Am 2.Juli kam es zu einem Amoklauf in einem Einkaufszentrum in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Dort soll der mutmaßliche „22-jähriger ethnische Däne“ drei Menschen getötet und über zwanzig Menschen verletzt haben. Schnell wurde ein Terrorakt ausgeschlossen und so auch in der deutschen Medienlandschaft kommuniziert.
Mutmaßlicher Täter sei psychisch krank
Der mutmaßliche Täter sei der Polizei bekannt gewesen. Dieser wurde in eine Psychiatrie eingewiesen. Bis zum 28.Juli soll er dort bleiben, denn auch den psychiatrischen Einrichtungen sei er kein unbekanntes Gesicht gewesen. Einem Bericht des dänischen Fernsehens zufolge, versuchte der junge Mann, kurz vor der Tat, eine Krisen-Hotline zu erreichen. Außerdem wurden Videos, die vom Verdächtigten im Internet vorhanden sind, bekannt. In diesen ist er mit einer Waffe zu sehen, während er Selbstmordgesten nachahmt. Außerdem spricht er von Psychopharmaka, die „nicht wirken“.
Angriff auf eine Bar für Homosexuelle in Oslo eindeutiger Terrorakt
Eine Woche zuvor am 25.6.2022 schoss ein Norweger mit iranischen Wurzeln in der norwegischen Hauptstadt Oslo in einer Bar für Homosexuelle umher. Dabei tötete er zwei Menschen und verletzte 21 Menschen. Genauso schnell wie in Dänemark ein Terrorakt ausgeschlossen wurde, wurde hier in diesem Fall ein islamistischer Terrorakt bestätigt. Der Täter soll Kontakte zu einem sogenannten Hassprediger der Islamistenszene gehabt haben.
Schubladendenken und Vorurteilbildung durch Berichterstattung
Die Medien schaffen durch die Berichterstattung und die unausgeglichene Benutzung gewisser Worte wie „Terrorakt“, „islamistisch motiviert“, „psychisch krank“ und ähnliches eine Stimmung, die zum Schubladendenken führt. Menschen die ihre Wurzeln in islamisch geprägte Länder haben und solch eine Tat begehen, wird primär der islamistische Terrorakt vorgeworfen. Hingegen sind Menschen, die eine ähnliche Tat begehen und keinen islamischen Hintergrund haben, psychisch krank. Dies zeigt deutlich, dass die Berichterstattung der Medien einen großen Teil dazu beitragen, die Menschen zu spalten und Vorurteile zu schüren.
Statt neutral und unvoreingenommen zu berichten, werden bewusst oder unbewusst Menschen dazu angeleitet, eine Abneigung für eine ganze Religion und ihrer Anhänger zu bekommen, weil diese mit der Zeit als Religion der Gewalt wahrgenommen wird. Eine Entwicklung die sich auch negativ auf die Sicherheit der Muslime auswirkt.
Bei einem Polizeieinsatz in den USA wurde ein junger 25-jähriger schwarzer Mann namens Jayland Walker brutal hingerichtet. Die Polizei in Akron im Bundesstaat Ohio, veröffentliche mehrere Videos des Einsatzes am 27. Juni. In den Videos ist eine Verfolgungsjagd erst mit dem Auto und dann zu Fuß zu sehen.
Ein Verkehrsdelikt führt zu Verfolgungsjagd mit Schüssen
Die Beamten wollten Walker aufgrund eines Verkehrsdelikts anhalten. Der junge Mann flüchtete jedoch und soll dabei selbst einen Schuss abgegeben haben. Anfangs versuchten die Polizisten den jungen Mann mit einem Taser zu stoppen und wechselten dann erst auf normale Schusswaffen. Der Anwalt der Familie stellt diese Darstellung jedoch in Frage.
Stephen Mylett der Polizeichef erklärt, dass acht Polizisten „direkt involviert“ waren. Außerdem bestätigt er, dass Jayland Walker unbewaffnet war, als das Feuer auf ihn eröffnet wurde. Die Polizisten fanden seine Waffe später in seinem Wagen.
„Aus einer routinemäßigen Verkehrskontrolle, die wahrscheinlich mit einer Verwarnung oder einem Strafzettel enden würde, wurde eine Verfolgungsjagd“, so Mylett.
60 Schusswunden am Körper des getöteten Jayland Walker
Laut Polizeiangaben erlitt der Körper von Jayland Walker 60 Schusswunden. Ob diese auch von 60 Kugeln stammen sei unklar, da es sich um Ein- und Austrittswunden von Kugeln handeln könnte. Die hohe Zahl bleibt nichtsdestotrotz erschreckend. Sie zeigt erneut die extreme Brutalität mit der die Polizei in den USA agiert.
Was sind die Gründe für solche Taten?
Häufig erreichen uns solche Nachrichten aus dem Land, in dem alles möglich ist. Ist doch die USA Vorbild für alle Menschen auf der Welt. Ein Vorreiter in Sachen Freiheit und Demokratie. Wieso gehen Polizisten dann besonders häufig extrem brutal mit den Minderheiten um, wie vor 2 Jahren geschehen mit George Flyod?
Liegt es vielleicht daran, dass die Grundausbildung zum Polizisten in den USA im Durchschnitt nur 6 Monate dauert? Zum Vergleich dauert die Ausbildung zum Polizisten in Deutschland in der Regel 30 Monate. Diese kurze Zeit reicht anscheinend nicht aus, um den Polizisten zu erklären, wie eine Situation deeskalierend gelöst werden kann. Dass sie die eigene Machtposition nicht ausnutzen dürfen, scheint auch kein Bestandteil der Ausbildung zu sein.
Es könnte aber auch daran liegen, dass es in den USA ein tiefsitzendes Rassismus-Problem gibt. Besonders die schwarze Minderheit bekommt dies oft zu spüren.
Hinzu kommt, dass das lockere Waffengesetz sicherlich dazu führte, dass Jayland Walker eine Waffe bei sich tragen konnte. Diesen Umstand werden die Polizisten mit Sicherheit nutzen, um ihre Tat rechtzufertigen. Das die Waffe im Auto blieb, wird nichts daran ändern können, dass eine „potentielle Gefahr“ von ihm ausging.
Was auch der Grund genau sein mag, das Kartenhaus, dass die USA das beste Land der Welt sei und jeder Mensch die gleichen Chancen und Rechte genießt und die USA somit ein Vorbild für den Rest der Länder darstellt, fällt immer mehr in sich zusammen.
Das Kopftuch bzw. der Hidschab ist eine Kopfbedeckung speziell von muslimischen Frauen. Das Gebot des Kopftuches entnimmt man dem Koran. Dort heißt es:
Und sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn…
(Heiliger Koran 24:31)
Ein weiterer Vers geht auf das Kopftuch ein:
„O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Das bewirkt eher, dass sie erkannt werden und dass sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig.“
(Heiliger Koran 33:59)
Der Koran sagt in aller Deutlichkeit, dass die Frauen ihre Scham bewahren und ihren Schmuck nicht offen präsentieren sollen. Die muslimische Frau soll als diese erkannt und vor falschen Blicken und Belästigungen geschützt werden. Das Kopftuch ist somit, laut des Korans, kein Zeichen der Unterdrückung, sondern ein Symbol des Schutzes. Im Islam ist die Frau ein zärtliches Wesen mit göttlicher Schönheit und diese Schönheit soll nur denjenigen präsentiert werden, die sie zu schätzen und zu Ehren wissen, wie z. B. dem Ehemann oder den Familienangehörigen.
Wichtig zu betonen ist, dass im Koran Männer und Frauen gleichwertig sind. Gleichwertig, aber nicht Gleich! Beide, Mann wie Frau, sind angehalten ihre Scham zu bewahren (siehe 24:30).
Spricht der Koran alle muslimischen Frauen an?
Wenn man sich den Vers anschaut, so stellt man fest, dass der Koran die gläubigen Frauen anspricht. Gilt somit das Kopftuchverbot nicht für alle Frauen? Doch es gilt für alle Frauen, aber hier werden nochmal diejenigen aufgewertet, die es tragen. Eine Frau kann eine Muslima sein, auch wenn sie kein Kopftuch trägt. Somit ist das Kopftuch gemäß des zitierten Verses ein unter anderem ein Erkennungsmerkmal für die Frömmigkeit einer gläubigen Frau.
Das Kopftuch ein Erkennungsmerkmal?
Im Koran heißt es:
O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Das bewirkt eher, dass sie erkannt werden und dass sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig
(Heiliger Koran 33:59)
Warum soll nur die Muslima so deutlich erkannt werden? Spielt es überhaupt eine Rolle? Ja, denn das Kopftuch ist nicht ausschließlich für die Frau gedacht. Es ist vordergründig auch für die Gesellschaft. Im Westen hat sich die Kultur der Nacktheit so etabliert, dass die heutige kopftuchtragende Frau jeden Tag durch das heraustreten aus der Tür in einen Kampf tritt.
Die natürliche, schöne und gesunde Anziehungskraft zwischen Mann und Frau soll in einem gesunden, kleinen und intimen Rahmen ausgelegt werden. Wenn eine Frau ihre Schönheit bzw. ihre körperlichen Reize frei nach außen trägt, so hat es nicht nur einen Schaden für sie, sondern auch für ihr Umfeld. Die Ehe ist eine heilige Institution und gehört zur Vervollständigung des Glaubens. Doch diese heilige Ehe muss auch nach deren Schließung weiterhin geschützt werden. So ist der Hijab des Mannes, wie auch der der Frau die Basis dafür das Konstrukt einer glückseligen Familie zu erhalten und zu Pflegen. Mit erhobenem Haupt tritt die Muslima in die Gesellschaft und kann als Mensch wahrgenommen und behandelt werden. Unabhängig jeglicher Beurteilungen oder Verurteilungen hinsichtlich ihres Aussehens oder ihrer Attraktivität.
Verurteilung des Kopftuches?
In einer pluralistischen Gesellschaft könnte man denken, dass das Kopftuch kein Hindernis darstellt, bzw. keine Nachteile mit sich zieht. Doch wie sieht die Realität aus? Die Realität sieht so aus, dass man es als Frau mit Kopftuch deutlich schwerer hat wie zum Beispiel als Lehrerin zu arbeiten. In aller Eile beschloss nämlich der Bundesrat ein neues Gesetz, welches erlaubt dass das Tragen religiöser Merkmal im öffentlichen Dienst eingeschränkt oder untersagt werden darf. Hierzu ist es möglich, wenn die Kleidungsstücke oder der Körperschmuck „objektiv geeignet sind, das Vertrauen in die neutrale Amtsführung der Beamtin oder des Beamten zu beeinträchtigen”.(§ 61 Abs. 2 BBG).
Mittlerweile arbeiten viele Muslimas in Deutschland als Lehrerinnen. Die Angst dieser, demnächst aufgrund eines neuen Gesetzes gar nicht mehr lehren zu können, ist gestiegen. Unzählige versuchten mit Petitionen, Aufrufen im Internet oder Briefen an die jeweiligen Landesabgeordneten ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen.
Auch dieses Mal nahm man die Stimme nicht ernst. Ist das nicht die wahre Unterdrückung der muslimischen Frau?
Neutralität? Fehlanzeige
Stattdessen schenkt man der anderen Seite Gehör: Dank solcher Leute wie Ahmad Mansour, haben wir sogenannte „Liberale Muslime“, die sich in den Mainstream Medien wie Tagesspiegel sogar für das Kopftuchverbot aussprechen. Darin schreibt er Folgendes:
„Das Kopftuch ist verbunden mit der Vorstellung eines strafenden, patriarchalen Gottes. Das aus religiösen Gründen getragene Kopftuch ist nicht irgendein Stück Stoff. Dieses Kopftuch ist kein Kleidungsstück, das man heute anlegt und morgen wieder ablegt. Das Tragen basiert auf einer fixierten Vorstellung vom Körper der Frau und vom Begehren des Mannes.
Mansour und seine nichtislamische Position zeigt uns wieder einmal deutlich, wie die Lobby der liberalen Muslime gegen den Islam agiert.
Nichtsdestotrotz, die neue Reform ist eindeutig nicht im Einklang mit dem deutschen Grundgesetz!
Im Artikel 4 des Deutschen Grundgesetzes heißt es: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“
Wie soll eine Muslima, ihre Religion frei ausüben, wenn sie für ihren Beruf ihren Hijab ablegen muss? Angeblich wäre das neue Gesetz nicht speziell gegen Muslimas ausgerichtet, aber genau das ist es! Denn niemand wird so benachteiligt, so sehr eingeschränkt und ausgeschlossen wie die hidschabtragende Frau im Westen. Das Grundgesetz wird sichtlich missachtet und fehlinterpretiert, zum Leid dieser Minderheit. Woher stasmm der Rassismus gegenüber Muslimen? Die deutsche Gesellschaft muss wachgerüttelt werden und sich um die Belange der deutschen Muslime kümmern.
Nur so kann künftig ein friedliches Zusammenleben gelingen.
Kopftuchverbot!? Nein, danke!
Seit fast zwei Jahrzehnten diskutieren und streiten verschiedene Institutionen über ein Kopftuchverbot, insbesondere im öffentlichen Dienst und in seinen Ausbildungseinrichtungen. Eine Symbolfigur in diesem Kopftuchstreit ist Fereshta Ludin. Fereshta stammt aus Afghanistan, sie studierte in Deutschland Englisch, Deutsch und Gemeinschaftskunde auf Lehramt. Das Referendariat beendete sie zwar mit der Note 1,3, aber eine Einstellung im Schuldienst des Landes Baden-Württemberg wurde ihr durch die Behörden und Gerichte verweigert, weil sie beim Unterricht nicht auf das Tragen eines Kopftuches verzichten wollte. Sie ist leider nicht die einzige Frau mit Kopftuch, die der Zugang zum Arbeitsmarkt verweigert wurde.
Vielfalt?
In einer Feldstudie bewarben sich mit identischen Bildern Sandra Bauer und Meryem Öztürk mit Kopftuch auf identische Stellenanzeigen mit identischen Bewerbungen.
Während auf die Bewerbungen von Sandra Bauer in 18,8 Prozent der Fällen eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erfolgte, erhielten Bewerbungen mit dem Namen Meryem Öztürk nur 13,5 Prozent eine positive Rückmeldung. Wenn sie zusätzlich noch ein Kopftuch auf dem Bewerbungsfoto trug, sank die Rate auf 4,2 Prozent. Das sind mehr als vier Bewerbungen mehr, die Meryem Öztürk schreiben muss, um zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.
Diese Studie zeigt, dass die gesellschaftliche Vielfalt, die Deutschland durchaus bietet, noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen ist. Eine Gesellschaft, in der jeder bzw. jede Vierte einen Migrationshintergrund besitzt. Hier sollte gerade der öffentliche Dienst Vorbild sein und die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt widerspiegeln.
Zudem ist es wichtig, dass die öffentlichen Einrichtungen mehr vernünftiges Wissen über den Islam und die Muslime vermittelt. Denn laut einer Umfrage gaben 62 Prozent der nicht muslimischen Befragten an, keine Muslime in ihrem privaten Bekanntenkreis zu haben.
Wissensvermittlung anstatt Ausgrenzung sollte das Mittel für Integration sein. Eine Integration, die jedem einzelnen Menschen die Freiheit gewährt anzuziehen was er will, ohne dadurch benachteiligt zu werden. Nicht das Kleidungsstück auf dem Kopf ist eine Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und deren Werte, sondern das, was im Kopf ist.
Die Kopftuchdebatte
Wofür das Kopftuch steht ist Thema vieler Debatten und kaum eine Debatte diskutiert man in Deutschland so emotional wie die um das Kopftuch für Muslimas. Die einen sehen es als politisches Symbol, die anderen als Ausdruck der Selbstständigkeit. Die einen sehen es als Symbol der Unterdrückung, die anderen als Symbol der Würde. Das Wichtigste in dieser Debatte jedoch fehlt nämlich die Stimme der kopftuchtragenden Frau. Es wird jedoch nur auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen, ohne dass sie sich je dazu äußern darf.
Wenn über dieses Thema diskutiert wird, dann sollte es mit Menschen geschehen, die das Kopftuch selber tragen und für sich selbst einstehen können. Auch Experten sollten in dieser Debatte zu Wort kommen dürfen, aber eben auch nur richtige Experten, die auch von muslimischer Seite als solche akzeptiert werden. Und nicht irgendwelche Experten die aufgrund ihrer Lebenserfahrungen und Lebensumstände zu Islamexperten wurden. Nur eine sachliche Diskussion führt dazu, dass sich Muslimas wertgeschätzt und Ernst genommen fühlen. Und das ist der Wunsch von uns allen.
EUGH-Urteil schließt Türen
Jedes Jahr am 8. März wird der internationale Weltfrauentag ausgerufen aber nach wie vor sind Frauen auf der ganzen Welt in allen möglichen Bereichen benachteiligt. Allein in Deutschland erhält eine Frau im Durchschnitt bei derselben Tätigkeit weniger Gehalt als ein Mann. Was ist das für ein Frauentag an dem die westliche Frau das Frauensein bejubelt und dennoch unterdrückt ist? Seien es gewisse Lebensverhältnisse, denen Frauen ausgesetzt sind, die Verweigerung der Beteiligung von Frauen an politischen Entscheidungsprozessen bzw. ihre Unterrepräsentierung bei diesen oder, dass ihnen der Zugang zur Bildung verwehrt bleibt. Doch etwas, was all diese Probleme umfasst, ist die Fremdbestimmung, denen die Frauen mehrheitlich in welcher Form auch immer, noch immer ausgesetzt sind. Was unterscheidet jene, die den Frauen die Türen verschließen, weil sie ein Kopftuch tragen von jenen, die es den Frauen aufzwingen?
Wir leben in einem Land, welches immer in hohen Tönen von Freiheiten spricht, doch wie verhält es sich mit dem neuen Gutachten des EuGH, welches einer Gruppe von Menschen wesentliche Rechte abspricht und in dem Fall wieder einmal die muslimischen Frauen mit einem Kopftuch diskriminiert und marginalisiert?
Tür auf anstatt Tür zu!
Frauen mussten und müssen in vielen Lebensbereichen bis heute immernoch massive Einschränkungen und Gebote hinnehmen, die nicht nur dem hierarchischen Geschlechterverhältnis, sondern auch und in erster Linie gewissen Gesetzen geschuldet sind. Der nächste Fakt, der zudem dabei missachtet wird, ist, dass Frauenrechte gleichzeitig Menschenrechte sind und das mit jeder Missachtung der Rechte der Frau gleichzeitig auch die Rechte eines Jeden missachtet werden.
Wenn man Frauen die Türen verschließt, so verschließt man in Wahrheit der gesamten Welt die Türen und hindert die Menschheit daran Fortschritte zu machen, da die Frau Teilhaber am Entwicklungsprozess einer Gesellschaft oder ihrer Rückständigkeit ist, sei es als Mutter, Schwester, Tochter, Ehefrau und um das Wichtigste nicht zu vergessen, als Mensch. Demnach sollten wir ein Bewusstsein dafür wachrufen, dass wir, wenn wir uns für die Rechte anderer einsetzen, sofern diese nicht gegen das Menschenwohl sprechen, wir uns für unsere eigenen Rechte einsetzen, denn Rechte, die einigen Gruppen von Menschen auf der einen Seite der Welt genommen werden, sorgen für ein Ungleichgewicht auf der anderen Seite der Welt.
Systematische Diskriminierung
Es scheint so, dass die kopftuchtragende Muslima es nicht nur auf dem Arbeitsmarkt schwer hat, sondern auch bei der Wohnungssuche. Ein Beispiel dazu liefert die Wohnungsbaugesellschaft Brebau GmbH.
Sieht man sich die Homepage der Bremer Wohnungsbaugesellschaft Brebau GmbH an, so stellt man fest, dass diese mit einem Logo wirbt mit dem Motto „Raum zum Leben“. Weiterhin findet man Sätze wie „Raum für Entfaltung“ oder „Wohnen heißt Vertrauen“. Doch was ist, wenn dieser Raum nur einer gewissen Bevölkerungsgruppe gilt, es gar zu einem Privileg wird? Was ist, wenn dabei eine systematische Diskriminierung stattfindet, welche einigen Menschen ein Recht zuspricht und wiederum dabei anderen dieses Recht aufgrund ihrer äußeren Erscheinung, welche nicht ins Bild zu passen scheint, nimmt?
Genau dies ist bei der oben genannten Wohnungsbaugesellschaft geschehen. Sie haben offenbar Wohnungen nach rassistischen Merkmalen vergeben. Bei der Auswahl gab es scheinbar ganz bestimmte Kriterien, die man erfüllen musste, um eine Wohnung zu erhalten. Es wurden bei den Besichtigungen Formulare der Herumführenden ausgefüllt, um so kategorisieren zu können wem man die Wohnung gibt um wem nicht. „KT“ stand für das Kopftuch, „E40“ für People of Colour.
Diskriminierung immer noch Teil der Gesellschaft
Das ARD-Magazin Panorama und Radio Bremen führten einen Test durch und baten vier deutsche Männer darum, sich über die Wohnungsbaugesellschaft für Mietwohnungen zu bewerben. Zwei der Bewerber hatten einen arabischen bzw. afrikanischen Namen. Wohnungsangebote bekamen jedoch nur die Bewerber mit deutschen Namen. Die Brebau GmbH kündigte ein Sofortprogramm an und wolle bei zunehmenden Vorwürfen arbeitsrechtliche Maßnahmen ergreifen. Es ist in der Tat nichts neues, dass Menschen mit einem Migrationshintergrund oftmals auf Ablehnung und Benachteiligung bei der Wohnungssuche stoßen. /
Im Jahr 2020 gingen mehr als 2000 Fälle über die Antidiskriminierungsstelle von Menschen ein, welche sich wegen ihrer ethnischen Herkunft in verschiedenen Lebensbereichen diskriminiert fühlten. Dies sind nur die gemeldeten Fälle, von einer hohen Dunkelziffer ist auszugehen. Es ist nicht weit hergeholt, wenn man sagt, dass dieses Gedankengut an eine Zeit erinnert, die uns eigentlich in Erinnerung bleiben sollte, um es anders zu machen.
Quelle: Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle 2020
Zahl der Muslime steigt
Die deutsche Gesellschaft und insbesondere die deutsche Politik muss akzeptieren, dass es sich bei Muslimen nicht mehr nur noch um Einwanderer handelt, die irgendwann wieder zurück in ihre Heimatländer gehen. Vielmehr sind die Muslime ein Teil der deutschen Gesellschaft. Nach der vorgestellten Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime deutlich gewachsen. Demnach lebten imJahr 2021 mehr als 5 Millionen
Muslime in Deutschland. Das macht einen Bevölkerungsanteil von etwa 6,6 Prozent. Damit wäre die Zahl der Muslime seit 2015 um etwa 1 Million gestiegen. Bei Durchsicht der Zahlen fällt auf, dass etwa die Hälfte davon deutsche Staatsbürger sind. Wie lange wollen die Islamkritiker noch behaupten, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört? Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass sich 82 Prozent der Muslime in Deutschland lautder Studie für stark oder eher religiös halten. Jedoch nur 39 Prozent gaben an, täglich zu beten. 30 Prozent der muslimischen Frauen und Mädchen gaben an, ein Kopftuch zu tragen. Bei den älteren Frauen im Alter von über 65 Jahren war der Anteil Kopftuch tragender noch immer die Mehrheit.
Quelle: MLD 2020
Integration und Religion
„Die muslimische Bevölkerungsgruppe ist im Zusammenhang mit der Zuwanderung aus muslimisch geprägten Ländern im Nahen und Mittleren Osten in den letzten Jahren vielfältiger geworden“, sagte BAMF-Präsident Hans-Eckhard Sommer. Nach wie vor bilden dabei die aus der Türkei stammenden Muslime die größte Herkunftsgruppe, stellen allerdings mit 45 Prozent nicht mehr die absolute Mehrheit dar.
Die Zahl der Muslime aus den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens hat in den vergangenen sechs Jahren überdurchschnittlich zugenommen, sodass inzwischen 1,5 Millionen Menschen aus arabischen Ländern in der Bundesrepublik leben. Die Analysen zeigen zudem, dass der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird“, sagte Sommer. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaße als die Religionszugehörigkeit. Die Zugehörigkeit zu einem deutschen Verein, das Erlernen der Sprache – all das fördere Integration und damit auch soziale Chancen. Auch die Zahl der Muslime mit Berufsausbildung ist in der zweiten Generation deutlich gestiegen.
Miteinander, nicht übereinander!
Kommunikation ist das heutige Problem der Gesellschaft. Wir Menschen reden nicht miteinander, sondern übereinander. Viel schlimmer ist, dass andere Menschen über andere bestimmen wollen, was gut und richtig ist und was falsch für sie ist. Ein anderes Leben zu führen als das ihrige und andere Wege zu gehen akzeptiert und respektiert man nicht. Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, die Menschen nicht nach dem äußeren Erscheinungsbild zu bewerten, sondern nach den inneren Werten. Wollen wir die Gesellschaft ändern müssen wir in erster Linie bei uns selbst anfangen und bereit sein Dialoge zu führen. Denn erst durch den Dialog stellen wir fest, dass wir Menschen sind mit ähnlichen Ängsten, Bedürfnissen und Sorgen.
Am 11.12.2021 bemerkten Besucher des Friedhofs von Mülhausen (Frankreich), wie dutzende Gräber von Muslimen geschändet waren. So fanden sie verschobene Ornamente, umgestürzte Blumentöpfe und abgerissene Pflanzen vor.
Die Polizei leitete Ermittlungen zur Aufklärung der Friedhofsschändung ein. Laut der Polizei müsse man das Ausmaß des Schadens noch begutachten.
Der französische Islamrat (CFCM) bezeichnete die Tat als „feige und abscheulich“. Zusätzlich forderte er die Behörden auf, alles dafür zu tun, damit die Täter dieser abscheulichen Tat gefunden werden. Zudem bekundeten sie auch ihre Solidarität mit den Angehörigen. Der ehemalige Bürgermeister Jean Rottner zeigte sich betroffen. Ihm sei auch wichtig, dass „schnell Licht hinter die Tat“ gebracht wird. Die derzeitige Bürgermeisterin von Mülhausen Michele Lutz verurteilte die Tat aufs schärfste. Sie bekundete ihre Solidarität und besuchte unmittelbar nach dem Geschehen den Friedhof. Weiter werde sie auch laut Medienberichten wegen Vandalismus Anzeige erstatten.
In der Mitteilung der DITIB hieß es: „Wie jedes Lebewesen ein Recht auf Leben hat, verdienen auch die Friedhöfe, auf denen wir uns von unseren Lieben verabschieden, zweifellos unseren Respekt. Gleichwohl es bedauerlich ist, dass der Vandalismus so weit geht, sollte man wissen, dass solche Bewegungen nicht Frankreich repräsentieren, und lässt uns für die Zukunft hoffen“.
Die letzte Ruhe
In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Angriffe auf Moscheen oder auf Personen. Dass es jedoch soweit kommen muss, dass Menschen nicht einmal mehr nach ihrem Tod in Frieden ruhen dürfen, hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Friedhöfe sind Orte der Besinnung und Andacht, der Ruhe und des Heraustretens aus der Geschäftigkeit dieser Welt für einen kurzen Moment. Sie sind Orte der Erinnerung und des Gedächtnisses der Geschichte. So sollte dieser Ort auch ein Ort bleiben, der uns an die Endlichkeit des Daseins erinnert und uns aus unserer Selbstbezogenheit heraustreten lässt, um den Horizont der Ewigkeit zu erblicken. Frankreich und jedes Land dieser Welt sollten seine Gräber demnach zu schützen wissen, damit nicht das letzte Gut verloren geht, was den Menschen zurück zum Kern seines Wesens führt.
Jeder Staat ist dazu verpflichtet die Fehler, Versäumnisse und Probleme zu beseitigen, die dazu beitragen, dass solche Anschläge geschehen. Dazu gehört auch, die Reflektierung der medialen Berichterstattung und über das Verhalten und Gedankengut einiger Politiker. Das ist das Mindeste, was man den Opfern und Hinterbliebenen schuldet.
In den vergangenen Wochen hat es mehrfach islamfeindliche Angriffe auf Moscheen gegeben. So hat man zum einen versucht verschiedene Moscheen in Deutschland in Brand zu setzen und zum anderen hat ein unbekannter Mann vergangenen Sonntag ein Schweinekopf an das Tor einer Moschee in Dortmund gehangen. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen Beleidigung und Störung des öffentlichen Friedens. Der Vorstand der Selimiye Moschee, an dessen Tor der Schweinekopf hing, äußerste sich wie folgt zu dieser Schandtat: „Diese abscheuliche und widerliche Tat verurteilen wir als Vorstand auf das Schärfste. Wir dürfen als Bürgerinnen und Bürger in Eving bzw. Dortmund nicht zulassen, dass Rassismus, Islamfeindlichkeit und Rechtsextremismus unser friedliches Zusammenleben beeinträchtigen“. Das Grässliche an der ganzen Sache ist, dass der Mann sich nach diesem widerlichen Akt damit rühmte und Selfies mit dem Schweinekopf machte. Die Überwachungskameras konnten ihn aber nicht identifizieren, da es noch sehr dunkel war.
Weiter setzte man auf dem Parkplatz einer Bochumer Moschee ein Fahrzeug in Brand. Ein weiteres Fahrzeug wurde ebenfalls in unmittelbarer Nähe in Brand gesetzt. Die Brände konnten noch rechtzeitig gelöscht werden, sodass lediglich die Fahrzeuge erheblich beschädigt worden sind. Auch hier ermittelt die Polizei aufgrund möglicher politischer Hintergründe.
Die Gefahr erkennen
Seien es Drohbriefe, Brände, Schmierereien oder sonstige islamfeindliche Angriffe, Muslime bzw. Moscheen sind immer wieder Ziel solcher Schandtaten. Im vergangenen Jahr registrierte man 1026 islamfeindliche Straftaten, davon 103 auf Moscheen. Doch bisweilen wurden seitens der Sicherheitsbehörden keine nötigen Maßnahmen ergriffen. Politiker und Sicherheitsbehörden müssen die Gefahr der Angriffe auf Moscheen ernster nehmen und nötige Sicherheitsvorkehrungen in die Wege leiten, denn es kommt vermehrt zu Angriffen auf Moscheen. Seien es regelmäßige Polizeistreifen an Freitagen, bei Großveranstaltungen oder die finanzielle Förderung, um Sicherheitsmaßnahmen einleiten zu können. Es ist Zeit die jahrelangen Versprechen umzusetzen, aus der Theorie in die Praxis. Denn, wenn keine härteren Konsequenzen folgen, dann gibt es weiterhin Menschen, die sich immer wieder zu solchen Taten motivieren.
Vergangenen Freitag wurde ein 32-Jähriger Mann in Lichtenberg in Anwesenheit seines Kindes Opfer einer rassistischen Attacke. Adegbayi, der ursprünglich aus Nigeria stammt und mittlerweile seit über 7 Jahren in Deutschland lebt, ist schon oft Opfer von Rassismus geworden. Jedoch geschah dies, wie er selbst sagte, das erste Mal in Anwesenheit seines Kindes. Er entschied sich, dieses Mal das ganze Geschehen mit seinem Handy aufzunehmen. Er nahm es deshalb auf, weil ihm oftmals nicht glaubt bzw. den erlebten Rassismus kleinredet und nicht Ernst nimmt. Zum Video, welches er veröffentlichte, schrieb er noch folgendes: „Das habe ich heute in Lichtenberg erlebt, Polizei Berlin wäre eine Anzeige hier möglich oder bringt nichts.“
Am Abend reagierte dann auch die Berliner Polizei. In einem Tweet heißt es: „Zurzeit verbreitet sich ein Video in den sozialen Medien, das eine Frau zeigt, die in Berlin eine Person massiv fremdenfeindlich beleidigt. Wir haben das Video kurz nach der Veröffentlichung unserem Staatsschutz beim LKA übermittelt“, twitterte die Pressestelle.
Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken schrieb: „Oh Mann, ich schäme mich sehr für diese widerliche, hasserfüllte Person. Sei versichert und zeige ihr mit Deiner Anzeige, dass Du zu uns gehörst, dass sie kein Recht hat, so mit Dir zu reden, dass Du die Mehrheit der Menschen in Deutschland an Deiner Seite hast.“ Die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur kommentierte: „Es tut mir so unendlich leid, dass Du so etwas Widerliches erleben musstest.“
Es brauch mehr als Worte
Beschimpfungen wie, „Was machst du in meinem Land du Affe“, „Du Krüppel“, „Du Kanake“, „Verpiss dich hier“, musste sich Adegbayi unter Anderem anhören. Viele Menschen werden hierzulande Opfer von Alltagsdiskriminierung. Doch fehlt den Betroffenen bisweilen immer noch der nötige Schutz, weil es keine wirklich konsequente Rechtsdurchsetzung gibt. Auch fehlt ihnen oftmals die nötige Kraft, alleine gegen diese Ungerechtigkeiten vorzugehen. Gegen Rassismus und Hass kann nicht gänzlich vorgegangen werden, wenn die Diskriminierung im Alltag nicht gestoppt wird.
Deutschland muss sich diesem Problem bewusst werden und dagegen vorgehen. Der Hass , der von einigen Menschen ausgeht, führt nämlich zu noch mehr Spaltungen innerhalb der Gesellschaft. Um Rassismus in allen Bereichen zu erkennen, muss man ihn benennen, um dann dagegen vorgehen zu können. Zum Kampf gegen Rassismus gehört auch, dass zunehmend gegen Ignoranz vorgegangen wird, weil Rassismus oft durch Vorurteile und Unwissenheit entsteht. Wenn der Wert der Vielfalt mehr und mehr einen Platz in der Gesellschaft erhält, dann könnte auch dadurch ein besserer Dialog zwischen den Menschen stattfinden und dazu beitragen die Schönheit der Vielfalt zu erkennen, statt der Bedrohung.
Wir verwenden Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wir tun dies, um das Surferlebnis zu verbessern und (nicht) personalisierte Anzeigen anzuzeigen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie nicht zustimmen oder Ihre Zustimmung widerrufen, kann dies bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigen.
Functional
Immer aktiv
The technical storage or access is strictly necessary for the legitimate purpose of enabling the use of a specific service explicitly requested by the subscriber or user, or for the sole purpose of carrying out the transmission of a communication over an electronic communications network.
Preferences
The technical storage or access is necessary for the legitimate purpose of storing preferences that are not requested by the subscriber or user.
Statistics
The technical storage or access that is used exclusively for statistical purposes.The technical storage or access that is used exclusively for anonymous statistical purposes. Without a subpoena, voluntary compliance on the part of your Internet Service Provider, or additional records from a third party, information stored or retrieved for this purpose alone cannot usually be used to identify you.
Marketing
The technical storage or access is required to create user profiles to send advertising, or to track the user on a website or across several websites for similar marketing purposes.