„One Love“ Regenbogenbinde – muslimischer Fußballkapitän verweigert das Tragen

Orkun Kökcü, der Kapitän von Feyenoord Rotterdam, möchte aus religiösen Gründen nicht mit der „One Love“ Regenbogenbinde auf das Fußballfeld treten.

Kökcü bittet um Verständnis aufgrund seines muslimischen Glaubens

Kökcü äußerte sich wie folgt über seine Entscheidung:

„Ich denke, es ist wichtig zu betonen, dass ich jeden respektiere, unabhängig von Religion, Herkunft oder Orientierung. Ich glaube, dass jeder frei ist zu tun, was er will oder fühlt. Ich bin mir der Wichtigkeit dieser Aktion vollkommen bewusst, aber wegen meines Glaubens sehe ich mich nicht als die richtige Person, um diese zu unterstützen“.

Auch Redouan El Yaakoubi vom Rotterdamer Stadtrivalen Excelsior lieft nicht mit den Regenbogenfarben auf. Stattdessen trug er eine Binde mit der Aufschrift „Respect“. Durch diesen Widerstand und die darauffolgenden Diskussionen, hat der niederländische Verband die Entscheidung, dass die Kapitäne aller Profimannschaften des Landes im November mit der „One Love“ Binde auflaufen sollen, zurückgenommen. Die queere Community reagierte entsetzt auf diese Entscheidung.

Das bedeuten die Farben der „One Love“-Binde

Der Verband erklärte auf Anfrage auch die Zusammenstellung und Bedeutung der Farben des Herzens:

„Rot/Schwarz/Grün symbolisiert, dass jeder stolz auf seine Farbe oder Herkunft sein sollte und Pink/Gelb/Blau stehen für alle Geschlechtsidentitäten und sexuelle Vorlieben. Es geht nicht nur um LGBTQ+-Diskriminierung, sondern um alle Arten von Diskriminierung. Fußball kann Millionen von Menschen vereinen.“

„One Love“ Regenbogenbinde als Zeichen der Toleranz

Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion einiger Nationalmannschaften darunter auch Deutschland, Niederlande, England und Frankreich. Viele kritisieren im Internet, dass die Farben der „One Love“ Binde nicht mit der Regenbogenflagge der LGBTQ+ übereinstimmen. Es wird vermutet, dass man mit dieser Binde bei der kommenden WM ein Zeichen setzen und dabei gleichzeitig das Gesetz im Gastgeberland Katar achten möchte. In Katar ist nämlich das Ausleben der Homosexualität verboten.  

Ob die FIFA diese Binde erlauben wird, ist noch unklar. Es ist nämlich seitens der FIFA verboten, politische Botschaften jeglicher Art durch Spieler und Funktionäre zu verbreiten. Als jedoch Manuel Neuer bei einem Spiel die echte Regenbogenbinde trug und die UEFA daraufhin eine Überprüfung, aufgrund des Tragens eines politischen Zeichens, veranlasste, wurde diese ganz schnell eingestellt, nachdem es massig Kritik hagelte. 

Es ist wichtig, gerade für Muslime, sich diesen Vorgaben zu widersetzen und seiner religiösen Überzeugung treu zu bleiben. Nur der langanhaltende Widerstand kann dazu führen, dass ein Umdenken stattfindet und dem aggressiven Auftreten und dem Aufzwingen der Akzeptanz der LGBTQ+ Ideologie mit all ihren Machenschaften ein Ende gesetzt wird. Aktuell scheint es jedoch ein weit entferntes Ziel zu sein. Zum einen, weil der gesellschaftliche und politische Druck enorm hoch ist und zum anderen, dass es nur Wenige sind, die wirklich bereit sind Widerstand zu leisten, auch wenn es berufliche oder gesellschaftliche Nachteile mit sich bringt. 

one love

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