Vor 3 Monaten wurde einem türkischen Ehepaar in Duisburg ihr heute 10 Monate altes Baby vom Jugendamt weggenommen. Nun hat man den jungen Emir einem homosexuellen Paar anvertraut.

Wunsch der Mutter wurde nicht berücksichtigt

Das Jugendamt entschied, dass der Junge aus der Familie herausgenommen wird, da er Entwicklungsstörungen und die Mutter starke psychische Störungen hat. Die Mutter äußerte sich in einem Interview und sagte, dass wenn schon ihr Kind weggenommen wird, es wenigstens in eine muslimische Familie, vorzugsweise türkisch, kommen soll. Dass das Jugendamt ihr Kind einem homosexuellen Paar zur Pflege gibt, ist für die Mutter inakzeptabel. Deswegen wollen auch die Eltern versuchen mit Hilfe eines Anwalts gegen diese Entscheidung anzukämpfen. Jedoch wird dies nicht leicht werden: Zum einen sieht man homosexuelle Paare in Deutschland als etwas ganz Normales an. Deswegen ist es auch kein Problem, wenn solch ein Paar ein Kind adoptiert. Schließlich gibt es für solche Paare sonst keine andere Möglichkeit ein Kind zu bekommen. Zum anderen hat das Jugendamt vor Gericht einen besonderen Status. Dies macht es sehr schwer gegen sie vor Gericht zu gewinnen.

Türkisches Staatskonsulat schaltet sich ein

Das türkische Staatskonsulat hat sich nach medialer Aufmerksamkeit in der Türkei eingeschaltet und ihre Hilfe angeboten. Das Konsulat hat dem Jugendamt eine Liste mit potenziellen Pflegefamilien, die einen muslimisch-türkischen Hintergrund haben, vorgelegt. Ob das Jugendamt eines dieser Angebote annehmen wird, bleibt fragwürdig.

Vorwurf an das Jugendamt wegen unsensibler Entscheidung

In diesem Fall soll die Entscheidung des Jugendamts, das Kind aus der Familie zu nehmen, nicht kritisiert werden. Das Jugendamt selbst hat eine sehr schwere Aufgabe zu meistern. Sie müssen einschätzen, wann es zu gefährlich für ein Kind wird, bei der eigenen Familie zu bleiben. Und je nach Entscheidung werden sie meist kritisiert. Wenn sie falsch entscheiden und ein Kind unberechtigterweise der Familie wegnehmen, dann kritisiert man sie dafür, eine Familie und die Zukunft des Kindes zerstört zu haben. Wenn sie es der Familie nicht wegnehmen und es dann zu schlimmen Misshandlungen oder anderen Straftaten gegenüber dem Kind kommt, dann kritisiert man das Jugendamt, nicht rechtzeitig gehandelt zu haben.

Hier in diesem Fall kritisiert man aber, dass das Jugendamt unsensibel handelt und nicht auf die Hintergründe des Kindes achtet. Es ist verständlich, dass die Mutter nicht möchte, dass ihr Kind zu einem homosexuellen Paar kommt. Auch wenn in Deutschland homosexuelle Paare den gleichen Status genießen wie eine heterosexuelle Ehe, so ist es doch trotzdem für viele keine normale Beziehung, die als Grundlage einer funktionierenden Familie dienen sollte. Auch wenn manche das Gegenteil behaupten, so ist es für das Wohl des Kindes immer noch am besten, wenn es in einer Familie mit einem weiblichen und männlichen Vorbild aufwächst. Ob das Jugendamt sich bewusst für das homosexuelle Paar entschieden hat, um die moralische Erziehung des Kindes in eine gewisse Richtung zu lenken, bleibt unbeantwortet. Dies wird wohl erst eindeutig belegbar sein, wenn uns in Zukunft häufiger solche Nachrichten erreichen.

Jugendamt