedler-Kolonialismus“ gesprochen. Zusätzlich erklärte er Folgendes:

„Ich glaube, dass es für die Menschen in Deutschland und für die deutsche Elite an der Zeit ist aufzuhören, palästinensische Kinder im Gazastreifen für die Verbrechen des deutschen Volkes gegen europäische Juden zahlen zu lassen.“ Die Palästinenser hätten es satt, für „das schuldige Gewissen“ der Deutschen zahlen zu müssen. Das Blut jener, die bei den Luftangriffen in Gaza oder den Raketenangriffen auf israelische Städte sterben, klebe aufgrund der militärischen Unterstützung Deutschlands für Israel auch an den Händen der deutschen Bundesregierung, so Abunimah.

Es dürfte eigentlich klar sein: Den Antisemitismus schüren eigentlich diejenigen, die in Medien und Politik die Tatsachen verdrehen und Israel bei der Ausübung von Kriegsverbrechen und ethnischen Säuberungen einen Freibrief erteilen, sodass sie sogar Kriegsverbrechen decken. Eine derartige Ungerechtigkeit in Verbindung mit dem Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit verführt leider viele dazu, nicht mehr zwischen Juden und der Politik des Staates Israel zu unterscheiden, insbesondere wenn der Zentralrat der Juden in Deutschland diese Politik auch noch unterstützt.

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