Deutsche Berichterstattung und der Mord von Shireen Abu Akleh

Vergangenen Mittwoch, den 11. Mai 2022 ermordete man kaltblütig die palästinensische Journalisten Ikone Shireen Abu Akleh. Dies trotz Presse Weste und trotz Helm. Sie wurde erschossen.

Wie sie ermordet wurde, was danach passierte und auf welches Unrecht die Palästinenser blicken, wurde in zahlreichen Beiträgen und Videos bereits erwähnt. Wie die deutschen Medien mit der Ermordung von Shireen Abu Aklehs umgingen, ist jedoch ein Blick wert.

Kommen wir zum Titel des Deutschlandfunk

Al-Dschasira-Reporterin durch Schüsse getötet

Und der Untertitel lautet:

Bei Zusammenstößen im Westjordanland ist eine Journalistin getötet worden.

Hier twitterte ein User zurecht:

Wenn man nur wüsste, mit wem oder was diese Palästinenser ständig zusammenstoßen, bevor sie tot umfallen.

Denn so ist der Eindruck des Lesers, sie stoßen mit irgendetwas zusammen, mit was findet nirgendwo Erwähnung.

Dann die Süddeutsche Zeitung:

Shireen Abu Akleh: Tod einer Ikone – Medien

Tod? Einfach nur Tod? Keine Ermordung, kein Erschießen. Tot durch Herzversagen, tot durch Krankheit, ja durch was denn?

Die Website derStandard titelte:

Tote Al-Jazeera-Journalistin in Israel: UN-Sicherheitsrat fordert Untersuchung

Sie war also einfach nur tot, aus dem nichts. Warum dann der Sicherheitsrat eine Untersuchung fordert ist unklar.

Tod der Journalistin Shireen Abu Akleh: Streit um unabhängige Untersuchung

So titelte die Taz. Bei einem Tod braucht man doch keine Untersuchung. Bei einem Mord schon. Vorallem gibt es gar keinen Streit um eine Unabhängige Untersuchung. Palästina lehnt jegliche Zusammenarbeit mit den Israelis in Bezug auf die Erschießung der Journalistin Shireen ab, das ist kein Streit sondern nur selbstverständlich. Wenn der Ermordende eine Zusammenarbeit oder gar eine unabhängige Untersuchung in Bezug auf das Opfer fordert, ist jegliches Angebot doch überflüssig.

Der Spiegel schreibt:

Shireen Abu Akleh: Al-Jazeera-Reporterin durch Schüsse im Westjordanland getötet.

Das hört sich fast so an als ob es, wie vorhin bereits beschrieben, zu Zusammenstößen kam und sie ausversehen erschossen wurde.

Dies ist jedoch nicht der Fall! Der Schuss traf ihren Kopf ziemlich präzise und auf jede zu Hilfe eilende Person schoss man, sodass Erste-Hilfe für die Journalistin nicht möglich war.

Tod, Mord und Ermordung

Was bedeutet genau töten, wenn man nach dem Wort sucht steht im Wörterbuch von Oxford Languages: “den Tod von jemandem, etwas herbeiführen, verursachen, verschulden oder Selbstmord begehen”. Okay und was bedeutet ermorden “(einen Menschen) vorsätzlich töten” und genau das ist es nämlich. Ein kaltblütiger Mord.

Einige mögen nun sagen, dass es noch keine abschließenden Untersuchungen gibt, von denen man behaupten könnte, es wäre ein Mord. Aber doch es gibt sogar von israelischer Seite aus Berichte die eindeutig sind und beweisen, dass es ein Mord des israelischen Militärs war.

Es ist alarmierend, dass es aufgrund der Israel-Lobby keinem deutschen Medium erlaubt ist, Fakten in Bezug auf Israels Verbrechen auszusprechen. Stattdessen lügt man zum Schutze Israels immer wieder, sodass schon seit Jahren ein Lügenhaus aufgebaut wird, aus dem es Deutschland, bei der Abrechnung, kaum schaffen wird jemals herauszukommen.

Mögen die Palästinenser weiterhin so standhaft für Gerechtigkeit und Wahrheit kämpfen, denn dann wird es bald Israel, so wie es heute verstanden wird, nicht mehr geben.

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