Westen formuliert Kriegsziele – der Marsch in den Atomkrieg?

Hier geht es nicht um Panikmache. Wenn man sich allerdings die Konsequenzen aus den jüngsten Äußerungen westlicher Politiker vergegenwärtigt, erscheint ein Atomkrieg wohl unvermeidlich.

Eine friedliche Beilegung des Konflikts wird jedenfalls immer unwahrscheinlicher. Die britische Außenministerin Liz Truss formulierte gestern Abend das Kriegsziel, die russischen Streitkräfte vollständig aus der Ukraine zu vertreiben.

Wortwörtlich sagte sie: „Wir werden schneller handeln und weiter gehen, um Russland aus der gesamten Ukraine zu verdrängen.“ Es wurde deutlich gemacht, dass damit nicht nur die seit Ende Februar besetzten Gebiete im Osten der Ukraine gemeint sind, sondern auch die schon 2014 an Russland angeschlossene Halbinsel Krim und die abgespaltenen Donbass-Regionen.

Damit scheint jeder Ausweg verbaut, gesichtswahrende Lösungen unmöglich gemacht und eine Fortsetzung des Krieges auf lange Zeit mit wachsender Eskalationsgefahr garantiert. Das ausgegebene Ziel der „Rückeroberung“ der Krim ist die Fahrkarte in den großen Krieg, da Russland die Krim als eigenes Territorium betrachtet und bei einer Bedrohung des eigenen Territoriums der Einsatz von Atomwaffen erfolgen würde.

US-Verteidigungsminister Austin äußerte deutlich, dass der Plan der USA darin besteht, die Ukraine mit Waffensystemen und Munition zu überschwemmen. Das Ziel ist es Russland so zu schwächen, dass es nicht einmal mehr eine Rolle als Regionalmacht spielen kann. US-Außenminister Blinken deutete dann an, dass es das Ziel der USA sei, den russischen Präsidenten Putin zu entmachten. Auch von der deutschen Bundesregierung kommen nur noch Äußerungen von militärischen Kriegszielen.

Wohin wird das wohl führen? V.a. britische und US-Politiker drängen den ukrain. Präsidenten Selenskyi dazu, jetzt keine Verhandlungslösung zu akzeptieren. Sie suggerieren ihm, dass die Ukraine den Krieg gewinnen und er die Krim „heimholen“ könne. Für die Pläne der westlichen Militärallianz wird nicht nur die Ukraine, sondern die ganze Welt, einen hohen Blutzoll entrichten.

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