Mädchen im Irak bei US-Militärübung erschossen

Am Dienstag wurde ein 15-jähriges irakisches Mädchen bei einer US-Militärübung in Bagdad erschossen. Die westlichen Medien berichten jedoch nicht darüber und haben sich stattdessen auf den Vorfall von Mahsa Amini festgefahren, um einen Führungswechsel im Iran voranzutreiben. Die Doppelmoral der westlichen Medien zeigt sich erneut in aller Deutlichkeit.

Das Mädchen half ihren Eltern auf dem Feld als sie erschossen wurde

Die junge Schülerin namens Zainab Essam Majed Al-Khazali, half ihren Eltern, die Landwirte sind, auf dem Feld, als die US-Armee ihre Militärübung durchgeführt hat. Die Militärbasis ist nahe des bekannten Abu Ghraib Gefängnisses in Bagdad, in dem viele Unschuldige von den US-amerikanischen Soldaten gefoltert und getötet wurden, aufgestellt. Bei der Militärübung traf eine Kugel Zainab tödlich. Eine genaue Untersuchung der Erschießung von Zainab wurde seitens der irakischen Sicherheitsbehörde angekündigt, die die Ermordung als „willkürliches Schießen“ beschreibt.

Keine Berichterstattung der westlichen Medien

Interessanterweise, aber wenig überraschend, berichten die westlichen Medien nicht über die Ermordung von Zainab. Schließlich sind die Schuldigen, Soldaten des US-Militärs. Deswegen gibt es gar keinen Grund darüber zu berichten. Inhumanes Verhalten kann und darf man der US-amerikanischen Regierung und ihren Verantwortlichen nicht vorwerfen. Sind sie doch die Moral- und Weltpolizei schlechthin. Welchen Nutzen hätte also eine Berichterstattung? Schließlich starb hier nur ein irakisches Mädchen, dessen Leben auf der menschlichen Werteskala ganz weit unten angesiedelt ist.   

Doppelmoral der westlichen Medien zeigt sich in der Ermordung von Zainab im Vergleich zum Tode von Mahsa Amini

Anders sieht es natürlich bei dem Tod von Mahsa Amini im Iran aus. Sehr zügig haben die Medien die Nachricht verbreitet, dass sie durch die Folter der iranischen Polizei ums Leben kam. Dies wurde bereits durch vorhandenes Videomaterial widerlegt. Dies ist aber natürlich unerheblich für die westlichen Medien. Durch finanzielle Unterstützung werden die aktuell anhaltenden gewalttätigen Demonstrationen im Iran unterstützt. Dies alles unter dem Vorwand, den Menschen, aber vor allem der Frau im Iran, ihre Freiheit zurückzugeben.

Das Ziel ist eindeutig ein Führungswechsel im Iran. Dieser soll mit allen Mitteln durchgesetzt werden. Deswegen bedient man stets das Narrativ der Iran sei ein unterdrückerisches Regime, welches sein Volk jeglicher Freiheit beraubt. Durch die harten Sanktionen und westlicher Propaganda, fallen viele auf dieses Narrativ herein. Jedoch sind heute nach dem Freitagsgebet Menschenmassen in den verschiedensten Städten des Irans auf die Straße gegangen, um gegen die gewaltbereiten Demonstranten zu demonstrieren.   

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Demonstrationen in der Stadt Ghom/Iran nach dem Freitagsgebet gegen die gewaltbereiten Demonstranten

Natürlich interessiert es den Westen nicht, wie es dem iranischen Volk geht. Der Vorwand eine lupenreine Demokratie im Iran etablieren zu wollen, geschieht nur, weil die iranische Politik dem Westen ein Dorn im Auge ist. Iran ist nämlich eines der wenigen Länder, welches sich nicht den US-amerikanischen Vorgaben beugt. Mit Ländern wie Saudi-Arabien, die zweifelsohne unterdrückerisch agieren, hat man nämlich kein Problem eine gute Beziehung zu pflegen.

Diese doppelten Standards der westlichen Medien müssen stets beim Lesen von Nachrichten berücksichtigt werden, damit man nicht in die Falle der Propaganda reinfällt.

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Die 15-jährige Zainab Essam Majed al-Khazali

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