Wenn Muslime Gewalt erfahren, aber keine Gerechtigkeit

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Es ist eine Tatsache: die Gewalt gegen Muslime nimmt zu. Die Übergriffe auf Muslime sowie mulimische Einrichtungen in Deutschland haben enorm zugenommen. Im Jahre 2020 erfasste man 901 Straftaten, 2 Prozent mehr als im Jahr davor. 48 Menschen erlitten dabei körperliche Verletzungen. Sicher ist, dass die Zahl in Wahrheit viel höher ist, wenn man bedenkt dass viele aus Scham oder gar Scheu einen Übergriff gar nicht melden.

Als ein Angiff werden Hetze gegen Muslime oder muslimische Flüchtlinge im Netz, Drohbriefe, verbale wie nonverbale Angriffe auf kopftuchtragende Frauen sowie muslimisch aussehende Männer auf der Straße definiert. Hinzu kommen Sachbeschädigungen an Häusern von Muslimen oder Moscheen. Erfasst werden diese seit 2017. Warum erst seit vier Jahren? Davor führte man diese Delikte in der Kategorie „politisch motivierte Kriminalität“. Opferorganisationen und Verbände übten Druck aus, um die Unterkategorie „Islamfeindlichkeit“ hinzuzufügen.

Mit der Verfassung und die Geschichte, die die Bundesrepublik Deutschland hat, sind die Zahlen alamierend. Jeder Muslim der eine Verletzung erlitten hat, ist ein Beweis für die Missachtung der hochgepriesenen Religionsfreiheit in Deutschland.

Die Rolle der Medien

Woher kommt dieser offene Hass gegen Muslime? Und warum sind die Medien so laut, wenn in Berlin ein verbaler antisemtischer Angriff stattfindet, jedoch bei hunderten antimuslimischen Übergriffen hört man von den Medien nichts?

Bis heute ist das Thema „Islam“ in den Medien stets ein sehr schwieriges oder gar konfliktreiches Thema gewesen. Ob es die Religion selbst oder die Muslime sind, Kritik und Vorwüfe hagelte es immer. Ist dies der Grund, dass selbst wenn die Muslime die Opfer sind, diese Nachricht kein Gehör finden muss? Passt das Bild des Muslims, der völlig unverschuldet Opfer eines rassisitischen Angriffs geworden ist, nicht in das Bild des Muslims welches sonst in den Medien repräsentiert wird? Die Medienlandschaft scheint völlig ungewillt zu sein, endlich ein faires Bild der muslimsichen Community in Deutschland zu geben.

Kriminalisierung der Muslime

Parallel dazu leisten die Begriffsbildungen rund um angeblich gefährlichen politischen Islam, legalistischen Islam, islamistische Gefärder und weitere Neuschöpfungen, die völlig sich im Rahmen ihrer Grundrechte bewegende Muslime kriminalisieren, einem Klima des Hasses vorschub. Wenn gar Wissenschaftler von regelmäßig und ganz und gar unwissenschaftlich vom gefährlichen Islam in Deutschland schwadronieren, so ist Hass auf der Straße die notwendige Folge.

Entsprechend ist es Deutschlands gesamtgesellschaftliche Verantwortung, nicht nur dem ausführenden Angreifer zu begegnen, Prävention gegen Islamhass im Volk zu fördern, sondern insbesondere die intellektuellen Vordenker dieses Hasses als das zu entblößen, was sie sind: vom Staat finanzierte und geförderte Hassprediger im Gewand von Wissenschaftlern.

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