Die Ressentiments rechts eingestellter Menschen in Deutschland gegenüber Muslimen zeigen sich immer häufiger durch verbale Anfeindungen und Übergriffe auf vor allem kopftuchtragende Musliminnen.
Dunkelziffer der Übergriffe ist weitaus höher
Anfang August wurde eine schwangere Muslimin in einem Berliner Bus von einem 20-Jährigen zunächst verbal angegangen. Anschließend hat er sie dann bespuckt und zuletzt festgehalten und geschlagen. Dabei hat er ihr unter anderem auch das Knie in den Bauch gerammt. Mitfahrer schritten ein und konnten den Täter von der Frau lösen.
In Leipzig haben im selben Monat zwei Männer sechs kopftuchtragende Frauen rassistisch beleidigt und verfolgt. Schließlich konnten die Frauen in eine Straßenbahn flüchten. Ihnen kamen auch zwei Männer zur Hilfe. Gegen einen von ihnen wird nun wegen dem Versprühen von Reizgas wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Dies ist keine zuvorkommende Gegenleistung für die gezeigte Zivilcourage, die leider bei der Mehrheit der rassistischen Übergriffe noch immer ausbleibt.
Eine kurze Recherche zeigt, dass allein der August weitere Angriffe auf Muslime zählt. Diverse Anlaufstellen bieten mittlerweile die Meldung islamfeindlicher Übergriffe an. Seit 2017 erfasst das Bundesinnenministerium islamfeindliche Straftaten als gesonderte Kategorie im Rahmen der politisch motivierten Kriminalität. Allerdings gingen in den vergangenen Jahren aus Berichten von islamischen Organisationen, die eigenständige Erhebungen durchführen, höhere Zahlen hervor. Dies mag zum einen daran liegen, dass die Behörden manche Straftaten nicht als islamfeindlich erkennen. Zum anderen bringen die Betroffenen viele Fälle auch nicht zur Anzeige oder melden sie den Behörden, weshalb von einer noch höheren Dunkelziffer ausgegangen wird.
Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten steigt
2021 zählte das Bundesamt für Verfassungsschutz in Deutschland das Personenpotenzial gewaltorientierter Rechtextremisten auf 13.300. Etwa 300 Personen mehr als im Vorjahr und die höchste registrierte Zahl seit 2015. Folglich liegt auch die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten hoch. Neben der hier auch höher geschätzten Dunkelziffer geht man von über 22.300 Straftaten aus. Trotz der großen historischen Verantwortung, die auf Deutschland in Bezug zum Rechtsextremismus liegt, werden gegenüber diesem großen gesamtgesellschaftlichen Problem nur unzureichende Gegenmaßnahmen ergriffen.
Die immer wieder ans Tageslicht kommenden Verstrickungen von Behördenangehörigen in rechtsextreme Netzwerke lassen zudem das Vertrauen in diverse Sicherheitsapparate schwinden. Innerhalb der Gesellschaft zeigen sich rechtsextreme Einstellungen hemmungslos durch zunehmende Hetze im Netz, durch die steigenden Zahlen an rassistisch motivierten Straftaten und nicht zuletzt durch die politische Einbindung der rechtspopulistischen AfD, deren anfänglichen Erfolge auch einen Rechtsruck der etablierten Parteien motivierten.
Normalisierung antimuslimischer Einstellungen
Antimuslimische Einstellungen sind längst kein Randphänomen mehr. In den vergangenen Jahren haben führende Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Wissenschaft das antimuslimische Klima angeheizt. Im öffentlichen Diskurs beleuchtet man den Islam hauptsächlich im Kontext negativer Berichterstattung. Pauschalisierende, diskriminierende Sichtweisen über Muslime erhielten Legitimationen durch geführte Scheindebatten. Im Vorwand der Meinungsfreiheit überträgt man rassistische Markierungen auf Muslime. Der antimuslimische Rassismus wurde anschlussfähig. Die nun messbare gesellschaftliche Diskriminierung von Muslimen in Deutschland ist also nur eine Folge der jahrelangen Normalisierung von diskriminierenden Einstellungen gegenüber Muslimen im öffentlichen und medialen Diskurs. Und nicht zuletzt auch Folge der Symbolwirkung ihrer Benachteiligung in diversen Lebensbereichen, die vom Neutralitätsgesetz getragen und diversen Urteilen dazu gestützt wird.
Politik und Medien müssen endlich umlenken
Dass bei den alltäglichen Übergriffen und Anschlägen auf Muslime und Moscheen nicht mehr von Einzelfällen gesprochen werden darf, liegt auf der Hand. Dies bedarf eines entschlossenen Vorgehens, um diese besorgniserregende, gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland einzudämmen. Beginnen könnten Politik und Medien damit, dem antimuslimischen Populismus mit klaren Worten zu widersprechen und diesem gesamtgesellschaftlichen Problem erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.
Es darf schlichtweg nicht sein, dass sich rechtsextremistische Anschläge, wie die Morde in Hanau oder des NSU, wiederholen und es darf auch nicht sein, dass sich Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit auf den Straßen nicht mehr sicher fühlen.
Vor 3 Monaten wurde einem türkischen Ehepaar in Duisburg ihr heute 10 Monate altes Baby vom Jugendamt weggenommen. Nun hat man den jungen Emir einem homosexuellen Paar anvertraut.
Wunsch der Mutter wurde nicht berücksichtigt
Das Jugendamt entschied, dass der Junge aus der Familie herausgenommen wird, da er Entwicklungsstörungen und die Mutter starke psychische Störungen hat. Die Mutter äußerte sich in einem Interview und sagte, dass wenn schon ihr Kind weggenommen wird, es wenigstens in eine muslimische Familie, vorzugsweise türkisch, kommen soll. Dass das Jugendamt ihr Kind einem homosexuellen Paar zur Pflege gibt, ist für die Mutter inakzeptabel. Deswegen wollen auch die Eltern versuchen mit Hilfe eines Anwalts gegen diese Entscheidung anzukämpfen. Jedoch wird dies nicht leicht werden: Zum einen sieht man homosexuelle Paare in Deutschland als etwas ganz Normales an. Deswegen ist es auch kein Problem, wenn solch ein Paar ein Kind adoptiert. Schließlich gibt es für solche Paare sonst keine andere Möglichkeit ein Kind zu bekommen. Zum anderen hat das Jugendamt vor Gericht einen besonderen Status. Dies macht es sehr schwer gegen sie vor Gericht zu gewinnen.
Türkisches Staatskonsulat schaltet sich ein
Das türkische Staatskonsulat hat sich nach medialer Aufmerksamkeit in der Türkei eingeschaltet und ihre Hilfe angeboten. Das Konsulat hat dem Jugendamt eine Liste mit potenziellen Pflegefamilien, die einen muslimisch-türkischen Hintergrund haben, vorgelegt. Ob das Jugendamt eines dieser Angebote annehmen wird, bleibt fragwürdig.
Vorwurf an das Jugendamt wegen unsensibler Entscheidung
In diesem Fall soll die Entscheidung des Jugendamts, das Kind aus der Familie zu nehmen, nicht kritisiert werden. Das Jugendamt selbst hat eine sehr schwere Aufgabe zu meistern. Sie müssen einschätzen, wann es zu gefährlich für ein Kind wird, bei der eigenen Familie zu bleiben. Und je nach Entscheidung werden sie meist kritisiert. Wenn sie falsch entscheiden und ein Kind unberechtigterweise der Familie wegnehmen, dann kritisiert man sie dafür, eine Familie und die Zukunft des Kindes zerstört zu haben. Wenn sie es der Familie nicht wegnehmen und es dann zu schlimmen Misshandlungen oder anderen Straftaten gegenüber dem Kind kommt, dann kritisiert man das Jugendamt, nicht rechtzeitig gehandelt zu haben.
Hier in diesem Fall kritisiert man aber, dass das Jugendamt unsensibel handelt und nicht auf die Hintergründe des Kindes achtet. Es ist verständlich, dass die Mutter nicht möchte, dass ihr Kind zu einem homosexuellen Paar kommt. Auch wenn in Deutschland homosexuelle Paare den gleichen Status genießen wie eine heterosexuelle Ehe, so ist es doch trotzdem für viele keine normale Beziehung, die als Grundlage einer funktionierenden Familie dienen sollte. Auch wenn manche das Gegenteil behaupten, so ist es für das Wohl des Kindes immer noch am besten, wenn es in einer Familie mit einem weiblichen und männlichen Vorbild aufwächst. Ob das Jugendamt sich bewusst für das homosexuelle Paar entschieden hat, um die moralische Erziehung des Kindes in eine gewisse Richtung zu lenken, bleibt unbeantwortet. Dies wird wohl erst eindeutig belegbar sein, wenn uns in Zukunft häufiger solche Nachrichten erreichen.
Fatima Payman, 27 Jahre alt, ist eine australische Politikerin mit afghanischen Wurzeln. Sie wurde am 20.06.2022 als Senatorin für West-Australien gewählt. Das macht sie zu ersten kopftuchtragenden Muslima im australischen Parlament.
Fatima Payman flüchtete als Kind mit ihren Eltern aus Afghanistan
Mit nur 5 Jahren floh Fatima Payman mit ihren Eltern vor der Taliban nach Pakistan. Ihr Vater fuhr im Jahre 1999 mit dem Boot nach Australien. Dort übte er dann Dienstleistungsberufe aus, bis er sich die Immigration seiner Frau und vier Kinder nach Australien leisten konnte. Mit acht Jahren und als Älteste der vier Kinder kam Fatima Payman schließlich nach Australien. 18 Jahre später und mit 27 Jahren ist Fatima Payman die drittjüngste Senatorin in der australischen Geschichte und die aktuell jüngste aktive Senatorin.
Fatima Payman möchte das Tragen des Kopftuches normalisieren
Sie hat es sich zu Aufgabe gemacht, mehr Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln in die Politik zu involvieren bzw. ihr Interesse für die Politik zu wecken. Außerdem möchte sie die Bildung junger Kinder und den Klimawandel verbessern. Hinzu kommt, dass sie das Tragen des Kopftuches normalisieren möchte. Dies bedeutet, dass es nicht mehr im Vordergrund einer Person steht, ob sie ihren Kopf bedeckt oder nicht. Einzig und allein ihre Kompetenz sollte ausschlaggebend für das Ausüben eines Berufs sein.
Das Kopftuch ist in Deutschland immer noch ein Hindernis für das Ausüben vieler Berufe
Solch eine Situation wie in Australien scheint in Deutschland noch in weiter Ferne zu liegen. Eine kopftuchtragende Lehrerin, Polizistin oder Staatsanwältin ist kaum vorstellbar. Wie ist es dann, wenn eine Ministerin mit Kopftuch in den deutschen Bundestag gewählt werden würde? Leider ist der aktuelle Stand in Deutschland so, dass für viele Menschen das Kopftuch immer noch ein Zeichen mangelnder Integrationsbereitschaft darstellt. Hinzu kommt, dass man mit dem Kopftuch schlechte Deutschkenntnisse assoziiert. Deswegen wird oft dieser Vergleich gebracht, dass solange eine Muslima mit Kopftuch die Schule oder den Gerichtssaal putzt, dies kein Problem darstellt. So bald sie aber an den Lehrerpult oder in den Gerichtssaal möchte, stellt dies eine nicht überwindbare Problematik dar. Wenn man wirklich die muslimische Frau aus ihrer „Unterdrückung“ helfen möchte, sollte sie dann nicht in der Lage sein, jeden Beruf auszuüben den sie möchte? Würde man sie dadurch nicht stärken?
Auch das Argument der Wichtigkeit der Neutralität an solchen Arbeitsplätzen wird wieder nach eigenem Interesse ausgelegt. So ist eine Frau mit Kopftuch niemals neutral und kann auch nicht neutral auftreten. Eine Transgender-Frau ist aber neutral und präsentiert keine Ideologie nach außen. Das Tragen von religiösen Symbolen bedeutet nicht gleich, dass die Person nicht in der Lage ist in ihrem Beruf neutral zu sein und alle Menschen gleich zu behandeln. Genauso ist es nicht immer so, dass Menschen die neutral auftreten auch unvoreingenommen sind. Wir brauchen also als Gesellschaft andere Maßstäbe, um festzustellen, ob jemand für einen Beruf geeignet ist oder nicht und ob er diesen auch neutral ausüben kann. Die richtige Kompetenz und die individuelle Prüfung sind vielleicht solche Maßstäbe.
Die Gendersprache, also den Gebrauch geschlechtergerechter Formulierungen zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter in der Sprache, wird vielerorts bereits verwendet. Jedoch fordern immer mehr Institutionen die Verwendung der Gendersprache, auch auf persönlicher Ebene, trotz fragwürdiger Rechtsgrundlage.
35% aller Unternehmen nutzen in ihrer externen Kommunikation die Gendersprache
Das ifo-Institut veröffentlichte im Juli 2021 eine umfassende Befragung für den Bereich der freien Wirtschaft. Laut der Erhebung nutzen 35% aller Unternehmen in ihrer externen Kommunikation die Gendersprache; in der internen Kommunikation sind es 25%. In einer anderen Umfrage der „Wirtschaftswoche“ vom Juni 2022 gaben 28 von 40 befragten Dax-Konzernen Auskunft über die Verbindlichkeit der Nutzung der Gendersprache. Zwei Drittel der 28 Unternehmen haben eigene Leitlinien, bei einem Viertel der Konzerne sind sie auch verpflichtend.
Rechtsgrundlage für die Verpflichtung der Gendersprache ist nicht eindeutig
Der Arbeitsrechtler Arnd Diringer äußert sich zu der Rechtsgrundlage der Verwendung der Gendersprache. „Solang es nur um Textbausteine beispielsweise für die Website eines Unternehmens geht, wird der Arbeitgeber die Verwendung von Gendersprache im Rahmen seines Direktionsrechts wohl verlangen können“. Jedoch ist es nicht zulässig, wenn Unternehmen Mitarbeiter verpflichten, auch dann die Gendersprache zu nutzen, wenn sie mit eigenem Namen und nicht dem Namen des Unternehmens auftreten. „Eine persönliche Unterwerfung unter eine bestimmte Weltsicht oder Ideologie, und nichts Anderes ist das Gendern, darf von Arbeitnehmern nicht verlangt werden“, so Diringer. „Anders ist es nur in Tendenzbetrieben, also Unternehmen, bei denen nicht wirtschaftliche, sondern politische Ziele im Vordergrund stehen.“
Das Einhalten der Gendersprache fließt an mancher Uni in die Note ein
An den Universitäten hält man auf der Verwaltungsebene die Gendersprache ein. Dies wird auch von vielen Landesgleichstellungsgesetzen im Grundsatz vorgeschrieben. Einzelne Fakultäten erlassen eigene Leitfäden, die von ihren Angehörigen erwarten, geschlechterneutral zu kommunizieren. Ein Fall an der Uni Tübingen sorgte jedoch für Aufsehen. In den Bearbeitungshinweisen zu einer Hausarbeit in einem Pflichtmodel der katholisch-theologischen Fakultät wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Nutzung der geschlechterneutralen Sprache in den schriftlichen Arbeiten in die Korrektur einfließt und dementsprechend bei der Notenvergabe eine Rolle spielt. Drei Studenten die sich weigerten dies umzusetzen seien im Erst- und Zweitversuch durchgefallen. Erst im letzten Anlauf hätten zwei von Ihnen nachgegeben und somit bestanden.
Eine kleine Minderheit zwingt der Mehrheitsgesellschaft seine Ideologie auf
Laut dem dgti (Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.) liegt die Anzahl der Transgender Personen in Deutschland bei 0,6% der Gesamtbevölkerung. Der Gebrauch des generischen Maskulinums stellt für sie, aber auch beispielsweise für eingesessene Feministinnen, ein Problem dar. Bei diesen Bewegungen geht es nicht mehr um das bloße Einfordern von Respekt, Toleranz und Akzeptanz in der breiten Gesellschaft. Eine kleine Minderheit zwingt 99,4% der Gesellschaft ihre Ideologie auf, sodass die komplette Sprache angepasst werden soll.
Es geht soweit, dass man im Studium oder auf dem Arbeitsplatz mit harten Folgen für den eigenen Werdegang rechnen muss, wenn man sich dieser Ideologie nicht unterordnet. Es wird solange psychischer und sozialer Druck ausgeübt, bis der Widerstandswille bricht. Problematisch ist dies vor allem in der gesprochenen Sprache. Ständig auf die Gendersprache achten zu müssen, erschwert das Führen und dem Zuhören eines flüssigen Gespräches.
Die aggressive Art die diese Bewegung mit sich bringt, wird nicht bei der Sprache aufhören. Sie werden früher oder später immer mehr Einschnitte in das Entscheidungsrecht der Bürger fordern. Man stelle sich vor die fünf Millionen Muslime würden der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland aufzwingen wollen, dem anderen Geschlecht bei der Begrüßung nicht mehr die Hand zu reichen.
In einem Zeitraum von neun Monaten wurden in der US-amerikanischen Stadt Albuquerque 4 Muslime ermordet. Drei der Morde geschahen innerhalb von 2 Wochen. Die muslimische Gemeinschaft fürchtete sich und ging von einer gezielten Jagd auf Muslime aus. Nun verhaftete die Polizei einen Verdächtigen, der selbst Muslim ist. Eine Chance die Einheit der Muslime zu zerstören.
Motiv des Verdächtigen scheint die Eheschließung seiner Tochter mit einem Schiiten zu sein
Es wird spekuliert, dass der Auslöser der Morde, die Heirat der Tochter des Verdächtigen war. Die Tochter, die aus einer sunnitischen Familie stammt, heiratete nämlich einen Mann aus einer schiitischen Familie. Diese Entscheidung gefiel dem Vater jedoch nicht. Aufgrund dessen wird angenommen, dass er sich Männer ausgesucht hat, die einen Familiennamen trugen, die typisch für Schiiten sind. Zwei der Ermordeten hießen nämlich Hussain mit Nachnamen, der Dritte hieß Hussein und der Vierte Ahmadi.
Die Morde eignen sich als Instrument, um die Einheit unter den Muslimen zu zerstören
Es spielt keine Rolle, ob der Verdächtige der wahre Mörder und oder sein Motiv seine Abneigung gegenüber schiitischen Muslimen ist. Allein die Tatsache, dass die Medien solch eine Nachricht und Spekulation verbreitet, kann dazu führen die Einheit unter den Muslimen zu zerstören. Solche Spekulationen dienen vor allem der Spaltung unter den Muslimen, da sie negative Gefühle auf beiden Seiten hervorrufen und dadurch Abneigungen entstehen können. Deswegen ist es überaus wichtig, solche Nachrichten mit Vorsicht zu genießen und nicht emotional darauf zu reagieren, egal welcher islamischen Denkrichtung man angehört.
Es ist nicht richtig das falsche Handeln eines Einzelnen auf die Angehörigen derselben islamischen Denkrichtung zu übertragen. Daher ist es immer gut zu sehen, dass es genug Muslime gibt, die sich nicht von solchen Nachrichten beeinflussen lassen. So hat sich beispielsweise die muslimische Gemeinschaft in Albuquerque am ersten Freitag seit der Verhaftung des Verdächtigen getroffen, um das Gemeinschaftsgebet zu verrichten. Dabei beteten Sunniten und Schiiten Seite an Seite und Schulter an Schulter.
Die Einheit der Muslime ist an starkes Mittel, um die eigenen Interessen durchzusetzen
Neben der Wichtigkeit der Einheit der Muslime für das friedliche Zusammenleben untereinander, dient die Einheit als wichtigstes Mittel in der Durchsetzung der eigenen Interessen. Wenn die Muslime in Deutschland Hand in Hand zusammenarbeiten würden, könnte so viel mehr Druck auf die Politik ausgeübt werden. Im Jahre 2021 waren von den 5.5 Millionen Muslimen rund die Hälfte wahlberechtigt. Eine solch hohe Zahl ist für jeden Politiker Grund genug, die Interessen dieser Wähler nicht ohne weiteres unbeachtet zu lassen. Dadurch würden Aktionen, wie die vor kurzem stattgefundene Koranverbrennung in Hamburg nicht ohne Konsequenzen an den Menschen vorbeiziehen und eine viel höhere Aufmerksamkeit bekommen.
Es ist also wichtig, sich auf die Gemeinsamkeiten statt auf die Unterschiede zu konzentrieren. Jeder Muslim, unabhängig der Denkschule, möchte in Deutschland frei und ohne Sorge seine Religion ausleben. Außerdem wird es kein Muslim gutheißen, wenn jemand seine Religion oder die Heiligkeiten des Islams beleidigt oder schändet. So ist die einzige Lösung, um dies in Deutschland zu ermöglichen, die Einheit der Muslime, damit sie gemeinsam für ihr Recht eintreten.
In weniger als zehn Tagen sind vier Menschen bei vier verschiedenen Polizeieinsätzen ums Leben gekommen. Drei von ihnen wurden von der Polizei erschossen. Besonders tragisch war der Tod eines 16-jährigen Flüchtlings aus dem Senegal, der mit einer Maschinenpistole durch fünf Schüsse ums Leben kam.
16-jähriger Senegalese war anscheinend suizidgefährdet
Der Tod des Jugendlichen ereignete sich in Dortmund. Ein Mann verständigte die Polizei, da sich der Senegalese, namens Mohammed D., im Innenhof einer katholischen Jugendhilfeeinrichtung, ein Messer vor den Bauch hielt. Mohammed D. war psychisch auffällig gewesen und hatte sich einen Tag in einer Psychiatrie aufgehalten. Insgesamt waren elf Polizisten bei dem Einsatz beteiligt. Ein 29-jähriger Polizeikommissar sicherte die Situation mit einer Maschinenpistole (MP 5) im Hintergrund ab.
Entwaffnungsversuche durch Pfefferspray schlugen fehl, woraufhin der Jugendliche die Polizisten mit dem Messer angriff. Als die Situation weiter zu eskalieren drohte und elf Polizisten es nicht schaffen einem 16-jährigen Jungen ein Messer abzunehmen, schießt der Polizeikommissar mit seiner MP 5 sechs Kugeln auf Mohammed D. Von diesen sechs Kugeln treffen ihn fünf unter anderem in Kiefer, Bauch und Brust. Nachdem Einsatz hagelt es viel Kritik und Fragen. Wieso musste eine MP 5 eingesetzt werden? Hätte die Polizei den Jungen nicht anders kampfunfähig machen können?
Einen Tag zuvor stirbt in Recklinghausen ein Mann bei Polizeieinsatz
In Recklinghausen verstarb ein 39-jähriger Mann, nachdem jemand die Polizei in seine Wohnung rief. Der Mann randalierte, sodass die Polizei gezwungen war ihn zu fixieren. In Folge dessen verlor der Mann das Bewusstsein, sodass er mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht wurde und dort verstarb.
Untersuchungsverfahren der beiden Polizeieinsätze sind nicht neutral
Im Falle des 16-jährigen Senegalesen in Dortmund ermittelt aus Neutralitätsgründen die Polizei in Recklinghausen. Umgekehrt ermittelt im Falle des verstorbenen 39-jährigen Mannes in Recklinghausen, aus Neutralitätsgründen, die Polizei in Dortmund. Wie die Polizei hier die Neutralität wahren möchte, ist sehr fragwürdig. Aus diesem Grund fordert der Deutsche Anwaltverein (DAV) die Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen. Dadurch soll tatsächlich die Neutralität bei der Aufarbeitung der Einsätze sichergestellt werden.
Polizei beendet zwei weitere Einsätze ebenfalls mit tödlichen Schüssen
Ebenso tötete die Polizei am 02.08.2022 einen 23-jährigern Mann, nach einer Eskalation im Frankfurter Bahnhofsviertel, durch einen Kopfschuss. Der polizeibekannte Mann bedrohte Prostituierte mit einem Messer und verletzte einen Polizeihund schwer.
In diesem Fall übernimmt die LKA die Ermittlungen. Die LKA, also das Landeskriminalamt, ist eine Einrichtung deutscher Landes-Polizeien.
Einen Tag später hat die Polizei bei einer Zwangsräumung in Köln den 48-jährigen Mieter, nach Eskalation der Situation, erschossen.
Aus Neutralitätsgründen übernimmt in dem Fall die Polizei Bonn die Ermittlungen des Falls.
Es bleibt zu hoffen, dass der Staat schnellstmöglich neutrale Untersuchungsstellen schafft, damit diese die Einsätze genau aufarbeiten können. Nur so kann man bei fahrlässigen Fehlern die Verantwortlichen zu Rechenschafft ziehen. Dadurch wird auch ein Zeichen gesetzt, dass solche Taten nicht unbestraft bleiben, da es sehr naheliegend ist, dass die Polizei die eigenen Kollegen schützt. Einen amerikaähnlichen Zustand, in der die Waffe leichtfertig abgefeuert wird und die Polizeibrutalität sehr hoch ist, ist das Letzte was wir in Deutschland noch gebrauchen können.
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