Erweiterung des Bundeskanzleramtes für 777 Millionen Euro trotz Energiekrise

Trotz der aktuellen Energiekrise, möchte die aktuelle Regierung, die Erweiterung des Bundeskanzleramtes, für 777 Millionen Euro, umsetzen.

Energiekrise macht vielen Deutschen wirtschaftlich zu schaffen

Die aktuelle wirtschaftliche Lage verschlimmert sich von Tag zu Tag für viele Deutsche. Der bevorstehende Winter und die steigenden Energiekosten bereiten viele Menschen und Firmen jetzt schon große Sorgen. Viele Firmen fürchten die Insolvenz und Privathaushalte wissen nicht wie sie die nächsten Gas- und Stromrechnungen bezahlen sollen. In dieser heiklen Zeit möchte die aktuelle Regierung unter Scholz das Bundeskanzleramt für 777 Millionen Euro erweitern.

Die Pläne für den Umbau stammen noch von der Regierungszeit Merkels. Das Kanzleramt sei zu klein und die Beschäftigten müsste man sonst, ohne Erweiterung, auf mehrere Standorte verteilen. Aus aktuell 25.000 Quadratmetern sollen dann 50.000 Quadratmeter werden.

Scholz möchte trotz aktueller Lage das Projekt weiterführen

Olaf Scholz verteidigt die Umbaupläne. In einem ZDF Interview sagte er:

 „Ich glaube, dass so eine lange vorbereitete Planung, die jetzt sehr weit fortgeschritten ist, auch zu Ende geführt werden muss. (…) Es ist ein freundliches Gebäude, ein Ort, zu dem die Bürger auch gerne mal hinkommen um zu sehen, wie hier gearbeitet wird.“ 

Für die Erweiterung ist unter anderem eine Kindertagesstätte, ein Hubschrauberlandeplatz und eine zweite Kanzlerwohnung mit 250 Quadratmetern geplant. Der Umbau soll erst 2028 fertiggestellt werden. Dies bedeutet, dass die aktuelle Regierung womöglich die neuen Räumlichkeiten gar nicht mehr nutzen werden kann.

Erweiterung des Bundeskanzleramtes sollte ursprünglich 600 Millionen Euro kosten

Ursprünglich waren 600 Millionen Euro für dieses Großprojekt vorgesehen. Aber die Erfahrung zeigt, wie bei dem Berliner Flughafen und der Elbphilharmonie in Hamburg, dass sehr schnell viele weitere Kosten hinzukommen können. Es bleibt also fraglich, ob es bei den aktuell zusätzlich benötigten 177 Millionen Euro bleiben wird.

Indes fordert der CDU-Vizevorsitzende Carsten Linnemann den geplanten Erweiterungsbau zu stoppen. Die wirtschaftliche Situation ist eine ganz andere als zu der Regierungszeit von Merkel und dementsprechend müsse man auch Entscheidungen, die damals getroffen wurden, überdenken. Er sieht die Politik in der Pflicht ein Vorbild in Sachen Gesellschaftszusammenhalt zu sein. Gerade in den kommenden Monaten und Jahren, die sehr schwer werden, sagte er:

„Da muss die Gesellschaft zusammenhalten. Und da muss die Politik Vorbild sein. Dazu zählt, so einen Mega-Anbau für 777 Millionen Euro zu stoppen. Wir können uns das nicht mehr leisten.“

Mit einem hat er auf jeden Fall recht, vieles was wir uns erlauben, sei es politisch, gesellschaftlich oder wirtschaftlich können wir uns schon lange nicht mehr leisten.

Bundeskanzleramtes
So soll die Erweiterung des Bundeskanzleramtes aussehen.  
Quelle: Axel Schultes Charlotte Frank

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