Israels Angriff auf den Iran – Völkerrechtliche Bruchlinien
In der Nacht auf Freitag hat Israel eine weitreichende militärische Aktion gegen Ziele im Iran gestartet. Dabei wurden nicht nur militärische Ziele angegriffen und auch nachvollziehbare Gründe fehlen für den Angriff. Bereits aus den offiziellen Reaktionen und der Berichterstattung ergeben sich erhebliche völkerrechtliche Bedenken:
1. Angriff auf zivile Atomanlagen (Art. 56 HK I) Laut Haager Landkriegsordnung sind „Zivile Anlagen, die für das Überleben der Zivilbevölkerung notwendig sind (z. B. Wasser, Strom, Nahrungsmittelversorgung, Gesundheitsversorgung oder Atomenergieanlagen)“ geschützt. Israel bombardierte Nuklear- und Forschungsanlagen – auch Fordow und Natanz – was als Bruch des Schutzes gilt.
2. Präventivschlag ohne immanente Selbstverteidigung Bis heute ist unklar, wann der Iran tatsächlich Israel direkt angegriffen hätte, ohne dass Israel zuvor den Iran oder seine Souveränität attackierte. Ohne akute Bedrohung wäre ein Angriff völkerrechtswidrig.
3. Iran strebt laut IAEA offenbar keine Bombe an Iran weist zwar laut dem letzten IAEA-Bericht Mängel bei der Einhaltung der Richtlinien auf. Dies hatten sie jedoch angekündigt. Ebenfalls schreibt die IAEA in ihren Bericht, dass es keinen Beleg für heimliches Atomwaffenstreben des Irans gibt.
4. Angriff auf zivile Infrastruktur und Nicht-Militärs Bei den Angriffen Israels auf Teheran gab es Tote unter Zivilisten und Wissenschaftlern, die nichts mit dem Militär zu tun hatten. Beim gestrigen Angriff auf die nationale Medienanstalt des Irans meldet die iranische Regierung drei getötete Mitarbeiter. Dass Journalisten Ziel von israelischen Angriffen sind, ist nichts Neues. In Gaza tötete Israel gezielt bisher über 200 Journalisten seit Beginn der israelischen Offensive in Gaza.
Israel beruft sich bei seinem Vorgehen immer wieder auf Selbstverteidigung, wirft sich selbst dauerhaft in die Opferrolle. Die G7-Staaten stehen Israel bei seiner Argumentation und bei seinem Vorgehen bei. Statements von G7 und pressewirksame Appelle der westlichen Medien zielen darauf ab, den Angriff als notwendig zu legitimieren, ohne auch nur eine milde Kritik an das sich immer wiederholende verstoßen gegen internationales Völkerrecht anzuschließen.
Gazastreifen – Völkermord in Zeitlupe geht weiter
Während die Weltöffentlichkeit auf den Iran blickt, setzt Israel im Gazastreifen unvermindert sein brutales Vorgehen fort. Die Lage ist verheerend. Weiterhin werden Palästinenser gezielt bei den Hilfsverteilungen getötet. Gestern wurden mindestens 30 Zivilisten von israelischen Soldaten erschossen, als sie versuchten, Lebensmittel zu erhalten.
Dabei haben die Palästinenser keine Wahl. Sie werden systematisch ausgehungert. Die Hilfslieferungen bleiben blockiert und medizinische Versorgung fehlt. Die Menschen stehen vor der Frage: verhungern oder totgeschossen werden um Nahrung zu bekommen.
Das Vorgehen im Gazastreifen entspricht klar international definierten Verbrechen: Die systematische Tötung Zivilisten wird mittlerweile von westlichen Politikern zwar stärker kritisiert, aber ohne tatsächliche Handlung gegen Israel können diese Worte nur noch belächelt werden. Der West hat kein Interesse an der Rettung palästinensischer Leben – dieses Zeichen sendet er.
Doppelmoral und Doppelstandard des Westens
Diese Doppelstandards offenbaren ein moralisches und rechtliches Vakuum:
Iran-Angriff – kein kritisches Wort. Israel bleibt unangreifbar.
Gazastreifen – Monate humanitäre Blockade, Erschießungen bei Nahrungsabgabe – kein Aufschrei, keine Sanktionen.
Internationale Reaktionen – leere Worte statt Forcierung von Recht und Konsequenzen.
Fazit
Während Israel für den Angriff auf Iran von westlichen Regierungen weitgehend unterstützt wird, wird gleichzeitig ein brutaler Krieg gegen die Palästinenser in Gaza fortgesetzt – mit null Konsequenzen. Diese selektive Empörung und Duldung eskalierender Gewalt spiegelt nicht nur Doppelmoral wider, sondern untergräbt das Fundament des Völkerrechts und verletzt die Glaubwürdigkeit internationaler Ordnung. Der Westen ist Mittäter.
In der Nacht zum Freitag, den 13. Juni hat Israel mit massiven Luftschlägen auf iranisches Territorium einen neuen, gefährlichen Abschnitt in der Eskalation mit der Islamischen Republik eingeläutet. Zahlreiche Explosionen erschütterten das gesamte Land, wie iranische Staatsmedien bestätigten. Israel rechtfertigte den Angriff mit der angeblichen Notwendigkeit, Irans Atomprogramm zu zerstören und sich gegen zukünftige Bedrohungen zu verteidigen.
Während des israelischen Angriffs wurden zahlreiche ranghohe Militärs sowie führende Wissenschaftler des iranischen Atomprogramms getötet. Bei dem israelischen Angriff auf die Hauptstadt und andere Städte starben nach aktuellem Kenntnisstand bis zu 70 Menschen, über 300 wurden verletzt.
Dieser Angriff wurde von Iran deutlich als offizielle Kriegserklärung gewertet.
Die Antwort Teherans ließ nicht lange auf sich warten: In der Nacht zum Samstag schlugen iranische ballistische Raketen in Tel Aviv ein. Ziel waren offenbar militärische und sicherheitspolitische Einrichtungen. Die zweite Welle iranischer Raketenangriffe markierte eine klare Eskalation – und gleichzeitig einen Wendepunkt: Der Iran und Israel führen nun einen offenen, militärischen Schlagabtausch auf direktem Wege, jenseits der bisherigen Stellvertreterkonflikte.
Kinder unter den Toten – Israel beansprucht Opferrolle
Obwohl Israel den ersten militärischen Schlag führte, positionierte sich Premierminister Benjamin Netanjahu öffentlich als Verteidiger im Angesicht iranischer „Aggression“. Der Schaden im Iran ist schwer: Bei den israelischen Angriffen starben zahlreiche Zivilisten, darunter Kinder. Trotzdem dominiert in der israelischen Regierung – und dem Großteil der westlichen Medien – weiterhin das Bild des angegriffenen Landes, das „nur auf Bedrohungen reagiert“.
Meldungen aus der vergangenen Nacht berichten von einem gegenseitigen Schlagabtausch.
Aufrufe zur „Zurückhaltung“ – Appell an wen?
Ein besonders deutliches Zeichen westlicher Doppelmoral ist das Statement von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie forderte beide Seiten zur „Zurückhaltung“ auf und rief dazu auf, von „Vergeltung“ abzusehen – währenddessen führte Israel weitere Angriffe durch. Eine eindeutige und scharfe Kritik an Israels Erstschlag, dem zivile Menschenleben und Wissenschaftler zum Opfer fielen, fehlt.
Widerspruch in der Wahrnehmung
Die westliche Politik gerät zunehmend in Erklärungsnot: Israel kann auf militärische Unterstützung zählen, obwohl es Kinder tötet und zivile Infrastruktur in Iran angreift. An einem direkten Krieg mit dem Iran wird sich wahrscheinlich vorerst niemand beteiligen – auch die USA halten sich derzeit zurück. Sie sagen Israel genauso wie Frankreich lediglich Unterstützung bei der Verteidigung zu. Gleichzeitig wird der Iran, der auf diese Angriffe reagiert, pauschal als Aggressoren dargestellt.
Fazit
Der offene Krieg zwischen Israel und Iran ist eine Eskalation mit potenziell globaler Tragweite. Die Ungleichbehandlung und selektive Empörung untergräbt das internationale Recht und gefährdet die Glaubwürdigkeit Europas im Nahen Osten nachhaltig.
Zu hoffen bleibt, dass der Krieg sich nicht auf die gesamte Region ausbreitet und dass es bei dem massiven Schlagabtausch der letzten Nacht bleibt.
Die Raketen sind aufgestellt, für den Angriff ist alles bereit – wer drückt den roten Knopf zuerst? Die Spannungen zwischen Israel, den Vereinigten Staaten und dem Iran spitzen sich erneut gefährlich zu. Im Zentrum steht Irans Atomprogramm, das seit Jahren Gegenstand internationaler Verhandlungen, Misstrauen und Drohgebärden ist. Seit Jahrzehnten predigen westliche politische Vertreter, der Iran sei nur wenige Monate, Wochen oder Tage vor der Fertigstellung einer Atombombe. In den vergangenen Tagen intensivierten sich die Warnungen und Ankündigungen beider Seiten, was die Sorge vor einer Eskalation in einen offenen militärischen Konflikt befeuert.
Israelische Angriffsvorbereitungen auf iranische Nuklearanlagen
Wie aus israelischen Quellen hervorgeht, steht die Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu offenbar kurz vor der finalen Entscheidung, iranische Nuklearanlagen anzugreifen. Nach Angaben einiger Nachrichtenagenturen ist die operative Planung nahezu abgeschlossen. Israel wartet nun auf grünes Licht aus Washington. Dabei stützt sich Netanjahu auch auf die Einschätzungen US-amerikanischer Militärs, die Präsident Donald Trump bereits konkrete Angriffsoptionen vorgelegt haben, so US-General Michael Kurilla.
Trump selbst gibt sich momentan vorsichtiger. Zwar bezeichnete er in einer Aussage Anfang des Jahres 2025 einen Militärschlag gegen den Iran als „absolut möglich“, sollte Teheran nicht aufhören, Uran anzureichern. Gleichzeitig betonte er jedoch nach aktuellem Stand, er strebe eine diplomatische Lösung an. Ziel sei ein neuer Deal, der den Iran von der Anreicherung waffenfähigen Urans abhält. Es ist eine bemerkenswerte Wende – denn ausgerechnet Trump hatte 2018 das ursprüngliche Atomabkommen (JCPOA) aufgekündigt, an das sich der Iran weitgehend gehalten hatte.
Iran warnt vor Vergeltung und hackt angeblich israelische Daten
Die iranische Führung reagierte prompt auf Israels Drohungen. Teheran kündigte an, im Falle eines Angriffs auf seine Atomanlagen sämtliche US-Militärstützpunkte in der Region sowie israelische Atomstandorte anzugreifen – auch die „versteckten“, wie aus Berichten hervorgeht. Dies sei möglich, da der Iran behauptet, sensible Informationen zum israelischen Atomprogramm durch einen Cyberangriff erlangt zu haben, was die Bedrohungslage weiter verschärft.
Die iranische Führung stellt klar, dass sie laut eigenen Aussagen keine Atomwaffen anstrebt und ihr Programm ausschließlich zivilen Zwecken diene. Ein Argument gegen die Behauptungen des Westens, dass das vom Westen deklarierte „tyrannische Mullah-Regime“ Atomwaffen anstrebe, um Länder wie Israel anzugreifen. Auf der anderen Seite des Verhandlungstisches sitzen Länder wie Israel, Frankreich, Großbritannien und die USA, die selbst Atomwaffen besitzen – Letztere setzten diese bereits in der Vergangenheit gegen zivile Ziele ein (Hiroshima und Nagasaki).
Legitime Sicherheitsbedenken oder geopolitische Rhetorik?
Die westliche Gemeinschaft spricht inzwischen wieder vom „wachsenden Risiko“, dass der Iran zur Atommacht werde – ein Szenario, das viele fürchten, andere aber als Teil einer strategischen Erzählung deuten, die ein klares Feindbild aufrechterhält. Fragen bleiben offen: Wann hat der Iran zuletzt einen Nachbarn angegriffen? Und weshalb werden diplomatische Angebote immer wieder ausgeschlagen oder durch Vertragsbrüche (wie durch den US-Ausstieg aus dem JCPOA) untergraben?
Fazit
Die aktuelle Lage ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Beide Seiten – Israel und der Iran – rüsten sich rhetorisch und strategisch für den Ernstfall. Die USA, gespalten zwischen militärischer Härte und diplomatischem Verhandlungskurs, könnten zum Zünglein an der Waage werden. Ein militärischer Konflikt würde nicht nur die Region destabilisieren, sondern weltweite Auswirkungen nach sich ziehen – wirtschaftlich, aber auch für jede Zivilgesellschaft, denn dieser Krieg wäre nicht auf die Region allen begrenzt.
Am 1. Oktober 2024 greift der Iran israelisches Festland mit 200 ballistischen Raketen an. Israel und seine Partner behaupten, kaum Raketen seien durchgebrochen und Schaden konnte abgewendet werden. Bilder und Videos von letzter Nacht beweisen das Gegenteil. Ziel waren militärische Einrichtungen, keine Städte, keine zivilen Einrichtungen, kein Schlag gegen die zivile Bevölkerung. Die parallellaufende Bodenoffensive Israels scheiterte ebenfalls an einem Hinterhalt der Hisbollah. 4 Tote und mindestens 20 Verletzte beklagt das israelische Militär.
Der Iran übte gestern Vergeltung aus. Der Ermordungen von Ismail Haniye, Sayyid Hassan Nasrallah und dem iranischen General Abbas Nilforoushan sollten nicht ungesühnt bleiben. Der Iran feuerte laut eigenen Angaben 200 ballistische Raketen auf militärische Ziele. Im Visier waren drei große Militärflugplätze und das Mossad-Hauptquartier. F35-Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe, sowie Radaranlagen sollen zerstört worden sein. Aus Washington und Israel hört man wie gewohnt, dass es zu keinen Schäden kam. Man habe die meisten Raketen abfangen können. Lediglich eine Hand voll haben israelisches Staatsgebiet getroffen. Die Videos des Angriffs zeigen ein deutlich anderes Bild. Al-Jazeera, Al-Mayadeen und andere arabische Nachrichtendienste zeigten Livebilder, wie die iranischen Hyperschallraketen nacheinander ihre vermeintlichen Ziele treffen. Der Iron Dome schien bei diesen Raketen zu versagen.
In deutschen Medien ist wie gewohnt nur das Narrativ der eigenen Partner zu finden, keine unabhängige Betrachtung der Ereignisse der vergangenen Nacht. Worte darüber, dass der Iran bei seinem Vergeltungsschlag ausschließlich militärische Ziele angriff, findet man kaum in der deutschen Presse. Zivile Infrastruktur wurden bei den iranischen Angriffen bewusst und mit Achtung der internationalen Abkommen zum Kriegsgesetz nicht angegriffen. Israel hingegen scheint in Gaza und im Libanon ausschließlich Häuser von Zivilisten anzugreifen. Die Opferzahlen sprechen hier für sich. In fast 12 Monaten Gaza-Krieg kamen mehr als 42.000 Menschen durch israelische Bomben ums Leben. Die Mehrzahl der Opfer sind Frauen und Kinder. Die zivile Infrastruktur in Gaza, inklusive Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen wurden fast komplett dem Erdboden gleich gemacht. Im Libanon bahnt sich ein ähnliches Bild ab. Erst am vergangenen Montag wurden knapp 600 Menschen durch israelische Bomben ermordet.
Die Angriffe Israels auf den Libanon und die bewussten Angriffe auf Zivilisten, Schändungen palästinensischer Leichen und menschenrechtsverletztende Handlungen der israelischen Armee in Gaza wurden von der Bundesregierung nicht verurteilt, nicht einmal ermahnt. Bundeskanzler Scholz und Außenministerin Baerbock werfen dem Iran zum gestrigen Vergeltungsschlag gefährliche Eskalation vor. Wiederholt wird betont, dass Israel nun das Recht habe, sich selbst zu verteidigen und die Angriffe mit Vergeltungsschlägen und Rückhalt der USA und Deutschlands zu beantworten. Der Iran und der Libanon haben dieses Recht in den Augen der Bundesregierung scheinbar nicht.
Am gleichen Abend versuchten israelische Bodentruppen auf libanesisches Gebiet vorzudringen, jedoch ohne Erfolg. Unbestätigte Berichte sprechen von Verlusten auf israelischer Seite. Die Hisbollah, die in Deutschland als Terrororganisation gelistet ist, verkündet, dass ihre Angriffe auf israelische Kasernen und Bodentruppen dem Ziel gelten, ein Eindringen auf libanesisches Gebiet zu verhindern.
Gegen 15:30 Uhr explodieren im Libanon 3000 Funkempfänger in den Händen der Nutzer. Die Pager wurden vor allem von Mitgliedern der Hisbollah genutzt. Diese befinden sich jedoch im gesamten Land unter der Bevölkerung. Dementsprechend wurden Zivilisten verletzt und getötet. Deutsche Medien sprechen statt von Terror von einem raffinierten Coup und einer Demütigung der Hisbollah.
Es ist erstaunlich und lässt einem verständigen Menschen den Schauer über den Rücken laufen, wenn man auf der Plattform X einige der deutschen Kommentare zu dem Anschlag liest. „I love it!“ schrieb der Medienanwalt Ralf Höcker gestern über dem Titel der Bild. Der Beitrag ist nun gelöscht. Von führenden deutschen Politikern hört man bisher noch nichts. Sie werden sich wahrscheinlich auch nicht zu dem Anschlag Israels äußern. Eine Verurteilung des Vorgehens Israels wird es von deutscher Seite ebenfalls nicht geben.
Was ist passiert?
Mitglieder der Hisbollah-Miliz, die in Deutschland als Terrororganisation eingestuft ist, tragen im Alltag einen Funk-Pager mit sich herum. Damit sollen sie überall erreichbar sein, jedoch soll man sie, anders als beim Handy, mit diesem Funk-Pager nicht per GPS verfolgen können. Gegen 15:30 Uhr erhalten diese Pager eine Nachricht und explodieren daraufhin in den Händen, Taschen und Häusern vieler Libanesen. Über 2700 Menschen werden verletzt, mehr als 400 von ihnen lebensbedrohlich. 11 Menschen sterben bei den Explosionen, unter ihnen ein neunjähriges Mädchen.1 Daraufhin bricht Chaos im Land aus, die Krankenhäuser der betroffenen Gebiete füllen sich mit Verletzten. Das Land ruft die Bevölkerung dazu auf, Blut zu spenden. Es wird Blut von jeder Blutgruppe benötigt. Vor den Krankenhäusern entstehen lange Schlangen von Freiwilligen, die ihr Blut spenden wollen.
Woher kam der Pager?
Das Gerät scheint ein Produkt der Firma Gold Apollo zu sein. Kurz nach dem Anschlag gab der Vorstand der Firma bekannt, dass die betroffenen Geräte nicht in Taiwan bei dem Hersteller produziert wurden.2 Er weist daraufhin, dass die Geräte bei einer europäischen Firma Namens BAC Consulting in Ungarn hergestellt wurden. Dieses Gerät sei ein Eigenbau von BAC und darf aus vertraglichen Gründen den Markennamen von Gold Apollo tragen. Laut taiwanesischen Berichten wird Gold Apollo nun rechtliche Schritte einleiten, da durch den Anschlag ein beträchtlicher Rufschaden entstehen wird. Die Firma fügte hinzu, dass zwischen 2022 und 2024 keines der 260.000 von Taiwan ausgelieferten Geräte in den Libanon oder Nahen Osten geliefert wurde.
Demnach liegt die Vermutung nahe, dass Agenten des Mossad die Firma in Ungarn infiltriert hat und die Sprengsätze dort in die Geräte verbaut haben. Der frühere NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden äußerte kurz nach dem Angriff auf X die Vermutung, dass es kein Hackerangriff gewesen sein kann, sondern dass es sich um eine kleine zuvor verbaute Sprengladung handeln muss, die durch ein Signal zur Explosion gebracht wurde.3 Laut seiner Aussage, sei dieser Angriff Israels nicht mehr zu Unterscheiden von Terrorismus.4 Auf detaillierte Informationen zum Ablauf und über den Tathergang wird weiterhin gewartet.
Sind die USA involviert?
Matthew Miller, Sprecher des US-Außenministeriums, teilte gestern Abend bei einer Pressekonferenz mit, dass die USA nichts über den Angriff wussten.5 Jedoch berichtete ein US-Ofizieller der amerikanischen Nachrichtenagentur „Axios“, dass der israelische Außenminister Yoav Gallant seinen amerikanischen Amtskollegen Lloyd Austin nur Minuten vor den Explosionen über eine bald bevorstehende Operation im Libanon informierte.6 Weitere Informationen zu der Operation wurden jedoch vorenthalten. Ebenfalls gaben die USA bekannt, dass sie in diese Attacke nicht involviert sind. Auf die Frage, ob die Verletzten, alle legitime Ziele einer militärischen Attacke seien, antwortete der Sprecher Matthew Miller mit einer allgemeinen Antwort. „Zivilisten sind selbstverständlich keine legitimen Ziele einer militärischen Operation. Weder Länder noch Organisationen sollten Zivilisten angreifen. Mitglieder einer Terrororganisation sind legitime Ziele einer solchen Operation. Dies sind unsere Prinzipien und wir erwarten von unseren Partnern, diesen Prinzipien ebenfalls nachzukommen.“7 Mit dieser Definition wären die meisten Ziele legitim. Jedoch fällt hier der Fakt aus dem Fokus, dass der verbaute Sprengsatz nicht nur den Träger des Geräts trifft, sondern auch jeden, der sich in unmittelbarer Nähe befindet, Zivilisten, Kinder, Unschuldige.
Israel will den großen Krieg
Zu Beginn der Woche warnten die USA ihren Partner Israel vor eskalierenden Aktionen mit der Hisbollah.8 Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant und Premierminister Benjamin Netanjahu sind jedoch der Meinung, dass diplomatische Gespräche zu keinem Ergebnis führen. Israelische Bürger könnten nur nach militärischen Aktionen zurück in ihre Häuser an der Grenze zum Libanon zurückkehren.9 Hassan Nasrallah, der Generalsekretär der Hisbollah betonte in seinen Reden mehrfach, dass die Angriffe aus dem Norden stoppen würden, sobald Israel seine Offensive in Gaza beendet. Gleiche Statements kamen von der Führung des Jemen, die Frachtschiffe mit dem Ziel Israel an der Meerenge des Roten Meeres angreifen und auch Angriffe auf Israel direkt durchführten. Die israelische Führung ignoriert die Warnungen des US-Diplomaten Hohenstein vor einem großen Krieg in der Region. Die gestrige Operation zeigt ein weiteres Mal: Israel will die Eskalation in der Region. Sie wollen ihre Partner, unter anderem ihre größten Unterstützer Amerika und Deutschland mit in diesen Krieg ziehen.
Die Operation in Beirut, bei der der ranghohe Hisbollah-Kommandeur Fuad Shukr ermordet wurde und ebenfalls der Mord an den palästinensischer Chef-Diplomaten Ismail Haniye in Teheran zeigen deutlich: Israel will den großen Krieg.
Die Opfer
Unter den Opfern des Angriffs befinden sich nicht nur Hisbollah-Milizionäre. Kinder und Familienangehörige von Parlamentsabgeordneten, sowie zahlreiche Zivilisten wurden ebenfalls verletzt oder kamen zu Tode. Auch der iranische Botschafter in Beirut wurde bei einer Explosion verletzt.
Israel setzt seine Truppen in Alarmbereitschaft. Die Hisbollah hat bereits eine Vergeltung angekündigt, die den Feind tief treffen wird. Der Iran verurteilte den Angriff Israels.
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