Genderdebatte um „Kai die Karotte“ von Aldi

Die Weihnachtszeit, die schönste Zeit von Produktwerbungen und Produktplatzierungen. In dieser Zeit kommt es immer wieder zu kuriosen Werbungen. Bei Aldi kam es dieses Jahr eigentlich nicht unbedingt zu einer spektakulären Werbung, aber zu einer Art Aufruhr rund um die Werbung und der Genderdebatte an sich.

Worum geht es?

Seit einigen Jahren gibt es „Kai die Karotte“ von den Frechen Freunden, die in vielen Werbungen für Kinder auftaucht und für Produkte wirbt.

Dieses Jahr 2021 kam dann die ganze Karottenfamilie dazu, bestehend aus Karla, die Mutter Karotte und die drei Kinder, Merle, Mia und Michel. Eigentlich eine vorbildhafte, harmonische, deutsche Familie. Da sich das deutsche Familienbild, wie es in den Leitmedien geprägt wird, in kürzester Zeit so stark verändert hat, kann man sich sicherlich vorstellen, dass es einige LGBTQ-Fanatiker gibt, die es schöner fänden, wenn auch mal ein anderes Familienbild in den Medien gezeigt werden würde als nur Mutter-Vater-Kind.

In einem Artikel der wmn (ein lifestyle Magazin für junge Frauen) schreibt die Autorin Mona Schäffner:

„Die Aldi-Maskottchen-Familie wird besonders liebevoll beschrieben. Allerdings sollten wir uns immer darüber im Klaren sein, dass das nicht für alle gilt. Keine Familie ist perfekt, kein Kind ist ideal erzogen, Scheidungen sind etwas ganz Normales und queere Menschen machen einen hohen Prozentsatz der Menschheit aus.“

Was ist dann mit bspw. Rauchern, die im deutschen Fernsehen nicht mehr Werbungen sehen dürfen, die mit Zigaretten zu tun haben. Raucher machen doch einen noch viel „höheren Prozentsatz der Menschheit“ aus. 

Sie schreibt weiterhin in demselben Artikel:

„Wir müssen uns nicht einbilden, mit einer einzigen Werbung alle Geschlechter, alle Identitäten und alle Lebensrealitäten einbeziehen zu können. Das muss auch gar nicht sein. Allerdings wäre es hin und wieder wirklich schön zu sehen, dass von einer großen Supermarktkette, die alle Menschen gleichermaßen etwas angeht, nicht nur das traditionelle Bild reproduziert wird.“

Neue Definition von Integration?

Interessant ist hier, was die Autorin als Überschrift ihres Artikels gewählt hat. So heißt es als Überschrift: „Aldi-Möhrenfamilie: Der Discounter hat eine Chance zur Integration verpasst“. Was bezeichnet die Autorin als Integration? Integration also nur durch sexuelle Orientierung? Was ist aber mit dem hohen prozentualen Anteil der Deutschen mit dem verhassten Wort „Migrationshintergrund“? Es gibt kein einziges Mitglied in der Möhrenfamilie, dass einen Namen trägt mit ausländischen Wurzeln. Müssten sich jetzt alle Migranten ausgeschlossen fühlen? Was ist mit Menschen, die an einer auffallenden Behinderung oder an einer Sehminderung leiden? Es gibt einfach zu viele Aspekte, auf die in diesem Zusammenhang leider gar nicht eingegangen wird. Es geht eben bei Diskriminierung nicht nur um die sexuelle Orientierung eines Menschen.

Der Geburtsfehler der Identitätspolitik als Abkehr von moralischen Werten und Ersetzung durch Scheinidentitäten, wie Äußerlichkeiten oder scheinbar frei wählbares Geschlecht und andere Auswüchse, lässt nur das Scheitern der gesamten Ideologie als letztlichen Ausgang zu. Die Frage ist, ob dieses Scheitern durch einen positiven Wandel abgefangen werden kann oder die Gesellschaft als solche mit scheitern lässt.

Mittlerweile scheint aber der ganze Genderwahn so zuzunehmen, dass es selbst in Deutschland einige Menschen gibt, denen das ganze Thema zu viel wird, was man an ziemlich amüsanten Twitter-Beiträgen zu diesem Artikel sehen kann.

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