Eine neue Studie des Kinderhilfswerks World Vision zeigt, dass der höchste Anteil der Befragten (39%), die mindestens einmal aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit ausgelacht, beleidigt oder beschimpft wurden, muslimischen Glaubens sind.
Studie vergleicht Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit zwischen Deutschland und Ghana
Die neue Studie, die man in dieser Woche im Rahmen eines parlamentarischen Abends in Berlin vorgestellt hat, trägt den Titel „Religiöse Diversität in der Lebenswelt von Kindern in Deutschland und Ghana“. Dabei hat das Kinderhilfswerk, welches nach eigenen Angaben eine unabhängige christliche Organisation ist, in Zusammenarbeit mit der Universität Mainz in beiden Ländern jeweils 2500 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren befragt.
In Deutschland waren von den Befragten, die mindestens einmal aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit ausgelacht, beleidigt oder beschimpft wurden, 39% muslimischen Glaubens, 19 Prozent orthodox, 5 Prozent katholisch und 4 Prozent protestantisch. Insgesamt gab jedes zehnte Kind an, dass es bereits negative Erfahrungen aufgrund seiner Religionszugehörigkeit gemacht hätte. In Ghana sind die Betroffenen vor allem Anhänger der traditionellen indigen Religionen.
Kinder in Deutschland wissen weniger über andere Religionen
Eines der Hauptergebnisse der Studie ist, dass Glaube und religiöse Toleranz nicht in Konflikt zueinanderstehen. So steigt in Ghana die religiöse Toleranz mit dem Grad der Religiosität der Kinder und Jugendlichen. In Deutschland ist der entscheidende Faktor für erhöhte religiöse Toleranz, ob die Kinder in Familien aufwachsen, die finanziell besser aufgestellt sind.
In Deutschland wissen die Kinder anders als die Kinder in Ghana weniger über andere Religionen und ihre Praktiken. Ihre religiöse Toleranz ergibt sich aus der gesetzlich verankerten Religionsfreiheit. Deswegen mahnen die Studienleiter:
„Eine nachhaltige Pluralismuskompetenz muss auch wissensbasiert sein, um verstehen zu können, warum bestimmte Praktiken für Menschen wichtig sind oder nicht.“
Deswegen fordert „World Vision“ unter anderem von der Politik die religiöse Bildung in den Schulen auszubauen. Dies soll helfen bestehende Vorbehalte abzubauen.
Frank Schwabe (SPD), der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit regte nach der Präsentation der Studienergebnisse an, dass man Religion als Faktor zur Erreichung der weltweiten Entwicklungsziele nicht unterschätzen dürfe.
Es ist wichtig sich mit dem Zusammenleben religiöser Menschen auseinanderzusetzen. Weltweit gesehen sind nämlich 84% der Menschen Mitglied einer Religionsgemeinschaft. An vielen Schulen in Deutschland ist religiöse Vielfalt bereits Realität. Jedoch sind es oft die muslimischen Kinder, die sich, aufgrund des Tragens des Kopftuchs oder des Fastens im Monat Ramadan, einiges anhören müssen. So gab es kürzlich Berichte darüber, dass einige Lehrer fastende Schüler zum Fastenbruch gezwungen haben. Man muss sowohl die Lehrer als auch die Schüler besser aufklären, damit sich solche Vorfälle zukünftig nicht wiederholen.
Der 15 März ist der UN-Tag zu Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit. In Deutschland steigt die Abneigung gegenüber dem Islam und den Muslimen. Übergriffe sind keine Seltenheit mehr. Antimuslimischer Rassismus ist in Deutschland längst salonfähig geworden.
Tag zur Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit ist Gedenktag an das Christchurch Attentat
Am 15. März 2019 tötete ein Rechtsterrorist in zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch 51 Menschen und verletze rund 50 weitere. Die Vereinten Nationen erklärten diesen Tag zum internationalen Tag zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit. Auch in Deutschland steigt die Abneigung gegen den Islam und Muslime. Im Februar 2020 tötete ein 43-Jähriger Mann in Hanau zehn Menschen und danach sich selbst. Prophezeiungen über vermehrte Attentate auf Moscheen gibt es auch bereits.
Im Jahr 2022 gab es in NRW im Schnitt jeden dritten Tag einen Angriff auf Muslime oder Moscheen. Die Täter kommen in den meisten Fällen aus dem rechten Spektrum. In ganz Deutschland hat es täglich sogar fast zwei Angriffe auf Muslime und Moscheen gegeben. 569 islamfeindliche Straftaten hat man insgesamt erfasst.
Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Abdassamad El Yazidi, beklagt, dass der antimuslimische Rassismus in Deutschland eine „Form der Menschenfeindlichkeit, die hoffähig geworden ist, die man ohne vorgehaltene Hand äußern kann…Das passiert im Bundestag, das passiert in den Landtagen durch Faschisten, aber zunehmend auch durch Vertreter der sogenannten etablierten demokratischen Parteien, die in trüben Gewässern fischen und am rechten Rand auf Stimmenfang gehen.“ Dadurch, so der Generalsekretär, diskreditiert man den Islam als Ganzes.
Es fehlt in Deutschland ein Beauftragter zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit
In der Vergangenheit habe der Zentralrat die Bundesregierung mehrmals aufgefordert, einen Beauftragten für muslimisches Leben zu ernennen. Solche Beauftragte gibt es nämlich schon für jüdisches Leben oder gegen Antiziganismus.
„Es gibt sehr viele Beauftragte, etwa 35, die sehr wichtige Funktionen erfüllen“, so Yazidi. „Das ist den Muslimen verwehrt worden, mit scheinheiligen Argumenten. „Man wolle sich nicht eingestehen, dass es ein Problem gebe mit antimuslimischem Rassismus“, „und das spüren die Muslime“.
In Kanada beispielsweise hat Regierungschef Justin Trudeau erst kürzlich erstmals eine Beauftragte zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit ernannt. Die EU hat seit 2015 eine Stelle eines Koordinators zur Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit etabliert. Dieser blieb jedoch eineinhalb Jahre unbesetzt, bevor ihn Anfang Februar die Diplomatin Marion Lalisse übernahm.
Die Muslime merken, dass man ihren Belangen nicht die gleiche Beachtung schenkt wie anderen Minderheiten. Seien es Koranverbrennungen, die durch die vermeintliche Meinungsfreiheit geschützt werden oder Übergriffe, die medial oder politisch nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Hinzu kommt, dass durch die überwiegend negative Berichterstattung über den Islam und die Muslime, der Hass noch weiter steigt. Es liegt aber auch an den Muslimen, sich zu vereinen, um eine Stimme zu bilden und gemeinsam ihre Rechte, die im deutschen Grundgesetz verankert sind, einzufordern. Leider ist es aber bis dahin noch ein langer Weg, da intern und extern viel Arbeit geleistet wird, um eine muslimische Einheit zu verhindern.
Beispiel für antimuslimische Parolen von Rechtsextremisten: Die Niederländische Volksunion (NVU), die eine „Rückbesinnung auf die germanisch-christliche Kultur“ fordert, schreibt „Kein Islam in Europa“ (2011) Von Wouter Engler – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39130692
Die Nachfrage nach einer islamischen Bestattung in Deutschland steigt stetig. Jetzt ist ein ernstzunehmender Platzmangel auf den Berliner Friedhöfen entstanden, der dazu führen wird, dass bald 1 Jahr lang keine islamische Bestattung mehr stattfinden kann.
Muslimische Grabflächen auf dem Landschaftsfriedhof in Gatow/Spandau füllen sich schnell
Durch die hohe Nachfrage nach einer islamischen Bestattung auf dem Landschaftsfriedhof in Gatow wird man laut Spandaus Bau- und Umweltstadtrat Thorsten Schatz (CDU) letztmalig am 24. März Termine für Bestattungen nach islamischem Ritus annehmen können. Dies schrieb er der islamischen Föderation, die als Dachverband 17 Moscheevereine mit verschiedenen Hintergründen vertritt. Ab dem 7. April könne dann der Bezirk Spandau für „voraussichtlich ein Jahr keine weiteren Nutzungsrechte für Bestattungen auf dem Landschaftsfriedhof Gatow mehr erteilen“, so der Stadtrat. Bis dahin werden voraussichtlich alle Grabstellen belegt sein. Dies bedeutet faktisch ein Stopp für Bestattungen nach islamischem Ritus im Land Berlin, sollten keine alternativen Flächen gefunden werden.
Der Friedhof am westlichen Stadtrand ist seit Jahren fast der einzige Ort für muslimische Beerdigungen in Berlin. Dabei kommt nur jeder zehnte der dort bestatteten Muslime aus Spandau. Somit übernimmt der Friedhof eine Aufgabe für das gesamte Land Berlin. Die Friedhöfe in der Innenstadt sind bereits gefüllt oder reserviert.
Derzeit lässt das Erzbistum auf dem katholischen Alten St. Michael-Friedhof an der Hermannstraße in Berlin Neukölln zusätzliche Flächen für Muslime herrichten. In der Gegend gibt es inzwischen deutlich mehr verstorbene Muslime als Katholiken. Lange dürften die Flächen jedoch nicht reichen.
Die Idee den Friedhof in Gatow zu erweitern sei auch nicht einfach umsetzbar. Einerseits fehle das Geld vom Senat. Andererseits steht der Artenschutz einer Vergrößerung entgegen. Dieses Problem ist nicht erst seit gestern bekannt. Seit zehn Jahren warnt Spandau, dass Gatow nicht unbegrenzt erweiterbar sei, schreibt Schatz. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Herbst 2021 schrieb er einen „Brandbrief“ an die zuständige Senatsumweltverwaltung von Senatorin Bettina Jarasch (Grüne). Die Warnungen seien aber ungehört geblieben.
Die Zahl der Überführungen der Muslime in ihre alte Heimat sinkt stetig
Immer wenige Familien lassen ihre Verstorbenen, wie früher üblich, in die alten Heimatländer überführen. Dies ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Muslime sich hier auch wirklich heimisch fühlen. So sehr, dass sie Deutschland als ihre letzte Ruhestätte auswählen. Berlin, wo 250.000-300.000 Muslime leben, hat dies bereits 2010 erkannt und früher als andere Bundesländer die Sargpflicht aufgehoben. Muslime beerdigen die Verstorbenen nämlich nur in ein Leichentuch gewickelt. Außerdem müssen Verstorbene sehr viel schneller begraben werden als in Deutschland üblich. Zudem sind Urnenbestattungen untersagt, was den Flächenbedarf erhöht. Außerdem müssen die Gräber Richtung Mekka ausgerichtet sein.
Durch die einfachere Möglichkeit hier begraben zu werden und das verstärkte Heimatsgefühl der Muslime, erhöht sich der Grabbedarf stetig. 2010 schätzte die Senatsverwaltung letztmals den Anstieg der Sterbefälle unter Muslime. Bis zu 2400 Sterbefälle im Jahr 2030 und 3100 im Jahr 2040. Der Flächenbedarf für die Gräber würde sich gegenüber der aktuellen Lage in weniger als 20 Jahren verfünffachen.
Berliner Bürgerplattformen rufen zu einer Kundgebung auf
Um auf den Mangel an muslimischen Friedhöfen aufmerksam zu machen, rufen die Berliner Bürgerplattformen, am 3. Februar 2023, zu einer Kundgebung auf den Friedhöfen am Columbiadamm auf. Die Berliner Bürgerplattformen erreichen durch direkte Beziehungen ca. 100.000 Berliner. Dadurch stellen sie einen ernstzunehmenden Partner für Politik, Verwaltung und Wirtschaft dar.
Währenddessen teilte die Senatsumweltverwaltung mit, dass drei Friedhöfe 2023 neue Grabfelder für Muslime öffnen wollen. Die Friedhofsträger würden zu gegebener Zeit darüber informieren. Nur sie oder eben die Bezirke für die städtischen Friedhöfe könnten entscheiden, ob sie Grabflächen für Muslime anbieten wollten. Dies muss jedoch zeitnah geschehen und auch den Bedarf decken, um die angekündigten Engpässe zu vermeiden.
Das mit am meisten gehypte Internet-Tool ist aktuell die künstliche Intelligenz, das Chat GPT.
Was ist das? Das „Chat Generative Pre-trained Transformer“ des US-Startups OpenAI ist seit dem 30. November frei und kostenlos für alle zugänglich. Diese künstliche Intelligenz führt Gespräche und schreibt Texte wie eine andere Person. Gefüttert wurde die künstliche Intelligenz mit Informationen und Daten bis zum Jahr 2021. Aktuelle politische Themen wie der Ukraine Krieg existieren daher nicht in dem Programm.
Der Chat kann Gedichte schreiben, Hausarbeiten erledigen, Texte zusammenfassen, Dinge programmieren und Antworten zu allen möglichen Themenbereichen bereitstellen.
Der Bot erklärt immer wieder, dass er keine eigene Meinung vertritt. Der Zusammenhang zur woken Einstellung des Bots ist jedoch unverkennbar.
Ein Investor war Elon Musk, der mit tesla nun jedoch eine eigene KI programmiert. Ein weiterer Hauptinvestor ist Microsoft, sie versprechen sich damit einen nicht unbeträchtlichen Marktanteil für ihre Suchmaschine.
Bisher gibt es natürlich noch viele Probleme und falsche Informationen vom KI. Die KI soll sich aber im Laufe der Zeit immerw eiter verbessern und dazu lernen.
Heute interessiert uns die Rolle der Frauen im Islam und in Europa. Was kann uns die künstliche Intelligenz dazu sagen, was ist die Haltung der Intelligenz dazu?
Inwiefern wurden Frauen im 18Jh, 19Jh und 20 Jh in Europa unterdrückt
Frauen in Europa wurden im 18. 19. und 20. Jahrhundert in vielerlei Hinsicht unterdrückt. Einige der wichtigsten Formen der Unterdrückung waren:
Bildung: Frauen hatten oft nur begrenzten Zugang zu Bildung und waren von höheren Bildungseinrichtungen ausgeschlossen.
Arbeit: Frauen hatten oft nur begrenzte Möglichkeiten, außerhalb des Haushalts zu arbeiten und wenn sie arbeiteten, waren sie oft schlechter bezahlt als Männer.
Rechtliche Unterdrückung: Frauen hatten oft weniger Rechte als Männer, insbesondere in Bezug auf Eigentum, Erbschaft und politische Beteiligung.
soziale Unterdrückung: Frauen wurden oft von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen unterdrückt, die besagten, dass ihre Hauptaufgabe die Hausarbeit und die Pflege der Familie war.
sexuelle Unterdrückung: Frauen wurden oft als moralisch und sexuell unterlegen betrachtet und sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung waren ihnen oft verwehrt.
Im Laufe der Zeit gab es jedoch auch Fortschritte in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter in Europa. Es gab Frauenbewegungen und soziale Reformen, die dazu beigetragen haben, die Rechte von Frauen zu verbessern und die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.
Welche Rechte haben die Frauen im Islam?
Die Rechte von Frauen im Islam sind ein komplexes und kontroverses Thema. In den meisten islamischen Ländern gibt es traditionelle Vorstellungen und Praktiken, die die Rechte von Frauen einschränken, wie z.B die Idee das Frauen unter der Vormundschaft von Männern stehen.
Laut der islamischen Lehre haben Frauen jedoch das gleiche Recht auf Bildung und Arbeit wie Männer. Sie haben auch das Recht auf Eigentum und Erbschaft und haben das Recht, eigene Verträge abzuschließen und Zeugnisse abzugeben. Im Gegensatz zu einigen anderen Religionen, ist die Eheschließung im Islam ein gegenseitiger Vertrag zwischen Mann und Frau, und die Ehefrau hat das Recht auf Unterhalt und ein eigenes Vermögen.
Allerdings gibt es auch viele Interpretationen und Auslegungen des Islam, die zu einer Unterdrückung der Rechte von Frauen führen können. In vielen islamischen Ländern werden Frauen noch immer diskriminiert und benachteiligt, insbesondere in Bezug auf Bildung, Arbeit und politische Beteiligung. Es gibt auch Praktiken wie die Zwangsehe, die die Rechte von Frauen einschränken.
Es ist wichtig zu betonen, dass die islamische Lehre die Gleichstellung der Geschlechter unterstützt und diskriminierende Praktiken ablehnt. Es gibt auch viele Muslime, die sich für die Rechte von Frauen einsetzen und für eine progressivere Auslegung des Islams arbeiten.
Da der Islam eine alte Religion ist, hatte die Frau im Islam also mehr Rechte als Frauen zur selben Zeit in Europa, wie kann das sein?
Es ist wahr, dass der Islam eine sehr alte Religion ist und dass die Rechte von Frauen im Islam zu einer Zeit, als die Rechte von Frauen in Europa begrenzt waren, tatsächlich fortschrittlicher waren. Zum Beispiel gab es im frühen Islam das Recht auf Bildung und Arbeit für Frauen, und die Eheschließung war ein gegenseitiger Vertrag zwischen Mann und Frau, was in vielen europäischen Ländern zur selben Zeit nicht der Fall war.
Allerdings ist es auch wichtig zu beachten, dass die Rechte von Frauen im frühen Islam in vielen Fällen von den tatsächlichen Praxissen und den traditionellen Normen abwichen, die in den islamischen Gesellschaften geherrscht haben. In vielen islamischen Ländern wurden Frauen aufgrund von traditionellen Vorstellungen und Praktiken benachteiligt und diskriminiert. Es gibt auch viele Interpretationen und Auslegungen des Islam, die die Rechte von Frauen einschränken.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Rechte von Frauen sowohl im Islam als auch in Europa von vielen Faktoren beeinflusst werden, wie z.B. von kulturellen und gesellschaftlichen Normen, politischen und wirtschaftlichen Umständen und individuellen Erfahrungen. Es gibt keine pauschale Aussage darüber, ob die Frauen im Islam mehr oder weniger Rechte hatten als die Frauen zur gleichen Zeit in Europa.
Interessant, einen Teil der Wahrheit so von einer künstlichen Intelligenz zu lesen. Es ist natürlich klar, dass nicht alle vorgeschriebenen Rechte von allen umgesetzt werden, wie es sein soll. Das beste Beispiel dafür ist der bis heute geltende eklatante Lohnunterschied zwischen arbeitenden Männern und Frauen in Deutschland.
In seinem postum erschienenen Buch „Was ist das Christentum?“ kritisiert der kürzlich verstorbene Papst Benedikt XVI. unter anderem den muslimisch-christlichen Dialog aber auch die Genderideologie. Außerdem sieht er den christlichen Glauben nicht als Buchreligion an.
Papst Benedikt hält eine gemeinsame Mahlfeier von Katholiken und Protestanten für unmöglich
Das Buch, welches seit Mittwoch zunächst nur in italienischer Sprache erhältlich ist, enthält 16 Texte aus der Zeit nach dem Rücktritt von Papst Benedikt vom Amt des Papstes im Jahre 2013. In dem Buch gibt es kritische Meinungen über den Protestantismus, den Koran, aber auch über die Genderideologie. Laut den Herausgebern hat Papst Benedikt XVI. fest darauf bestanden, dass sie das Buch erst nach seinem Tod veröffentlichen.
So halte der am 31.12.2022 verstorbene Papst Benedikt eine gemeinsame Mahlfeier von Katholiken und Protestanten für unmöglich. Wegen ihrer völlig entgegengesetzten theologischen Grundlagen „sei es ganz klar, dass ‚Abendmahl‘ und ‚Messe‘ zwei grundverschiedene Formen des Kults sind, die einander von ihrem Wesen her ausschließen.
Gesellschaften, die sich gegen die Wahrheit stellen, sind intolerant
In dem Buch kritisiert Papst Benedikt XVI. auch ein aus seiner Sicht falsches Toleranzverständnis vieler westlicher Staaten. Sie, die „Großmächte der Toleranz“ räumten dem Christentum, die von ihnen propagierte Toleranz nicht ein. Mit ihrer „radikalen Manipulation des Menschen“ und „der Verzerrung der Geschlechter durch die Genderideologie“ stellten sie sich klar gegen das Christentum.
„Die Intoleranz dieser scheinbaren Modernität gegenüber dem christlichen Glauben ist noch nicht in offene Verfolgung umgeschlagen, und doch zeigt sie sich in zunehmend autoritärer Weise mit dem Ziel, durch entsprechende Gesetzgebung die Auslöschung dessen zu erreichen, was wesentlich christlich ist.“
Ebenso teile er nicht die Kritik, dass das Christentum durch seinen Wahrheits- und Universalitätsanspruch selbst intolerant sei. Dies würde seiner Meinung nach bedeuten, dass die Wahrheit selbst gefährlich sei. Stattdessen sei die Toleranz im Wesen der Wahrheit verankert, so Papst Benedikt. Hingegen sind diejenigen Gesellschaften intolerant, die sich gegen die Wahrheit stellten.
Kritik an muslimisch-christlichem Dialog
Auch einige gegenwärtige Versuche zum Dialog von Christen und Muslimen betrachtet Papst Benedikt mit einem kritischen Auge. Zum einen seien diese Dialogversuche oft von der „ungenügenden Kenntnis der heiligen Schriften“ beider Religionen gekennzeichnet. Zum anderen sei dieser Dialog häufig „strukturell falsch aufgestellt“.
So wird betont, dass sowohl die Bibel als auch der Koran von der Barmherzigkeit Gottes sprechen. Daraus leitetet man dann die Aufforderung zur Nächstenliebe ab. Im gleichen Atemzug wird aber auch festgestellt, dass sich in beiden Texten Aufrufe zur Gewalt finden lassen. Schlussendlich stelle man sich dann aber gewissermaßen über beide Religionen und kommt zum Ergebnis, dass es in beiden Religion Gutes und Schlechtes gebe. Aus diesem Grunde sei es dann nötig, sowohl die Bibel als auch den Koran in einer Hermeneutik der Liebe zu lesen und sich mit Blick auf beide der Gewalt entgegenzustellen.
Papst Benedikt XVI.: „Christlicher Glaube keine Buchreligion“
Dies führte dazu, so der frühere Papst, dass verschiedene Ebenen mit einander vermischt werden. Denn anders als die Bibel sei der Koran ein einziges Buch. Muslime sehen es als direkte Inspiration Gottes. Dadurch beansprucht der Koran eine von Gott ausgehende Autorität. Jedoch bei der Bibel sehe es etwas anders aus. Diese sei eine über etwa tausend Jahre gewachsene Sammlung von Schriften. Juden und Christen glauben daran, dass diese Schriften nicht unmittelbar von Gott diktiert wurden, so das frühere Kirchenoberhaupt. Deshalb entwickle sich ihre Autorität immer nur in der Interpretation des Weges, den das Volk Gottes unter seine Führung zurückgelegt habe. Insofern sei der christliche Glaube keine „Buchreligion“. Deswegen kommt Papst Benedikt zum Schluss, dass man sich unter der Beachtung dieser strukturellen Unterschiede dafür hüten müsse, übereilte Parallelen zwischen den beiden Religion zu ziehen.
Sicherlich war sich der ehemalige Papst über die Kontroversität seiner getätigten Aussagen bewusst, weshalb er wahrscheinlich deswegen darauf bestanden hat, dass das Buch erst nach seinem Tod veröffentlicht werden darf. Wie dem auch sei, seine Aussagen regen definitiv zum Nachdenken an.
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