Empörung über Khalid Salman: Ist Homosexualität Sünde?

Die Äußerungen des katarischen WM-Botschafters Khalid Salman in einem Interview für die ZDF-Dokumentation „Geheimsache Katar„, die am Dienstag Abend ausgestrahlt wurde, lösten in Deutschland erwartungsgemäß eine Welle der Empörung aus und wurden als homophob gebrandmarkt. Human Rights Watch und der deutsche Schwulen- und Lesbenverband warnen vor Reisen nach Katar und fordern offizielle Reisewarnungen. Dabei hatte Katar sich doch bemüht verstehen zu geben, dass auch Fans aus der LGBTQ-Szene willkommen seien.

Was ist passiert? Khalid Salman sagte in der besagten Dokumentation, er Probleme damit habe, wenn Kinder Schwule sähen, denn diese würden etwas lernen, das nicht gut sei. So etwas sei „haram, eine Sünde“, meinte Salman. Und dann noch: „Es ist ein geistiger Schaden.“ Es geht im Folgenden nicht darum, das polit. System in Katar zu verteidigen, sondern um etwas anderes.

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass Journalisten, die den Islam bzw. Koran nur ein bisschen kennen, wissen, dass homosexuelle Handlungen (nicht das Schwulsein an sich, wie dargestellt!) im Islam (wie auch in der Thora und in der Bibel) eine Sünde sind und daher verboten/haram sind. Es handelt sich somit eigentlich um nichts Neues. Soll man glauben, dass der Moderator Jochen Breyer dies nicht gewusst hat? Da dies wohl kaum der Fall sein dürfte, ging es ihm folglich in der Dokumentation genau darum, seinen Gesprächspartnern möglichst solche Aussagen zu entlocken, die für eine Empörungswelle taugen. Es scheint sich somit um reine Hetze im letzten Moment zu handeln. Die dabei zum Vorschein kommende Verlogenheit, Heuchelei und Arroganz ist eigentlich nur noch ekelerregend.

Während man einerseits ständig Toleranz anmahnt, lässt man diese gegenüber anderen Ländern, Sitten und Kulturen vermissen.

Moral?

Die Gralshüter der Moral zeigen mit ihrem moralisierenden Finger stets auf andere – das gilt für die Menschenrechte und auch im Hinblick auf die WM. Dass die WM in Katar gekauft war, dürfte klar sein, aber das war die WM 2006 in Deutschland auch.

Sie missionieren schamlos für die neuen westlichen “Werte” wie Ehe für alle, dabei sind die Probleme, die die LGBT-Ideologie mit sich bringt, nicht zu leugnen: Gibt es 84 oder mehr Geschlechter neben den beiden einzigen biologischen, was ist mit der Abschaffung der Begriffe Vater und Mutter, Frühsexualisierung von Kindern und der parallelen Gabe von Hormonblockern oder mit den Geschlechtsumwandlungen bei Jugendlichen bzw. Verstümmelungen?

Es bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele andere Länder diesen westlichen “Errungenschaften” trotz der Missionierungs- und Erpressungsversuche der “demokratischen” Musterschüler, bei denen es mit der vielbeschworenen Toleranz bekanntlich nicht weit her ist, verweigern.

Bild: Nas Mohammed, 35, lebt in den USA, outete sich im Mai 2022 als erste „queere Person Katars“ und stellte sich der Kampagne zur Verfügung.

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