Mobile „Regenbogenkaaba“ als Wallfahrtsort für LGBTQ-Muslime

Auf dem Kasseler Friedrichsplatz wurde am 24.09.2022 ein Kubus in Regenbogenfarben aufgeblasen. Von den Initiatoren „Regenbogenkaaba“ genannt, soll dieses Luftkissen als mobiler Wallfahrtsort für LGBT-Muslime fungieren. Was wie ein schlechter Scherz klingt und dementsprechend aussieht, wird seit Monaten schon von der Organisation „PixelHELPER“ und ihrem Begründer, Oliver Bienkowski, auf den sozialen Medien promoted und mithilfe von Crowdfunding finanziert.

Doch damit nicht genug – diese Installation soll zusätzlich gegen „islamischen Antisemitismus“ stehen. Die Idee zur Aktion ist bei PixelHELPER entstanden, weil die Weltkunstausstellung documenta fifteen, die ebenfalls am Friedrichsplatz stattfindet, in diesem Jahr von einem indonesischen Künstlerkollektiv kuratiert wurde, denen Bienkowski im Vorfeld der Ausstellung bereits Homophobie und islamischen Antisemitismus vorwarf. Bienkowski selbst hat sich einen Namen als „Licht- und Guerillakünstler“ gemacht. Mit Lichtprojektionen auf diverse Bauten in Deutschland, übermittelt er politische Statements.  

Stadt Kassel verbietet PixelHELPERs islamfeindliche Demo und „Regenbogenkaaba“

Aus Protest gegenüber der Einbindung des indonesischen Kollektivs, meldete Bienkowski eine Demonstration für „LGBT Rechte Islamischer Antisemitismus“ für den 11. September in Kassel an. Er wollte eine „Kopie der Kaaba in Regenbogenfarben“ aufblasen und in ihrem Inneren Karikaturen zum Thema „Islamischer Antisemitismus“ ausstellen. Die Stadt erteilte ihnen zunächst ein Versammlungsverbot und begründete dies mit einem „nicht weiter einzukalkulierendem Gefahrenpotential“. Zuvor wurde aus denselben Gründen eine Versammlung Bienkowskis in Köln untersagt, bei der er mit den sogenannten Mohamed-Karikaturen provozieren wollte. PixelHELPER zog vor das Verwaltungsgericht und konnte sodann noch einen Tag vor Beendigung der documenta fifteen seinen Nylon-Kubus auf dem Friedrichsplatz aufstellen.

Welche Agenda verfolgt Bienkowski?

Unter dem Deckmantel der Kunst und der religiösen Satire dienen all jene „Regenbogen“-Aktionen von Bienkowski und seiner NGO PixelHELDEN dazu, einen vermeintlichen sogenannten „liberalen Islam“ voranzutreiben und die Grundpfeiler des Islams zu erschüttern. Dieses unrealistische und provokante Vorhaben beschreiben sie in einem Tweet mit den folgenden Worten:

„Das Ziel unserer #LGBT Projekte ist es niemals Gewalt auszulösen. Wir wollen wie #MartinLuther, eine 🌈🕋Reformation im Islam auslösen.“

Dass Martin Luther selbst Antisemit war, lassen sie bei ihrem Bestreben gegen Antisemitismus scheinbar außenvor. Schließlich klingt es plakativer, wenn sie von einer „Reformation“ sprechen.

Ferner besagt ein Tweet:

„🕌Wir wollen für #LGBT Muslime die Pilgerorte der heiligen Stadt #Mekka aus #SaudiArabien in Deutschland nachbauen & reformieren den #Islam mit neuem Koran & Prophet.“

Auch machen sie kein Geheimnis daraus, dass sie als Nichtmuslime hinter ihren zu belächelnden Zielen stehen. Man mache sich bewusst, wie irrational es ist, wenn eine kleine Gruppe von Menschen, die sich nicht zum Islam bekennt und das Wesen des Islams und ihre Würdenträger diffamiert, eine Änderung der klaren theologischen Position zur Auslebung gleichgeschlechtlicher Beziehungen – die von der gewaltigen Mehrheit im Islam geteilt wird – bewirken möchte. Sie haben keinerlei Geltungsanspruch und müssen dementsprechend von den muslimischen Gemeinden und der nichtmuslimischen Öffentlichkeit abgelehnt werden.

Dass PixelHELPER mit ihrer Aktion nicht ernst zu nehmen ist, zeigte sich auch medial. Der erwartete Interessenansturm blieb aus: So gut wie alle online Suchergebnisse zur „Regenbogenkaaba“ verweisen auf die Internetseite von PixelHELPER.

Inspiriert von den „Idealen der Freimaurer“

PixelHELPER beschreibt sich auf ihrer Internetseite als

„gemeinnützige Organisation für Minderheiten & Menschenrechte inspiriert von den Idealen der Freimaurer.“

Oliver Bienkowski selbst ist ein bekannter Freimaurer und so ist die Organisation auch strukturell ins Netzwerk der Freimaurer eingebunden. Seit Jahrhunderten sind Verschwörungstheorien und Freimaurerei miteinander verwoben.

Die „Regenbogenkaaba“ stellt eine Verletzung der Heiligkeiten im Islam dar

Die Aktionen von PixelHELPER bei dem Wunsch eine Lobby für LGBTQ Muslime weltweit zu werden und in Deutschland einen Safe Space unter dem Deckmantel der Menschlichkeit für jene zu schaffen, verletzt die religiösen Gefühle von der Mehrheit der Muslime und gehen respektlos mit den Heiligtümern von einer Weltreligion um. Dem Bestreben PixelHELPERs liegen einzig der Wille zur weiteren Spaltung der muslimischen Gesellschaft und der Angriff auf die ursprünglichen religiösen Werte im Islam zugrunde. Sie befördern lediglich antimuslimischen Rassismus, da sie den Muslimen, die ihre Sichtweisen ablehnen, ein liberales Verständnis absprechen.

Durch den Anspruch gegen „Islamische Homophobie und Antisemitismus“ zu sein, erhoffen sie sich gesellschaftlichen Zuspruch und erzeugen gleichzeitig das Vorurteil, Muslime seien per se antisemitisch. Ihre Sichtweisen verbeiten sie im Internet auch auf Englisch und Arabisch. Interessant wäre es zu wissen, welche Lobby denn hinter diesem übereifrigen Engagement Bienkowskis und seiner PiexelHELPER steht. Wie ein weiteres, absurdes Crowdfunding-Projekt von PixelHELPER in Marokko zeigt, muss es eine gute finanzielle Unterstützung der Organisation geben.

Der Regenbogen in seiner natürlichen Schönheit ist und wird immer ein Zeichen der schöpferischen Perfektion des einen Gottes sein. Lassen wir uns diese Schönheit nicht durch seinen Missbrauch für bestimmte ideologische Ziele betrüben.

Regenbogenkaaba
Quelle: https://twitter.com/PixelHELPER/photo

Queere Geflüchtete bekommen schnelleres Asyl

Queere Geflüchtete dürfen ab dem 1.Oktober 2022 nicht mehr einfach so abgeschoben werden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) darf zukünftig keine diskrete Lebensweise im Herkunftsland als Grund für eine Abschiebung nennen. Damit bekommt jeder, der sich beispielsweise als homosexuell ausgibt, die Chance schnell Asyl zu erhalten.

Verhaltensprognose für queere Geflüchtete fällt durch die neue Verordnung weg

Durch die neue Verordnung fällt die sogenannte Verhaltensprognose weg. Das BAMF benutzt diese Prognose in einem zweistufigen Prozess, um zu bewerten, ob einer asylsuchenden Person im Heimatland eine Verfolgung droht. Erstens prüfen sie, wie sich der Asylsuchende bei einer Rückkehr im Heimatland verhalten würde. Zweitens wie der Staat und die Bürger auf dieses Verhalten reagieren. Basierend auf dieser Prognose konnte bis dato gegen ein Asyl entschieden werden. Als Begründung gab das BAMF nämlich an, sich diskret im Herkunftsland benehmen zu können. Durch das Wegfallen dieser Prüfung stellt die Regierung klar, dass auch bei diskretem Verhalten Gefahr im Heimatland bestehen kann. Außerdem soll das BAMF davon ausgehen, dass der Geflüchtete seine sexuelle Identität offen auslebt.

Sexuelle Orientierung darf nicht hinterfragt werden

Durch das Wegfallen der Verhaltensprognose, darf faktisch nicht mehr die sexuelle Orientierung der geflüchteten Personen hinterfragt werden. So heißt es in der Dienstanweisung des BAMF:

„Es darf keine Prognose dahingehend erfolgen, wie wichtig dem Antragsteller seine sexuelle Orientierung und/oder geschlechtliche Identität ist und ob die entsprechende Lebensweise für den Antragsteller unverzichtbarer Teil seiner persönlichen Identität ist.“

Dies bedeutet, dass jeder von sich behaupten kann beispielsweise homosexuell zu sein und deswegen nicht mehr in sein Heimatland zurückkehren kann. Der Mitarbeiter muss dem auch Glauben schenken und die Person als Flüchtling anerkennen, auch wenn sie offensichtlich lügen sollte.

Die neue Verordnung passt in die aktuelle Genderpolitik des Westens

Ähnlich wie das Selbstbestimmungsgesetz, in der jeder einmal im Jahr beim Standesamt seine Geschlechtseintragung ändern kann, verhält es sich mit dieser neuen Verordnung. Es wird nicht hinterfragt, ob der Gegenüber wirklich Mann oder Frau ist, nur das eigene Empfinden spielt eine Rolle. Genauso ist es mit der neuen Verordnung für Geflüchtete. Unabhängig davon, ob man wirklich homosexuell, transsexuell usw. ist, solange man es gut verkaufen kann, wird man ohne Probleme und weitere Prüfung ein Asyl bekommen.

Dies öffnet eine große Tür für alle Menschen, die einfach nur ihr Land verlassen und nach Deutschland kommen wollen. Dies ist nur ein weiterer Schlag für alle Menschen die aus Kriegsgebieten kommen und nicht bereit sind, sich dieser Ideologie unterzuordnen und sich als etwas auszugeben, was sie nicht sind und hier nur geduldet werden. Ein Klassensystem für Geflüchtete kommt immer mehr zum Vorschein. Menschen aus der Ukraine und LGBTQ-Anhänger sind Flüchtlinge erster Klasse, der Rest spielt weiterhin die zweite Geige.  

Queere

Mehr Geschlechtsumwandlungen durch soziale Medien

Mittlerweile gibt es auf den sozialen Medien viele Influencer, die ihr Trans-Leben beschreiben und damit werben. Dadurch kommt es zu mehr Geschlechtsumwandlungen unter den Zuschauern.

Influencer erzählen über ihre Erfahrungen der Geschlechtsumwandlung

Der als Mädchen geborene 28-jährige Luka Hauptmann, ist einer dieser Influencer, der über die Erfahrungen seiner Geschlechtsumwandlung spricht. Mit 19 Jahren suchte er nach Antworten und fand sie, wie nicht anders zu erwarten, auf YouTube bei amerikanischen Trans-YouTubern. Jahre später hat ein Therapeut bei ihm die Diagnose der Genderdysphorie gestellt. Daraufhin nahm er dann Testosteron und ließ sich seine Brust operativ entfernen. In einem Interview für die Welt sagte Luka über seine Arbeit auf den sozialen Medien: „TikTok ist jetzt das große Ding. Meine Zuschauer sind Teenager oder Anfang 20“.

Ein anderes Beispiel ist Gialu, der vor seiner Geschlechtsumwandlung depressiv war und gemobbt wurde. Auch hatte er ein Bild im Internet, in denen er noch lange Haare hatte, mit dem Titel, dass man niemals von großen Marken gesponsert werden würde. Danach sieht man ihn mit kurzen Haaren und strahlend, während er ein von Calvin Klein gesponsertes Outfit trägt. Er hat auf seinem TikTok Kanal viele solcher Vorher-Nachher-Videos. Dies vermittelt den Zuschauern, dass sein Leben vor der Umwandlung trist und erfolglos war. Nun ist er aber glücklich und erfolgreich. Schließlich steht er bei einer Berliner Agentur als nicht-binäres Model unter Vertrag, wo er unter anderem für C&A modelt.

Mediale Verbreitung ein Grund für die erhebliche Steigerung der Geschlechtsumwandlungen

Als Grund für die erhebliche Steigerung der Geschlechtsumwandlungen zählt der Psychiater Alexander Korte „die zunehmende mediale Verbreitung von Informationen über entsprechende Internetforen oder YouTube-Videos, in denen junge Leute euphorisch über ihre Behandlungen berichten und so manchem um Identität ringenden Pubertierenden als Influencer fungieren“. Es ist mittlerweile cool geworden Trans zu sein.

Aglaja Stirn, Professorin für Sexualmedizin an der Christian-Albrechts- Universität in Kiel, sagt: „Immer mehr Jugendliche kommen mit dem Spruch „Ich bin im falschen Körper“ in meine Ambulanz. Diese Wortwahl deutet schon darauf hin, dass sie das aus den gleichen Quellen haben“. „Die Zunahme an Jugendlichen, die eine Transition machen wollen, kann ich mir nur durch soziale Ansteckung erklären.“

Anderer Meinung ist die Psychologin Christa Gebel. Sie sagt: „Niemand wird durch Medien eine Genderdysphorie entwickeln, diese Macht haben Medien nicht. Sie bieten vielmehr Anregungen zur Auseinandersetzung und Orientierung über die soziale Umwelt“. Jugendliche, die häufig Transgenderinhalte konsumieren, zeigen einfach nur, dass sie sich mit der eigenen geschlechtlichen Identität auseinandersetzen. Trotzdem hätten die sozialen Medien einen gewissen Einfluss auf die Konsumenten. Leider unterschätzt die Psychologin jedoch eindeutig den Einfluss der sozialen Medien, gerade auf die jüngeren Konsumenten.

Anstieg der Geschlechtsidentitätsstörung bei jungen Mädchen um das 15-fache

Ein aktueller Bericht des schwedischen Zentralamtes für Gesundheits- und Sozialwesen zeigt, dass zwischen den Jahren 2008 bis 2018 die Anzahl von Personen, die als Mädchen geboren wurden und im Alter von 13 bis 17 Jahren an einer Geschlechtsidentitätsstörung (GID) leiden, um das 15-fache gestiegen ist. Bei Männern zwischen 18 – 24 Jahren war es ein Anstieg von GID um das Vierfache im gleichen Zeitraum. Diese und andere Statistiken, gekoppelt mit der aktuellen Genderpolitik im Westen, zeigen in welche Richtung wie uns als Gesellschaft bewegen. So reicht meist ein Blick in die USA, um zu schauen, wie unsere Zukunft in Deutschland aussehen wird. Sind die USA meist Vorreiter solcher Trends. Um diesen Trends entgegenzuwirken bedarf es einer starken Aufklärung, Standhaftigkeit und vor allem einer langen Ausdauer, auch um den gesellschaftlichen Druck, der immer größer wird, auszuhalten.

Geschlechtsumwandlungen

Internationale Organisation „Who is Hussain“ bricht den Weltrekord für Blutspenden

Weltweit werden mehr Blutspenden und Blutkonserven benötigt, als vorhanden sind. Verschiedene Faktoren führten zu diesem Mangel und die Verbreitung der Corona-Pandemie trug ebenfalls einen großen Teil dazu bei. In Großbritannien benötigt man 100.000 neue Spender, um den Bedarf an Blutkonserven zu decken. In den USA rief das Rote Kreuz erstmals eine nationale Blutkrise aus und in Indien zeigten Studien, dass rund 12.000 Menschen jährlich sterben, weil sie keinen Zugang zur Blutversorgung haben.

Rund 110.000 Menschen profitieren von dem Blutspenden-Weltrekord

Um dem Mangel an Blutkonserven weltweit eine Abhilfe zu verschaffen, hat die internationale Wohltätigkeitsorganisation „Who is Hussain“ am 27. August 2022 den Weltrekord für die größte Anzahl von Blutspenden an einem Kalendertag gebrochen. Unter dem Kampagnennamen #GlobalBloodHeroes realisierten Teams der Organisation in 153 Städten ganze 37.018 Blutspenden. Dabei stellten sie den neuen Weltrekord für „Official World Records“ auf.

Hussain ibn Ali ist die treibende Kraft hinter der Organisation

Der neu aufgestellte Rekord wurde um den Tag von Arbain herum bekanntgegeben, an dem Millionen Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um Imam Hussains Vermächtnis zu gedenken. Dieser Imam ist die treibende Kraft und Inspirationsquelle für die Freiwilligen und Unterstützer der nach ihm benannten Organisation.

„Who is Hussain wurde vor etwas mehr als einem Jahrzehnt gegründet, inspiriert durch das mitfühlende Erbe von Hussain ibn Ali. Es ist unglaublich, sich vorzustellen, dass der selbstlose Altruismus dieses Mannes, der vor über tausend Jahren lebte, über 37.000 Menschen dazu inspiriert hat, an der größten Blutspendeaktion der Geschichte teilzunehmen“, kommentierte Muntazir Rai, der Direktor der Organisation, den Erfolg der globalen Kampagne. Aus der selbstlosen Revolution des Imams ziehen die mit Who is Hussain aktiven Menschen Parallelen zu ihren aktuellen Lebenswelten. Dabei geben sie die Werte, für die Imam Hussain einstand, mit ihren Aktionen an ihre Mitmenschen weiter. So realisieren sie unter anderem Blutspenden, aber auch Hilfsaktionen für bedürftige Menschen jenseits von religiösen- oder kulturellen Hintergründen.


Auch in Deutschland brauchen wir mehr Blutspenden

Auch in Deutschland sind wir von der Blut-Knappheit betroffen. Rund 14.000 Blutpräparate benötigen die entsprechenden Stellen, um Patienten zu versorgen. Ein Sprecher des Blutspendediensts des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP, dass derzeit die dringend benötigten Blutspenden mit teils 30 Prozent noch weiter zurückgingen. Nur 3% der Spender in Deutschland spendeten regelmäßig Blut. Um dieses Defizit im tatsächlichen Bedarf auszugleichen und den Lebensverlust von Menschen abzuwehren, fordert der Sprecher des DRK ein Umdenken ein: „Wir brauchen jetzt eine Trendwende, um einen gravierenden Notstand abzuwenden“.

Who is Hussain in Deutschland

Um jenen Notstand abzuwehren, hat sich das deutsche Team von Who is Hussain in den vergangenen Jahren öfter engagiert und auch lokale Blutspendeaktionen organisiert. Auch am Weltrekord wollte sich der deutsche Zweig der Organisation beteiligen, jedoch sagte ihr das DRK aufgrund von Mangel an Kapazitäten eine Kooperation ab. Zweifelsohne hätte eine Einbindung der Freiwilligen, die im Rahmen von Who is Hussain auch in Deutschland Blut gespendet hätten, einen Teil der benötigten Spenden abgedeckt. Denn es zeigte sich in vielen Großstädten, dass die Organisation bei ihren Aktionen durch die Ausweitung des Zugangs und die Bekämpfung von Stereotypen besonders erfolgreich darin war, Spender aus verschiedenen ethnischen Hintergründen zu ermutigen, sich zur Blutspende zu melden, viele auch zum ersten Mal – welche die etablierten Blutspendeorganisationen und Krankenhäuser so dringend brauchen.

Muntazir Rai hob den universalen Charakter des Hussainitischen Einsatzes am Beispiel der Blutspende folgendermaßen hervor: „Blutspenden ist ein universeller Akt des Mitgefühls, der Menschen auf der ganzen Welt vereinen kann – wir alle bluten gleich. Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Erstspender gemeldet haben und viele sich verpflichtet haben, erneut zu spenden und dies hoffentlich noch in den kommenden Jahren tun werden“.

Auf dass unsere Gemeinschaften – egal wo wir auf der Welt leben mögen – durch die universelle Botschaft der Revolution Imam Hussains zeitgemäß bereichert werden.

Blutspenden

Der Pilgermarsch zu Arbain verdeutlicht die Lebendigkeit der Religion

Am letzten Wochenende fand der Arbain Pilgermarsch im Irak statt. Dieser Marsch verdeutlicht vor allem die Lebendigkeit der Religion.

Der Marsch nach Kerbala ist für alle gerechtigkeitsliebende Menschen

Natürlich sind es in erster Linie Muslime, die den Marsch von Najaf nach Kerbala im Irak antreten. Jedoch gibt es viele Menschen aus aller Welt, verschiedenster Konfessionen, die an diesem Marsch teilnehmen. Dies weil sie den Ruf dieses Marsches nach universeller Gerechtigkeit und der Ablehnung von Unterdrückung jeglicher Art unterstützen möchten. Imam Hussein (der Friede sei mit ihm) hat die Revolution gestartet, um die islamische Gemeinschaft wieder auf die Grundwerte des Islams zu besinnen. Die Werte, die er hierbei vertreten und vorgelebt hat, sind jedoch universell und für alle Menschen.

Jeder Mensch, der sich mit der Geschichte und diesem historischen Ereignis auseinandersetzt, wird sehen, wie tiefgründig und lehrreich es ist. Lehren, die die Gesellschaft, die Politik, das Familienleben, die Beziehung zu Gott, das Verhalten gegenüber Andersdenkenden, ja sogar das Verhalten gegenüber Tieren und vieles mehr betreffen.

Lebendigkeit
Christen, die an dem Arbainmarsch teilnehmen

Die Bereitschaft der Menschen zeigt die Lebendigkeit der Religion

Die Menschen, die diesen Marsch antreten, zeigen, dass sie die Religion nicht nur hinter ihren vier Wänden ausleben. Sie gehen aktiv raus, um durch ihre Präsenz für die islamischen Werte, die nichts anderes als menschliche Werte sind, einzustehen. Dazu gehört, wie bereits erwähnt, der Kampf gegen Tyrannei und Unterdrückung. Aber auch die moralischen Werte, wie Großzügigkeit, Brüderlichkeit, und Zusammenhalt, werden durch diesen Marsch deutlich vorgelebt.

Viele Anhänger anderer Religionen, aber auch Anhänger des Islams, sehen die Religion nur als Teil des Lebens an, bzw. praktizieren die eigene Religion nur dann, wenn es gerade in den Alltag passt. Dabei sollte das Leben ein Teil der Religion sein. Vor allem wenn man, wie bei den drei monotheistischen Religionen, daran glaubt, dass das Leben nach dem Tod erst richtig beginnt. Dies bedeutet nicht, was viele missverstehen, dass man sich im diesseitigen Leben daheim einsperrt und den ganzen Tag beten soll. Dies tut man, um dann nach dem Tod voll durchstarten zu können. Viel eher, muss der Mensch, der ein soziales Wesen ist, sich aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen. Hierbei muss er sich für Recht, Ordnung und Zwischenmenschlichkeit, soweit es ihm möglich ist, einsetzen und versuchen einen positiven Mehrwert für seine Mitmenschen zu schaffen.

Die Aufopferung Imam Husseins für den Islam hat dazu geführt, dass die Menschen bei diesem Arbainmarsch die Anwesenheit Gottes spüren. Dieses besondere Erlebnis hat eine spezielle Anziehungskraft. Dadurch fühlen sich auch Menschen anderer Religionen zu diesem Marsch hinzugezogen, um diese besondere Präsenz Gottes ebenfalls spüren zu können. Gerade in Zeiten, wo viele Menschen sich von der Religion abwenden und sie die Anwesenheit Gottes nicht mehr in ihrem Leben oder in ihren Gotteshäusern spüren, bietet dieser heilige Marsch einen besonderen Ort, die Liebe zu Gott wiederzubeleben.   

Lebendigkeit

Arbain in Kerbala und die Großzügigkeit des irakischen Volkes

Bei dem alljährlichen Trauermarsch in Kerbala in der Zeit von Arbain sticht vor allem die Großzügigkeit des irakischen Volkes heraus, die auf der Welt ihresgleichen sucht.

Über 20 Millionen Pilger werden kostenlos bewirtet

In dieser besonderen Zeit, kommen über 20 Millionen Pilger aus aller Welt zusammen, um den Trauermarsch nach Kerbala zu vollziehen. Mann, Frau, jung, alt, arm, reich, dunkel- oder hellhäutig versammeln sich und haben nur ein Zielort. Dabei ist es interessant zu beobachten, dass die Pilger selbst, bei dem meist dreitägigen Marsch, keine Verpflegung oder sonstiges mit sich tragen. Denn für die Unterkunft und die Verpflegung sorgt das großzügige irakische Volk. Tausende Zelte werden auf der Pilgerstrecke aufgestellt, in denen es Schlafmöglichkeiten und Verpflegung gibt. Umsonst versteht sich.

Die Zeltbesitzer möchten kein Geld von den Pilgern. Sie drängen sich nahezu den Pilgern auf, sich ihr Zelt als Schlafplatz auszusuchen und bei ihnen zu essen. Auch Ärzte bieten dort kostenlos ihre Behandlung an. Gelehrte sitzen auf dem Boden und beantworten Fragen der Menschen, oder massieren die Füße der Pilger. Dies alles tun sie, um Gottes Wohlgefallen zu erlangen und als Helfer der Pilger Imam Husseins (der Friede sei mit ihm) zu zählen.

Bei diesem Marsch fragt keiner welcher Gruppierung oder Religion man angehört. Jeder der für den Frieden und die Gerechtigkeit einsteht und sich auf diesen Friedensmarsch auf dem Weg nach Kerbala macht, wird wie ein Adliger behandelt. Wer die Einheit der Muslime und die wahre Großzügigkeit des Islams kennenlernen möchte, der muss diesen Marsch mindestens einmal im Leben erleben.  

Großzügigkeit
Sunnitischer Geistlicher verteilt etwas zu essen

Großzügigkeit und Opferbereitschaft des irakischen Volkes trotz ihrer Lebensumstände ist vorbildlich

Der Irak ist ein Land, welches von Kriegen, Ausbeutungen und sonst schweren Lebensumständen geprägt ist. Umstände, die die meisten Menschen in Deutschland oder anderen privilegierten Ländern sich gar nicht vorstellen können. Trotzdem arbeiten die Menschen 11 Monate im Jahr und sparen ihr Geld zusammen, damit sie es in der Pilgerzeit für die Pilger ausgeben können. Viele leeren auch ihre Wohnungen, um den Pilgern ein Schlafplatz zu geben. Sie opfern ihre Zeit und Geld mit einem Lächeln und freuen sich, wenn sie ihr vorbereitetes Essen komplett an die Pilger verteilen können. Selbst diejenigen die kein oder kaum Geld haben, bieten trotzdem etwas kleines, wie Tee oder Datteln an, damit sie den Pilgern dienlich sein können.

Diese Opferbereitschaft und Gastfreundlichkeit sollten ein Beispiel und Vorbild für alle freiheitsliebenden Menschen auf der Welt sein. Wenn der Mensch davon überzeugt ist das Richtige zu machen, dann ist er bereit mit einem Lächeln seinen Lebensstandard zu senken, um die Menschen zu unterstützen. Diesbezüglich ist es dann interessant zu sehen, wie die Opfer- und Gastfreundlichkeit in Deutschland gehandhabt wird. SO werden Flüchtlinge in Klassen unterteilt. Ukrainer sind dabei Flüchtlinge erster Klasse, der Rest gehört der zweiten Klasse an. Genauso verhält es sich mit der Opferbereitschaft. Da die viele Menschen sich nicht mit der deutschen Ukrainepolitik identifizieren können und sie es nicht für das richtige Verhalten halten, sind sie auch verständlicherweise nicht bereit ihren aktuellen Lebensstandard zu opfern.   

Großzügigkeit