Anschlag auf das Islamische Zentrum Hamburg

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Die Imam-Ali-Moschee und somit auch das Islamische Zentrum Hamburg, was eine religiöse Heimat für zehntausende Menschen in Deutschland ist, wurde in der Nacht zum 24. Juli von Unbekannten angegriffen. Es wurde über den Zaun geklettert und heimlich persische Schmiererein an die Außenwand geschrieben. Auf den Boden, an die Türen und an Seitenwände wurde gesprayt. Die unbekannten Angreifer filmten sich dabei und luden es stolz ins Internet hoch.

Doch was haben die Täter auf den Boden, an die Türen oder an den Seitenwänden geschrieben? Parolen wie „Tod der islamischen Repubik Iran“, „Die Bewegung von Blut und Wasser wird weitergehen“ und Anspielungen auf die Wasserknappheit in manchen Gebieten Irans. Gerade die Anspielungen auf die Wasserknappheit werden jetzt dafür genutzt um wieder für den sogenannten „Regimechange“ im Iran zu demonstrieren.

Doch was hat das alles mit dem IZH zu tun?

Seit circa drei Jahren steht das Zentrum ganz besonders im Fokus bestimmter Kräfte, die besonders eng mit Israel verbunden sind. Forderungen nach einem Verbot und einer Schließung der Moschee werden immer lauter und stärker. Auf der Hauptseite des Verfassungschutzes Hamburg steht das IZH gleich zu Beginn als „Außenposten des Teheraner Regimes“. Die Vorwürfe in dem Verfassungsbericht sind völlig unnachvollziehbare „Beweise“, wie es dort heißt. Die Beweise liegen darin, dass das IZH Bücher herausgegeben hat, oder mit kooperiert hat, die den islamischen Staat propagieren.

Nun scheint es niemanden aufzufallen, dass die genannten Bücher schon vor Jahrzehnten herausgegeben wurden und nichts neues sind.

Die Medien beachten diese Schmiererein nur wenig, wo es dann heißt „Unbekannte sollen Farbschmiererein gesprüht haben“. Als ob da noch ein Zweifel gäbe, dass das wirklich passiert wäre. Ganz offensichtlich fühlen sich die iranischen Exilgruppen durch die jüngsten medialen Angriffe aufs Zentrum ermuntert. Die Politik muss ihre Hetze gegen das Zentrum endlich beenden, denn was letzte Woche nur Schmiererein waren, kann in Zukunft viel gewalttätiger oder gar zerstörerischer ausgehen.

Völlig unabhängig davon welchen Standpunkt der Verfassungschutz Hamburg gegenüber dem IZH hat, so hat das IZH den Status einer religiösen Stätte. Und das verleiht ihm das Recht auf Schutz seitens des Staates.

Wie jede Synagoge und Kirche in diesem Land, ist auch das Islamische Zentrum Hamburg dem Schutz durch die Verfassung zugewiesen. Der Anschlag letzte Woche ist ein Beweis, dass der Staat seiner Aufgabe nicht nachgegangen ist.

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