Jede Kritik am Zionismus läuft Gefahr, dass man ihn als Antisemitismus abkanzelt. So macht die Bundeszentrale für Politische Bildung deutlich, dass der „Antizionismus“ im politischen Diskurs der BR Deutschland als eine „neuere Form des Antisemitismus“ gilt. Die Bundeszentrale beklagt zwar, dass es oft Unklarheit darüber gibt, was als Antisemitismus zu gelten habe, doch sie selbst gibt mit ihren Definitionen Raum für neue Unklarheit.

Durch die Einstufung des „Antizionismus als eine neue Form des Antisemitismus“ ermöglicht man es den Zionisten, den Holocaust und den Antisemitismus zu instrumentalisieren, um sich gegen jede Kritik zu immunisieren und auch jeden Kritiker an der Politik des Staates Israel als Antisemiten zu verunglimpfen. In Deutschland bedient sich die zionistische Lobby (mit der Springer-Presse an der Spitze) dankbar dieser Gleichsetzung um jede Kritik an der Politik des Staates Israel als Antisemitismus zu diskreditieren und damit bereits im Keim zu ersticken.

Der Begriff des „Antisemitismus“ ist in Europa entstanden, wobei man z.B. die dortige „rassisch“ bedingte Ablehnung der Juden vor Augen hatte. Dieser Begriff kann nicht einfach aus seinem kulturellen Kontext herausgerissen und auf einen anderen Kulturkreis übertragen werden, da er dann schlicht und einfach unsinnig ist.

UNO antisemitisch?

Während Antisemitismus jedoch bedeutet, Juden zu hassen, nur weil sie Juden sind, handelt es sich beim Zionismus um eine rassistische, menschenverachtende Ideologie, die eben nicht nur darauf abzielt, für die Juden in Palästina eine sichere Heimstatt zu errichten, sondern von Anfang an die Vertreibung der dort lebenden arabischen Bevölkerung vorsieht und sie als Menschen 2. Klasse betrachtet. Selbst der Wikipedia-Beitrag definiert den Zionismus als „nationalistische Ideologie“. Die Resolution 3379 der UN-Generalversammlung bezeichnet den Zionismus übrigens als eine Form des Rassismus. Dies wird man in den „Qualitätsmedien“ nicht hören und es ist daher hierzulande kaum bekannt. Ist die UNO somit antisemitisch?

Eine Gleichsetzung von Kritik am Zionismus und Antisemitismus kommt eigentlich einer Volksverhetzung gleich, da nicht jeder Mensch jüdischen Glaubens für die rassistische Ideologie des Zionismus verantwortlich ist. Dass Judentum und Zionismus nicht automatisch gleichgesetzt werden können, zeigt auch unser Bild. Darauf ist ein Schild am Eingang der Emanu-El Synagoge in New York zu sehen, auf dem zu lesen ist: „Das Judentum unterstützt nicht den Zionismus. In Solidarität mit unseren palästinensischen Brüdern und Schwestern.“