„Das Kopftuch ist ein Symbol für ein (…) autoritäres System“

Das Kopftuch-Thema rückt besonders in den Medien hier nicht ab, bevor sich nicht sämtliche Politiker und Influencer gegen das Kopftuch und die Islamische Republik Iran geäußert haben.

„Das Kopftuch ist ein Symbol für ein verkommenes, zutiefst autoritäres System, ein Versuch der Unterdrückung von denen, die sagen, das Kopftuch sei ein Zeichen der Ehre und Würde, und die selbst Ehre und Würde schon lange durch Repression, Korruption und brutale Gewalt verloren haben.“

Von wem mag dieses Zitat wohl stammen, von der CDU? Der AfD?

Nein, von Claudia Roth von den Grünen, die Staatsministerin beim Bundeskanzler sowie Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ist.

So eine Aussage trifft man doch nicht nur einfach so, sie wurde im Kontext der andauernden Amokläufe im Iran geäußert, doch das ist natürlich auch pauschal gesagt und gemeint worden, sonst würde man die Aussagen auf den Iran beziehen und nicht auf alle Kopftuchträgerinnen.

Natürlich sind solche Sätze unsinnig, politisch inkorrekt und falsch, sie sind populistisch und dienen nur für solche Zwecke. Die Parteien unterscheiden sich in Bezug auf ihre Meinung auf das Kopftuch gar nicht mehr.

Aber das Kopftuch an sich zielt dann auch auf die Nonnen ab und auch auf die jüdischen Damen, die ihre Haare bedecken, das heißt, jede Religion beherbergt ein autoritäres System und jedes Kopftuch ist ein Versuch der Unterdrückung? 

Oder geht es hier wieder nur um das Kopftuch im Islam?

Wie viel noch?

In Deutschland leben unzählige Muslime, ob jung oder alt, die es aus freien Stücken tragen. Was für eine Anmaßung, sie als Unterdrückte zu sehen?

Das Kopftuch behindert Muslime in Deutschland daran: Vernünftige Bewertungen in der Schule zu erhalten, der Qualifikation entsprechend einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu erhalten, eine objektive Betrachtung auf ihre Meinungsäußerungen zu erhalten oder vernünftige behandelnde Ärzte zu bekommen, die einen wegen des Kopftuchs nicht gleich kritisieren.

Wer tut sich das alles noch an? Natürlich nur diejenigen, die wirklich mit voller Überzeugung daran festhalten und es tragen wollen.

Gerade auch konvertierte Muslime, die im höheren Alter die Religion annehmen und ein Kopftuch anziehen, welche Unterdrückung wird ihnen vorgeworfen?

Nein, das Kopftuch ist kein Symbol für ein verkommenes, zutiefst autoritäres System oder ein Versuch der Unterdrückung. Es ist das Symbol der Gottesehrfürchtigkeit der Trägerinnen. Es zeigt, dass diese Zeit vergänglich ist und der Lohn für all das nicht von Menschen, sondern von Gott alleine kommt.

53 Todesopfer nach Anschlag in Kabul und kein Medienaufschrei

Nach einem Anschlag auf eine Schule in Kabul, in der vor allem Mädchen getötet wurden, bleibt der große Medienaufschrei, wie erwartet, aus.

Anschlag ereignete sich am Freitag auf eine Privatschule in Kabul

Der Anschlag ereignete sich in dem Stadtteil Dashte Barchi. In diesem Stadtteil leben mehrheitlich Hazara, die überwiegend der schiitischen Denkschule angehören. Bei dem Anschlag kamen, nach Angaben der Vereinten Nationen, 53 Menschen, überwiegend Frauen und junge Mädchen, ums Leben. 110 zogen sich Verletzungen zu.

Frauen demonstrieren nach dem Anschlag auf den Straßen

Nach dem Anschlag gingen mehrheitlich Frauen auf die Straßen, um zu demonstrieren. Sie fordern das Recht auf Bildung für die Frauen, sowie das Ende der Verfolgung der Hazara. Laut Medienberichten gingen die Taliban mit Gewalt gegen die Proteste vor. Diese haben Schulen für Mädchen ab der siebten Klasse geschlossen. Jedoch stehen einige Privatschulen und Universitäten den Frauen offen.

Medienaufschrei und Solidaritätsbekundungen wie im Iran bleiben aus

Zwar berichten die Medien von dem Anschlag in Kabul und auch auf Twitter geht ein Hashtag gegen die Unterdrückung in Afghanistan viral, jedoch fehlt der Enthusiasmus und der Aufschrei der Politik und der Medien, wie im Fall von Mahsa Amini im Iran. Im Iran hatte man direkt einen Schuldigen gefunden, obwohl noch nicht genau geklärt war, wie die junge Frau gestorben ist. Die Vermutung der Gewalteinwirkungen der sogenannten iranischen „Sittenpolizei“ reichte aus, damit die gewaltbereiten Demonstranten im Iran von außen die volle Unterstützung zugesprochen bekommen.

Politiker stellen sich standhaft hinter die Demonstranten und ignorieren die Gegendemonstranten, die eine eindeutige Mehrheit darstellt. Diese seien gezwungen auf die Straße zu gehen. Unter dem Denkmantel, dass man im Iran den Frauen ihre Rechte zurückgeben möchte, nutzt man jedes Propagandamittel, um den Iran zu schwächen. Ziel ist es nämlich, die islamische Republik und ihre Regierung komplett zu stürzen.

In Afghanistan hingegen, wo der Westen, allen voran die USA, sein Ziel nicht erreichen konnte, ist der eindeutige Tod von über 53 Menschen durch einen Anschlag höchstens eine Randbemerkung in der Berichterstattung wert. Dies führt dazu, dass die Menschen, die diese Nachrichten lesen, diese auch nur als nebensächlich wahrnehmen. So passiert es dann, dass man solch eine traurige Nachricht liest und sie kurze Zeit später wieder vergisst.

Menschenleben hat nur dann einen Wert, wenn es der eigenen Agenda nutzt

Wenn es den Politikern wirklich um Recht und der Befreiung von Unterdrückung gehen würde, dann gäbe es diese Doppelmoral und diese doppelten Standards nicht. Es ist klar, dass mit der Berichterstattung über den Iran eine klare Agenda verfolgt wird. Solche Ereignisse wie in Kabul zeigen, dass der Wert des Menschen aus diesen Gebieten faktisch keinen Wert für sie hat. Soweit man den Tod der Menschen jedoch für seine eigenen niederen Zwecke missbrauchen kann, versammeln sich alle „freiheits- und gerechtigkeitsliebenden“ Menschen, um für die Unterdrückten einzustehen.

Anschlag
EBRAHIM NOROOZI / AP PHOTO

„Du musst kein Jude sein um Zionist zu sein.“

Der US-amerikanische Präsident Joe Biden ist aktuell auf einer Nahostreise unterwegs. Sein erstes Ziel war Israel. Dort ließ er es sich nicht nehmen erneut zu betonen, dass man kein Jude sein muss um Zionist zu sein. Es reiche aus anzuerkennen, dass Israel das Recht auf Existenz hat.

Die USA unterstützen Israel jährlich mit 3,8 Milliarden US-Dollar

Dieses Recht finanzieren die USA jährlich mit 3,8 Milliarden US-Dollar. Das Geld nutzt Israel unter anderem, um die Kontrolle über die Palästinenser zu bewahren und ihnen mehr Land wegzunehmen. Kein Wunder also, wenn der aktuelle Premierminister Israels Yair Lapid bei dem 10. Besuch Joe Bidens in Israels seit 1973 betont, dass der US-amerikanische Präsident seinen Status als “einer der besten Freunde die Israel jemals kannte” zementiert hat.

„Wenn es kein Israel gäbe, müssten wir ein Israel einführen“

Es gibt genug Zionisten in den USA, die nicht jüdisch sind, die Israel aus Gründen unterstützen, die nichts mit dem Judentum oder den Juden zu tun haben. Nicht-Juden wie Joe Biden sind Zionisten aufgrund ihrer wirtschaftlichen und politischen Interessen, die mit denen von Israel übereinstimmen. Hinzu kommt, dass die USA ihren eigenen Staat durch die Vertreibung von den Ureinwohnern, sowie Ausbeutung und Sklaverei der Schwarzen aufgebaut haben. Joe Biden sagte selbst, „wenn es kein Israel gäbe, müssten wir ein Israel einführen, damit wir sicherstellen, dass unsere Interessen gewahrt bleiben“. Dieses sagte er 2013, aber auch schon 1986 äußerte er sich in diese Richtung.

Es geht also nicht primär, um das Interesse Israels, sondern wie so oft, um das US-amerikanische Interesse.

Iran wird niemals eine Atomwaffe besitzen

Sowohl Biden und Lapid haben mehrmals betont, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen darf. Diplomatische Wege sind natürlich vorzuziehen. Vor militärischen Angriffen darf man aber nicht zurückschrecken. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der vermeintliche Besitz von Atomwaffen als Vorwand genutzt wird, um den Iran anzugreifen.

Direktflüge nun möglich von Israel nach Saudi-Arabien

Danach flog Biden als erster US-amerikanischer Präsident direkt von Israel nach Saudi-Arabien. Dort erklärten sich die Saudis bereit den Luftraum für Israel zu öffnen, sodass nun Direktflüge möglich sein werden.

Die Normalisierung der Beziehung zu Israel führt immer mehr dazu, dass die Angelegenheit der Palästinenser in den Hintergrund fällt. Es wird krampfhaft versucht die Angelegenheit unbedeutend werden zu lassen, sodass sich die Menschen nicht mehr zu sehr dafür einsetzen.

Doch solange es gerechtigkeitsliebende Menschen gibt wird dies nicht passieren.

Du musst kein Jude sein, um ein Zionist zu sein.  Es reicht aus anzuerkennen, dass Israel das Recht auf Existenz hat.
Quelle: jewishvoiceforpeace