Der „Wertewesten“ marschiert voraus

In Frankreich gingen am Wochenende trotz Corona im ganzen Land Tausende gegen das geplante Gesetz zur Gleichstellung aller Frauen bei der künstlichen Befruchtung auf die Straße. Die französische Nationalversammlung verabschiedete längst ein „Bildungsgesetz“, das die Begriffe „Vater“ und „Mutter“ abschaffen und durch die Bezeichnungen „Elternteil 1“ und „Elternteil 2“ ersetzen möchte.

Damit soll der „neuen Realität“ Rechnung getragen werden. Homosexuelle Paare sollen somit (auf unnatürliche Weise) Kinder aufziehen dürfen und „eine Familie“ darstellen. Sind solche „Lebensgemeinschaften“ als gleichwertig mit der traditionellen Familie zu betrachten? In Deutschland werden solche Forderungen ebenfalls längst erhoben. Laut der Transgender-Lobby der Grünen soll es Vater und Mutter nicht mehr geben. Die traditionelle Familie ist für sie ein Auslaufmodell. So weit kommt eine Gesellschaft, die glaubt, auf Gott verzichten und ohne Religion auskommen zu können. In Wahrheit ist ihnen jeder Maßstab dafür, was gut und böse, was richtig oder falsch, Recht oder Unrecht ist abhanden gekommen.

Der Kulturhistoriker Arnold Toynbee meinte einst, dass große Kulturen nicht sterben würden, sondern Selbstmord begehen. Der „liberale Wertewesten“ glaubt an der Spitze des Fortschritts zu stehen. Alle anderen müssten diese „Werte“ übernehmen – Gott bewahre! Macron marschiert hier voran: Recht auf Blasphemie, Gesetze, die Ärzte zur Abtreibung gezwungen zwingen, bioethische Gesetze u.v.m. Wie geht es weiter mit dem „Wertewesten“? Wir bleiben am Ball.

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