Einsamkeit in Deutschland – bald auch ein Problem der Muslime?

Deutschland eine Singlegesellschaft? Rund sechszehn Millionen Singles leben in Deutschland, im Schnitt sind diese zwischen fünf und sechs Jahre ohne Partner. Hannover ist Spitzenreiter unter den Großstätten, dort lebt sogar jeder dritte Einwohner allein. Die Folgen sind verheerend:

Wohnungsmangel, Familienbande nicht mehr fest und im letzten Schritt sogar psychische Probleme.

Vor drei Jahren beriefen aus dem gleichen Grund die Engländer ein neues Ministerium: Das Ministerium für Einsamkeit. Die genannten Probleme sollten darin eine Lösung finden. Wird Deutschland demnächst auch solch eins gründen müssen? Die Folgen sind offensichtlich. In einer Gesellschaft, wo Menschen nicht miteinander, sondern nebeneinander leben, entstehen keine Familien die Basis für die Zukunft schaffen können.

Schon vor langem startete die Datingindustrie ihr lukratives Geschäft. Verzweifelt suchen die Singles dort ihr Glück, denn die Versprechen sind groß. Der bekannteste Slogan bestückt die meisten Bushaltestellen: “ Alle 11 Minuten verliebt sich ein Paar auf Parship.de“

Woher kommt diese Entwicklung der Vereinsamung der Deutschen?

Die Liste ist lang:

Früher lebten Menschen in Gemeinden. Sie fühlten der christlichen Religion noch verbunden und hatten die Kirche als Treffpunkt der Mitglieder. Gleichzeitig bot die Religion ein Gefühl des Zusammenhaltes und lud dazu ein, das traditionelle Familienbild zu erhalten.

Doch mit der Abkehr der Religion kam auch die Abkehr zur Heirat. Zwar ist diese noch erwünschenswert, doch nicht im jungen Alter. Die jungen Deutschen bevorzugen eine späte Heirat und somit Familienbildung, doch wird nie dabei bedacht, dass sich diese mit wachsenden Alter immer schwieriger statt einfacher erweist.

Was haben diese Entwichlungen mit der muslimischen Community zu tun? Bewegen sich die Muslime in die gleiche Richtung oder sind sie vollends davor geschützt?

Es gibt keine Statistiken diesbezüglich, die die Singles nach Kultur oder Religionszugehörigkeit zuordnen. Jedoch ist trotzdem immer Acht zu geben, wenn sich die große Masse der Gesellschaft in eine falsche Richtung bewegt. Langsam kann auch hier das falsche Bild der Familie bzw. des Individuums, wie es heute propagiert wird, auch auf die jungen Muslime in Deutschland einschlagen. Umso mehr ist es wichtig die Muslime von diesem Bild abzuhalten. Ihnen weiter vorzuzeigen wie eine intakte Gesellschaft mit gesunden Beziehungen auszusehen hat und ein Vorbild für all diejenigen sein, die sich zurück ein Leben in Gemeinschaft wünschen.

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