Israel, ISIS und die „Dschihadisten“

Im jüngsten Gaza-Krieg war (wieder einmal) eine auffällige Zurückhaltung terroristischer Gruppierungen (wie ISIS, al-Qaida u.ä.) gegenüber dem zionistischen Staat zu beobachten. Diese Art von „Dschihadisten“ zeichnet sich v.a. dadurch aus, dass sie Muslime unerlaubterweise zu Ungläubigen erklärt und tötet und einen Regime Change in Ländern betreibt, deren Regierungen sich der „Wertewesten“ zu entledigen wünscht.

Die Beziehungen zwischen Israel und derartigen Gruppierungen war in der Vergangenheit so schlecht nicht, immerhin gab es israel. Hilfe und einen gemeinsamen Feind. Als im Jahr 2015 die „Yarmuk-Märtyrerbrigade“, eine Untergruppe von ISIS, nur einen Steinwurf von Israel entfernt war, berichtete das “Foreign Policy Magazin“, dass Israel für „dschihadistische Milizen“ medizinische Hilfe gewährte.

So seien innerhalb von 14 Monaten weit über 1000 medizinisch behandelt worden, es existieren Fotos von Kämpfern in israel. Behandlung.Lt. Col. Peter Lerner sagte damals: „Wir prüfen und kontrollieren nicht von welcher Gruppe sie kommen, wo sie kämpften oder ob sie Zivilisten sind.“ Immerhin habe man einen gemeinsamen Feind, weshalb Israel sich nicht auf den Kampf gegen ISIS oder andere „dschihadistische Gruppen“ konzentriere. Daher seien die Luftschläge Israels nur gegen das „syrische Regime“, vermutete iran. Hilfskräfte und gegen die Hizbullah gerichtet, aber nicht gegen die Nusra-Front bzw. gegen Ahrar ash-Sham. Der Feind meines Feindes sei nicht mein Feind, sondern unter Umständen hilfreich.

In der Tat erklärt dies so Manches. Mark Toner, Pressesprecher in Washington, machte am 24.5.15 deutlich, dass Washington nach der Maxime verfährt, „wer Terrorist ist, bestimme ich“: „Ahrar al-Sham wurde von uns nicht als Terrororganisation eingestuft.“ Diese Haltung wurde auch in der Email- Korrespondenz zwischen Hillary Clinton und dem damaligen „Sicherheitsberater“ Jacob Sullivan deutlich. Israel habe mit den besagten Gruppierungen durchaus gemeinsame Interessen und auch einen gemeinsamen Feind. Sogar im „Spiegel“ erschien am 22.1.2015 ein Artikel mit der Überschrift: „Israel unterstützt indirekt Dschihadisten“.

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