10-jähriges Transgendermodel

Noella McMaher ist 10 Jahre alt und ein Transgendermodel und trat bereits bei der New York Fashion Week auf. Als Junge geboren, identifiziert sich das kleine Kind mittlerweile aber als Mädchen.

Das Transgendermodel ist das jüngste Model auf der Fashion Week

Noella ist mit anderen trans- und nicht-binären Models für die Trans Clothing Company gelaufen. Mit ihren 10 Jahren ist sie die jüngste Person, die jemals an der bekannten Veranstaltung innerhalb der Modewelt auf dem Laufsteg gelaufen ist. Ihren ersten Auftritt hatte sie aber bereits mit 7 Jahren auf der Chicago Fashion Week. Sie erfuhr von einem Transgender-Teenager über ein offenes Vorsprechen für Modenschaus. Deswegen hat sie sich viele Videos auf YouTube angeschaut, um sich vorzubereiten.

Mutter und Stiefmutter identifizieren sich als nicht-binär

Die Mutter und die aktuelle Stiefmutter des Transgendermodel sind beide als Frauen geboren. Mittlerweile identifizieren sie sich aber als nicht-binär. Noella habe laut Aussage der Mutter nie gerne Jungenkleidung getragen und spielte auch oft ein Mädchen zu sein. Daraufhin brachte die Mutter sie irgendwann in eine Genderklinik. Dort ist ihr richtig bewusst geworden, dass sei ein Mädchen sein will und war durch ihre Entscheidung sehr erleichtert. Natürlich haben die Eltern von Noella sie zu nichts gedrängt. Sie sind lediglich auf ihre individuellen Bedürfnisse eingegangen.

Laut eines Hollywood Agenten ist Noella ein Phänomen. Mit ihren zehn Jahren, repräsentiert sie schon so viel in Bezug darauf, wo sich die Gesellschaft derzeitig befindet. Sie eignet sich perfekt als Vorbild für das aktuelle Bewusstsein.

Die Geschichte des Transgendermodels deckt gleich mehrere Probleme unserer Gesellschaft auf

Der Werdegang von Noella deckt gleiche mehrere Probleme unserer Gesellschaft auf. Zum einen ist es sowieso problematisch, dass ein Kind in so jungen Jahren als Model arbeitet, unabhängig davon ob es ein Transgendermodel ist oder nicht. Zu viele falsche Werte werden hierdurch vermittelt, wie Oberflächlichkeit und der Drang immer hübsch aussehen zu müssen. Zum anderen haben die Eltern ein normales kindliches Verhalten, wie sich als Mädchen zu verkleiden, direkt als auffällig beurteilt und ihr Kind in eine Genderklinik gebracht, wo ihr erst dann richtig bewusstwurde, wer sie eigentlich ist. Das hier kein äußerer Einfluss stattgefunden hat, ist schwer zu glauben.

Hinzu kommt, dass das kleine Kind sich auf den sozialen Medien wie YouTube im Alter von sieben Jahren informiert hat, um sich dann bei dem Vorsprechen vorzustellen. Sprich ein kleines Kind, welches sich seine Informationen und seine Meinungen, durch die sozialen Medien holt. Man kann nämlich stark davon ausgehen, dass sie nicht nur Videos gesehen hat, die ihr zeigen, wie sie sich richtig präsentieren soll, was schon schlimm genug ist. Abschließend und man könnte sicherlich noch viel mehr anprangern, wird sie instrumentalisiert und als Vorbildfunktion für andere Transgendermodels und vor allem für Kinder, denen dieser Lebensstil schmackhaft gemacht werden soll, ausgenutzt. Natürlich hat sie bereits eine eigene Seite auf den sozialen Medien wie Instagram und Co.

Das kleine Kind spiegelt tatsächlich den aktuellen Zeitgeist der Gesellschaft wider. Sie ist Opfer von so ziemlich allem, was gerade in unserer Gesellschaft schiefläuft.

Transgendermodel
Instagram/thenoellabella

Rassismus-Skandal bei Polizeieinsatz in Berlin

Ein Video von einem Polizeieinsatz in Berlin schockierte das Internet. In dem Video sind zwei Polizeibeamte zu sehen, die einen Mann in seinem Schlafzimmer vor den Augen seiner Kleinkinder verhaften und dabei ihren Rassismus durch Äußerungen offen nach außen zeigen. Zu dem Video folgt weiter unten im Text eine genauere Beschreibung.

Unrechtmäßige Polizeigewalt bleibt nahezu unbestraft

Die Aufregung und die zurecht entbrannte Debatte im Netz richtet sich an dieser Stelle nicht nur auf dieses Ereignis. Vielmehr geht es um den Rassismus unter Polizeibeamten, welcher in der Mehrheit der Fälle ungeahndet bleibt und mehrheitlich nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Scheinbar waren auch diese Beamten sich ihrer Machtposition derart bewusst, dass sie dieses gewaltvolle Vorgehen und diese klar rassistischen Bemerkungen vor laufender Kamera hervorbrachten. Teilweise teilte einige im Netz auch die Meinung, es läge kein Rassismus vor, was gänzlich abzulehnen ist, da Aussagen wie: „Das ist mein Land und du bist hier Gast“ der Beweis der Einstellung ist, die in diesem Moment der emotionalen Entladung zutage gekommen ist – wie auch weitere Aussagen, die weiter unten im Text beschrieben werden.  

Fakt ist, dass es in Bezug zu rechten Einstellungen innerhalb des Sicherheitsapparates und der Polizei eine Toleranz gibt, die letztendlich auch in Verbindung zu den Morden des NSU gestellt werden kann und womöglich bei den Hanau-Morden nicht ausblieb. Die erhöhte Polizeigewalt bei Einsätzen gegenüber Menschen nicht-deutscher Herkunft ist ebenso belegt. Eine Studie an der Universität Bochum ergab 12.000 Verdachtsfälle unrechtmäßiger Polizeigewalt pro Jahr. Dies sei fünfmal mehr, dass zur Anzeige gekommen ist. Strafrechtlich ahndete die Polizei die Anzeigen nur selten, weniger als zwei Prozent der Fälle kämen vor Gericht und weniger als 1 Prozent endeten mit einer Verurteilung. Oft stehe das Wort der Bürger gegen das der Beamten.

Bodycams als Lösungsansatz?

In diesem Fall in Berlin konnte man die Ermittlungen gegen den Polizisten erfolgreich einleiten, da die Familie alles aufgezeichnet hat. Eine Debatte über Bodycams bei Einsätzen wurde von der SPD eingeleitet, die Grünen und die Linken sind dagegen. Ohne auf diese politische Debatte einzugehen: Viel eher sollte Anti-Rassismusarbeit innerhalb der Reihen der Polizei und der Verwaltung erfolgen, die Sensibilisierung gegenüber rassistischem Verhalten während der Ausbildung verankert und rechtswidriges Vergehen ausnahmslos geahndet und mit einer Suspendierung vom Dienst geschlossen werden.

Dienstrechtliche Konsequenzen für den Polizisten

In diesem Fall reagierte die Berliner Polizei schnell und teilte mit, dass der Polizist in den Innendienst versetzt sei und weitere dienstrechtliche Konsequenzen folgen würden. Somit steht das rassistische, unrechtmäßige Verhalten von dem Polizeibeamten fest und dass dessen Verhalten sich nicht rechtfertigen lässt. Gleich welche Schuld oder Strafe den zu Verhaftenden trifft. Diese beiden Aspekte gegeneinander aufzuwiegen und das verachtende, rassistische Verhalten der Polizei als unprofessionell abzuwerten, ist sehr problematisch und bestärkt lediglich populistische Stimmen. Grund für die umstrittene Verhaftung soll das Erschleichen von Leistungen durch den Ehemann gewesen sein, die Summe von 750€ soll der Mann am selben Tag noch entrichtet haben. Gegen die Frau hielt man eine Gefährderansprache, was ebenfalls am selben Tag noch erfolgt sein soll. Die Polizisten selbst leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands, tätlichen Angriffs und versuchter Gefangenenbefreiung gegen das aus Syrien stammende Ehepaar ein.

Die Situation, die viral ging

Es folgt eine Schilderung des Videos, das viral ging: Das Video beginnt bereits mit dem Geschrei von zwei Kleinkindern, die sich im selben Zimmer befinden, in dem der Vater von den Beamten mit Gewalt niedergestreckt und sodann gefesselt wird. Der Ton und die Wortwahl der Beamten dem Ehepaar gegenüber sind gänzlich entwürdigend, fernab von der Gewalt, die dem Mann entgegengebracht wird, weil jener sich scheinbar gegen die Verhaftung gewehrt hat. Der Mann, der von beiden Beamten auf den Boden gedrückt wird, schreit, woraufhin die Ehefrau den Arm des einen Beamten festhält, der gerade ihren Mann überwältigt. Hieraufhin ruft der Beamte ihr zu: „Wenn du noch einmal anfässt [sic!], liegst du daneben, hast du mich verstanden?“. Es folgt ein Schnitt im Video und in der nächsten Szene sitzt der gefesselte Mann auf seinem Bett. Durchgehend hört man das aufgebrachte Weinen von Kindern.

Das ist mein Land!

Eines der kleinen Kinder nimmt das Video auf, scheinbar abwechselnd mit seiner Mutter. Von dem insgesamt 5-minütigen Video, ging knapp eine Minute im Internet viral, in dem zu sehen ist, was zu Ermittlungen wegen fremdenfeindlicher Beleidigung gegen einen der Polizisten führte. Die Frau schreit die Beamten an, und sagt, dass drei Kinder das nun gesehen hätten. Der Polizist erwidert: „Geh raus!“. „Das ist mein Haus!“, schreit die Frau zurück. „Das ist mein Land und du bist hier Gast!“, erwidert der Polizist. Das Ehepaar, das nicht gut genug deutsch spricht, versucht sich zu wehren. Die Frau wirft den Polizisten vor, ihren Mann geschlagen zu haben. Einer der Polizisten sagt: „Hier hat keiner geschlagen, wir haben ihn zu Boden gebracht.“

Der andere Polizist, der unmittelbar vor der Frau steht, zeigt zeitgleich dazu drohend mit dem Finger auf die Frau und spricht mit ruhiger, leiserer Stimme: „Halt die Fresse, fass mich nicht noch mal an!“ Der Ehemann schreit aufgebracht, dass der Polizist so nicht mit seiner Frau sprechen soll und die Antwort vom Polizisten, wieder mit dem Finger auf ihn herabzeigend: „Deine Frau hat nicht so mit mir zu sprechen. Du bist hier in unser‘m Land, ihr habt nach unseren Gesetzen euch zu verhalten.“ [sic! Hervorhebung durch Autor] Dann richtet er sich wieder zur Ehefrau, die sich über die Aussage aufregt und wiederholt seine vorherige Drohung ihr gegenüber und fügt noch hinzu: „Ick bringe dich ins Gefängnis.“

Gleiches Recht für alle

Der Rechtsextremismus ist nach wie vor die größte Bedrohung für unsere Demokratie. Der Staat muss diesen an der Wurzel angehen und in den eigenen Reihen anfangen. Es helfen auch keine Bodycams, solange die Beamten in derartigen Situationen unantastbar sind. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Mensch hier ist nicht näher definiert. Und an dieses Gesetz haben sich in Deutschland alle zu halten.

Polizist
Rassismus ist auch ein Virus




Mädchen identifiziert sich als Katze – Schule unterstützt sie

Eine Schülerin identifiziert sich in Australien als Katze und wird von ihrer Schule unterstützt. Die Schule möchte auf jedes Kind individuell eingehen und deren Wohlbefinden respektieren.

Schülerin ist laut Schule hochintelligent

Das Mädchen, welches die achte Klasse der Schule in Melbourne/Australien besucht ist nonverbal, d.h. dass sie nicht spricht. Die Schule bezeichnet sie als hochintelligent. Anscheinend gehört sie der sogenannten „Furry-Subkultur“ an. Das Wort „Furry“ kommt aus dem Englischen und bedeutet pelzig. Ein Teil der Anhänger identifiziert sich als Tier und kleidet sich auch dementsprechend. Die Schule hat keine Probleme mit der Einstellung der Schülerin. Alles werde unterstützt, solange es nicht den Schulbetrieb stört. Außerdem versuchen sie das Verhalten des Mädchens zu normalisieren. Die psychische Gesundheit spielt für sie eine große Rolle und man versucht individuell auf jeden Schüler und Schülerin einzugehen und deren Wohlbefinden zu respektieren.    

Auch das Verhalten ähnelt der Katze

Menschen die sich beispielsweise als Katze identifizieren, neigen dazu auch katzenähnliche Verhaltensmuster an den Tag zu legen. Dazu gehört dann sich wie eine Katze zu putzen, sich die Handrücken zu lecken und mit zum Boden geneigten Armen herumzulaufen, so als ob sie vierbeinig wären.

Die „Furry-Subkultur“ gibt es schon seit einigen Jahrzehnten

Dieses befremdlich erscheinende Verhalten gibt es schon seit einigen Jahrzehnten und hat seinen Ursprung, wer hätte es gedacht, in den USA. Durch die neue Generation erlangt diese Bewegung vermehrt an Beliebtheit.

Der Unterschied zu damals ist jedoch, dass einige Menschen heute private Interessen und Hobbys mit dem tatsächlichen Alltag vermischen. Doch das ist leider nicht alles. Die Gesellschaft ist so weit von der Realität entfernt, dass solch ein Verhalten nicht nur toleriert, sondern auch unterstützt wird.

Die Schule sollte den Kindern, die in der Pubertät und der Selbstfindungsphase sind, ein Wegweiser sein. Dabei ist es wichtig ihnen zu erläutern, was als privates Hobby ausgeübt werden kann und was in der realen Welt für ein zwischenmenschliches Leben erforderlich ist. Für Kinder ist es normal sich beispielsweise vorzustellen Spiderman zu sein und auf dem Spielplatz zu versuchen wie eine Spinne die Kletterwand hochzuklettern. Man stelle sich aber vor, man wird in der Bank von einem Mitarbeiter im Spidermankostüm begrüßt, der dann auf den Tresen springt und einem so einen Überweisungsträger in die Hand drückt.

Das hört sich alles realitätsfern an. Wenn wir aber als Gesellschaft nicht aufpassen und jedes Verhalten normalisieren und unterstützen, sind wir nicht mehr lange davon entfernt, dass wir neben den tausend individuellen Pronomen die es gibt, auch bald die Sprache der Tiere lernen müssen, um mit jedem einzelnen Menschen, der sich als Hund, Katze oder Maus identifiziert, kommunizieren zu können.

Katze
Pikawil from Laval, CanadaCC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Neutralitätsgesetz – Diskriminierung gegenüber Frauen mit Kopftuch

Das Neutralitätsgesetz ist laut der vom Berliner Senat eingesetzten Expertenkommission eine systematische und institutionalisierte Diskriminierung gegenüber Frauen mit Kopftuch.

Neutralitätsgesetz ist ein Beispiel für antimuslimischen Rassismus

Der Berliner Senat setzte nach dem Anschlag von Hanau eine Expertenkommission zu antimuslimischem Rassismus ein. Die Experten der Kommission üben in ihrem Abschlussbericht starke Kritik gegenüber das seit 2005 bestehende Neutralitätsgesetz aus. Dieses Gesetz verbietet das Tragen religiöser Symbole in Teilen des öffentlichen Dienstes, insbesondere in der Justiz und im Bildungswesen. Laut der Expertenkommission diskriminiert das Gesetz vor allem Frauen mit Kopftuch und ist somit ein praktisches Beispiel für antimuslimischen Rassismus.

Die Kommission kritisiert auch die Polizei und den Verfassungsschutz

In dem Abschlussbericht kritisieren die Experten, dass die Polizei bei der Aufnahme von Straftaten antimuslimische Motive viel zu oft übersehen, sie nicht als antimuslimisch verstehen oder sie einfach ignorieren. Als Lösung nennen sie eine ständige Fortbildung für die Beamten und auch entsprechende Leitfäden, ähnlich wie es bereits für antisemitische Straftaten gibt.   

Auch der Verfassungsschutz steht in dem Abschlussbericht in keinem guten Licht da. So kritisiert die Expertenkommission, dass der Verfassungsschutz in einer Art Vorverurteilung muslimische Personen und Organisationen beobachtet. Deswegen fordern sie, dass der Verfassungsschutz transparenter arbeiten muss. Sie sollen erklären, wen sie beobachten und aus welchem Grund sie das tun. Hinzu kommt, dass ein Sonderbeauftragter für Rassismuskritikeingesetzt werden sollte, der prüft, ob bei der Beobachtung des Verfassungsschutzes Ansätze rassistischer Tendenzen erkennbar sind.

Außerdem kritisiert die Expertenkommission, dass islamistischer Extremismus häufig mit dem Islam gleichgesetzt wird. Dies erschwert es den Gemeinden und Vereinen Fördergelder zu erhalten oder an Projekten teilzunehmen.

Nicht nur Muslime sind Opfer von antimuslimischem Rassismus

Viele Menschen verbinden mit dem Islam ein bestimmtes äußeres Erscheinungsbild. Dabei denkt man oft das Muslime nicht europäisch sein können und alle aus dem nahen Osten stammen. Dementsprechend werden Menschen aus dieser Gegend, selbst wenn sie keine Muslime sind, als solche wahrgenommen und auch so behandelt. Dies führt dazu, dass sie auch Opfer von antimuslimischem Rassismus werden.

Erkenntnisse der Expertenkommission müssen ernst genommen werden

Justizsenatorin Kreck bedankte sich bei dem Gremium für den Bericht und versprach, dass man „die Anstrengungen zur Bekämpfung des antimuslimischen Rassismus verstärken und die Prävention ausbauen“ werde. Jedoch darf dies nicht nur ein leeres Versprechen sein, um die Muslime für eine kurze Zeit zu beruhigen. Die Erkenntnisse der Expertenkommission zeigen eigentlich nur das, was viele Muslime schon längst wissen und am eigenen Leib tagtäglich erleben. Umso wichtiger ist es den Ernst der Lage zu erkennen und tatsächlich zu handeln.

Es geht nicht von der Freiheit der Religionsausübung zu sprechen und im gleichen Atemzug Frauen mit Kopftuch zu verbieten beispielsweise als Lehrerin zu arbeiten. Und die Neutralität, die man sich durch solch ein Gesetz erhofft, ist sowieso nur eine Wunschvorstellung. Neutralität sollte in dem Verhalten und dem Ausüben des Berufes angestrebt werden und nicht in dem Aussehen. So kann eine Frau mit Kopftuch genauso neutral sein, wie ein Mann mit Schlips und Krawatte voreingenommen sein kann. 

In Anbetracht der Ergebnisse der Expertenkommission und Zeiten in denen immer mehr Fachkräfte, vor allem Lehrer, fehlen, sollte das Neutralitätsgesetz abgeschafft werden.

Neutralitätsgesetz

Übergriffe auf Muslime – Längst keine Einzelfälle mehr

Die Ressentiments rechts eingestellter Menschen in Deutschland gegenüber Muslimen zeigen sich immer häufiger durch verbale Anfeindungen und Übergriffe auf vor allem kopftuchtragende Musliminnen.

Dunkelziffer der Übergriffe ist weitaus höher

Anfang August wurde eine schwangere Muslimin in einem Berliner Bus von einem 20-Jährigen zunächst verbal angegangen. Anschließend hat er sie dann bespuckt und zuletzt festgehalten und geschlagen. Dabei hat er ihr unter anderem auch das Knie in den Bauch gerammt. Mitfahrer schritten ein und konnten den Täter von der Frau lösen.

In Leipzig haben im selben Monat zwei Männer sechs kopftuchtragende Frauen rassistisch beleidigt und verfolgt. Schließlich konnten die Frauen in eine Straßenbahn flüchten. Ihnen kamen auch zwei Männer zur Hilfe. Gegen einen von ihnen wird nun wegen dem Versprühen von Reizgas wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Dies ist keine zuvorkommende Gegenleistung für die gezeigte Zivilcourage, die leider bei der Mehrheit der rassistischen Übergriffe noch immer ausbleibt.

Eine kurze Recherche zeigt, dass allein der August weitere Angriffe auf Muslime zählt. Diverse Anlaufstellen bieten mittlerweile die Meldung islamfeindlicher Übergriffe an. Seit 2017 erfasst das Bundesinnenministerium islamfeindliche Straftaten als gesonderte Kategorie im Rahmen der politisch motivierten Kriminalität. Allerdings gingen in den vergangenen Jahren aus Berichten von islamischen Organisationen, die eigenständige Erhebungen durchführen, höhere Zahlen hervor. Dies mag zum einen daran liegen, dass die Behörden manche Straftaten nicht als islamfeindlich erkennen. Zum anderen bringen die Betroffenen viele Fälle auch nicht zur Anzeige oder melden sie den Behörden, weshalb von einer noch höheren Dunkelziffer ausgegangen wird.

Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten steigt

2021 zählte das Bundesamt für Verfassungsschutz in Deutschland das Personenpotenzial gewaltorientierter Rechtextremisten auf 13.300. Etwa 300 Personen mehr als im Vorjahr und die höchste registrierte Zahl seit 2015. Folglich liegt auch die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten hoch. Neben der hier auch höher geschätzten Dunkelziffer geht man von über 22.300 Straftaten aus. Trotz der großen historischen Verantwortung, die auf Deutschland in Bezug zum Rechtsextremismus liegt, werden gegenüber diesem großen gesamtgesellschaftlichen Problem nur unzureichende Gegenmaßnahmen ergriffen.

Die immer wieder ans Tageslicht kommenden Verstrickungen von Behördenangehörigen in rechtsextreme Netzwerke lassen zudem das Vertrauen in diverse Sicherheitsapparate schwinden. Innerhalb der Gesellschaft zeigen sich rechtsextreme Einstellungen hemmungslos durch zunehmende Hetze im Netz, durch die steigenden Zahlen an rassistisch motivierten Straftaten und nicht zuletzt durch die politische Einbindung der rechtspopulistischen AfD, deren anfänglichen Erfolge auch einen Rechtsruck der etablierten Parteien motivierten.

Normalisierung antimuslimischer Einstellungen

Antimuslimische Einstellungen sind längst kein Randphänomen mehr. In den vergangenen Jahren haben führende Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wissenschaft das antimuslimische Klima angeheizt. Im öffentlichen Diskurs beleuchtet man den Islam hauptsächlich im Kontext negativer Berichterstattung. Pauschalisierende, diskriminierende Sichtweisen über Muslime erhielten Legitimationen durch geführte Scheindebatten. Im Vorwand der Meinungsfreiheit überträgt man rassistische Markierungen auf Muslime. Der antimuslimische Rassismus wurde anschlussfähig. Die nun messbare gesellschaftliche Diskriminierung von Muslimen in Deutschland ist also nur eine Folge der jahrelangen Normalisierung von diskriminierenden Einstellungen gegenüber Muslimen im öffentlichen und medialen Diskurs. Und nicht zuletzt auch Folge der Symbolwirkung ihrer Benachteiligung in diversen Lebensbereichen, die vom Neutralitätsgesetz getragen und diversen Urteilen dazu gestützt wird.

Politik und Medien müssen endlich umlenken

Dass bei den alltäglichen Übergriffen und Anschlägen auf Muslime und Moscheen nicht mehr von Einzelfällen gesprochen werden darf, liegt auf der Hand. Dies bedarf eines entschlossenen Vorgehens, um diese besorgniserregende, gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland einzudämmen. Beginnen könnten Politik und Medien damit, dem antimuslimischen Populismus mit klaren Worten zu widersprechen und diesem gesamtgesellschaftlichen Problem erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

Es darf schlichtweg nicht sein, dass sich rechtsextremistische Anschläge, wie die Morde in Hanau oder des NSU, wiederholen und es darf auch nicht sein, dass sich Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit auf den Straßen nicht mehr sicher fühlen.

Übergriffe




Jugendamt übergibt muslimisches Baby an homosexuelles Paar

Vor 3 Monaten wurde einem türkischen Ehepaar in Duisburg ihr heute 10 Monate altes Baby vom Jugendamt weggenommen. Nun hat man den jungen Emir einem homosexuellen Paar anvertraut.

Wunsch der Mutter wurde nicht berücksichtigt

Das Jugendamt entschied, dass der Junge aus der Familie herausgenommen wird, da er Entwicklungsstörungen und die Mutter starke psychische Störungen hat. Die Mutter äußerte sich in einem Interview und sagte, dass wenn schon ihr Kind weggenommen wird, es wenigstens in eine muslimische Familie, vorzugsweise türkisch, kommen soll. Dass das Jugendamt ihr Kind einem homosexuellen Paar zur Pflege gibt, ist für die Mutter inakzeptabel. Deswegen wollen auch die Eltern versuchen mit Hilfe eines Anwalts gegen diese Entscheidung anzukämpfen. Jedoch wird dies nicht leicht werden: Zum einen sieht man homosexuelle Paare in Deutschland als etwas ganz Normales an. Deswegen ist es auch kein Problem, wenn solch ein Paar ein Kind adoptiert. Schließlich gibt es für solche Paare sonst keine andere Möglichkeit ein Kind zu bekommen. Zum anderen hat das Jugendamt vor Gericht einen besonderen Status. Dies macht es sehr schwer gegen sie vor Gericht zu gewinnen.

Türkisches Staatskonsulat schaltet sich ein

Das türkische Staatskonsulat hat sich nach medialer Aufmerksamkeit in der Türkei eingeschaltet und ihre Hilfe angeboten. Das Konsulat hat dem Jugendamt eine Liste mit potenziellen Pflegefamilien, die einen muslimisch-türkischen Hintergrund haben, vorgelegt. Ob das Jugendamt eines dieser Angebote annehmen wird, bleibt fragwürdig.

Vorwurf an das Jugendamt wegen unsensibler Entscheidung

In diesem Fall soll die Entscheidung des Jugendamts, das Kind aus der Familie zu nehmen, nicht kritisiert werden. Das Jugendamt selbst hat eine sehr schwere Aufgabe zu meistern. Sie müssen einschätzen, wann es zu gefährlich für ein Kind wird, bei der eigenen Familie zu bleiben. Und je nach Entscheidung werden sie meist kritisiert. Wenn sie falsch entscheiden und ein Kind unberechtigterweise der Familie wegnehmen, dann kritisiert man sie dafür, eine Familie und die Zukunft des Kindes zerstört zu haben. Wenn sie es der Familie nicht wegnehmen und es dann zu schlimmen Misshandlungen oder anderen Straftaten gegenüber dem Kind kommt, dann kritisiert man das Jugendamt, nicht rechtzeitig gehandelt zu haben.

Hier in diesem Fall kritisiert man aber, dass das Jugendamt unsensibel handelt und nicht auf die Hintergründe des Kindes achtet. Es ist verständlich, dass die Mutter nicht möchte, dass ihr Kind zu einem homosexuellen Paar kommt. Auch wenn in Deutschland homosexuelle Paare den gleichen Status genießen wie eine heterosexuelle Ehe, so ist es doch trotzdem für viele keine normale Beziehung, die als Grundlage einer funktionierenden Familie dienen sollte. Auch wenn manche das Gegenteil behaupten, so ist es für das Wohl des Kindes immer noch am besten, wenn es in einer Familie mit einem weiblichen und männlichen Vorbild aufwächst. Ob das Jugendamt sich bewusst für das homosexuelle Paar entschieden hat, um die moralische Erziehung des Kindes in eine gewisse Richtung zu lenken, bleibt unbeantwortet. Dies wird wohl erst eindeutig belegbar sein, wenn uns in Zukunft häufiger solche Nachrichten erreichen.

Jugendamt