Seit Wochen beeinflussen die deutschen Medien durch gezielte Propaganda das Bild ĂŒber die aktuellen Unruhen im Iran.
Medien tÀuschen die Zuschauer mit falschen Informationen
Schaut man sich die anhaltenden Unruhen im Iran an, sieht man selten gröĂere Menschenmassen, die gegen die Regierung demonstrieren. Es sind vor allem jĂŒngere Menschen, die in kleineren Gruppen gewaltbereit, Menschen attackieren und öffentlichen Besitz beschĂ€digen. Zuletzt wurde in Teheran ein junger Mann brutal zusammengeschlagen, sodass er ins Koma fiel und spĂ€ter seinen Verletzungen erlag. In den hiesigen Medien, findet man keine einzige Nachricht ĂŒber diesen brutalen Mord.
In den deutschen Medien vermittelt man jedoch das Bild, dass ein GroĂteil der Bevölkerung an den Protesten teilnimmt. Dabei nutzen sie Bilder von Demonstrationen, die fĂŒr die Regierung und gegen die gewaltbereiten Demonstranten sind. Dies ist deutlich daran erkennbar, dass die Demonstranten unter anderem Bilder vom aktuellen religiösen Oberhaupt Ayatollah Khamenei hochhalten. AuĂerdem halten sie Plakate hoch, in denen sie, die Unruhstifter anprangern.
Terroranschlag in Shiraz wird ebenfalls relativiert
Schaut man sich beispielsweise die Berichterstattung der SĂŒddeutschen Zeitung ĂŒber den Anschlag auf einen der heiligen Schreine in der iranischen Stadt Shiraz an, sieht man wie sie die Nachricht ĂŒber den eigentlichen Vorfall abĂ€ndern und relativieren. So heiĂt es anfangs am 27.10.2022 richtigerweise, dass ein Mann mit einem Maschinengewehr, den Schrein gestĂŒrmt und das Feuer auf die GlĂ€ubigen eröffnet hat. Dabei sind 15 Menschen ums Leben gekommen. Am 29.10.2022 hieĂ es dann, dass eine Bombe in Shiraz explodiert ist und 15 Menschen mit in den Tod gerissen hat.
Beide Nachrichten, auch wenn die letzte nicht stimmt sind schlimm. Schaut man sich jedoch die Videoaufnahmen vom Anschlag an, wird man eine Skrupellosigkeit des Mannes vorfinden, wie er die unschuldigen Menschen ohne Erbarmen hinrichtet, die dem Terroranschlag in einer Moschee in Neuseeland Àhnelt. Aufgrund dessen versucht man offenbar dieses Ereignis zu relativieren, damit das Augenmerk auf die Demonstranten gegen die Regierung nicht verloren geht.
Viele Menschen lesen die Nachrichten nur oberflÀchlich und zeigen ihre rassistische Haltung
Es ist erschreckend zu sehen, wie oberflĂ€chlich viele Menschen die Nachrichten lesen und ihre rassistische Haltung in den Kommentaren zeigen. So wird in einem Artikel berichtet, dass iranische BĂŒrger vor der deutschen Botschaft in Teheran, gegen die deutsche Regierung demonstrieren. Sie beschuldigen die deutsche Regierung, die Demonstrationen und die Unruhen im Iran zu unterstĂŒtzen. In den Kommentaren zu dem Artikel, fordern einige, dass man diese Menschen in Deutschland ausfindig machen soll, um sie dann aus Deutschland abzuschieben. Solche Menschen haben in Deutschland nĂ€mlich nichts zu suchen. Scheinbar haben sie nicht gemerkt, dass die Demonstration im Iran stattgefunden hat.
Zum GlĂŒck gibt es aber noch einige Menschen, auch wenn sie von Tag zu Tag weniger werden, die die Nachrichten aufmerksam verfolgen und sich nicht von der medialen Propaganda tĂ€uschen lassen.
Bild zeigt eine Demonstration als UnterstĂŒtzung fĂŒr die Regierung. Es wird aber als Protestdemonstration gegen die Regierung dargestellt
Orkun KökcĂŒ, der KapitĂ€n von Feyenoord Rotterdam, möchte aus religiösen GrĂŒnden nicht mit der âOne Loveâ Regenbogenbinde auf das FuĂballfeld treten.
KökcĂŒ bittet um VerstĂ€ndnis aufgrund seines muslimischen Glaubens
KökcĂŒ Ă€uĂerte sich wie folgt ĂŒber seine Entscheidung:
âIch denke, es ist wichtig zu betonen, dass ich jeden respektiere, unabhĂ€ngig von Religion, Herkunft oder Orientierung. Ich glaube, dass jeder frei ist zu tun, was er will oder fĂŒhlt. Ich bin mir der Wichtigkeit dieser Aktion vollkommen bewusst, aber wegen meines Glaubens sehe ich mich nicht als die richtige Person, um diese zu unterstĂŒtzenâ.
Auch Redouan El Yaakoubi vom Rotterdamer Stadtrivalen Excelsior lieft nicht mit den Regenbogenfarben auf. Stattdessen trug er eine Binde mit der Aufschrift âRespectâ. Durch diesen Widerstand und die darauffolgenden Diskussionen, hat der niederlĂ€ndische Verband die Entscheidung, dass die KapitĂ€ne aller Profimannschaften des Landes im November mit der âOne Loveâ Binde auflaufen sollen, zurĂŒckgenommen. Die queere Community reagierte entsetzt auf diese Entscheidung.
Das bedeuten die Farben der „One Love“-Binde
Der Verband erklÀrte auf Anfrage auch die Zusammenstellung und Bedeutung der Farben des Herzens:
„Rot/Schwarz/GrĂŒn symbolisiert, dass jeder stolz auf seine Farbe oder Herkunft sein sollte und Pink/Gelb/Blau stehen fĂŒr alle GeschlechtsidentitĂ€ten und sexuelle Vorlieben. Es geht nicht nur um LGBTQ+-Diskriminierung, sondern um alle Arten von Diskriminierung. FuĂball kann Millionen von Menschen vereinen.“
âOne Loveâ Regenbogenbinde als Zeichen der Toleranz
Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion einiger Nationalmannschaften darunter auch Deutschland, Niederlande, England und Frankreich. Viele kritisieren im Internet, dass die Farben der âOne Loveâ Binde nicht mit der Regenbogenflagge der LGBTQ+ ĂŒbereinstimmen. Es wird vermutet, dass man mit dieser Binde bei der kommenden WM ein Zeichen setzen und dabei gleichzeitig das Gesetz im Gastgeberland Katar achten möchte. In Katar ist nĂ€mlich das Ausleben der HomosexualitĂ€t verboten. Â
Ob die FIFA diese Binde erlauben wird, ist noch unklar. Es ist nĂ€mlich seitens der FIFA verboten, politische Botschaften jeglicher Art durch Spieler und FunktionĂ€re zu verbreiten. Als jedoch Manuel Neuer bei einem Spiel die echte Regenbogenbinde trug und die UEFA daraufhin eine ĂberprĂŒfung, aufgrund des Tragens eines politischen Zeichens, veranlasste, wurde diese ganz schnell eingestellt, nachdem es massig Kritik hagelte.Â
Es ist wichtig, gerade fĂŒr Muslime, sich diesen Vorgaben zu widersetzen und seiner religiösen Ăberzeugung treu zu bleiben. Nur der langanhaltende Widerstand kann dazu fĂŒhren, dass ein Umdenken stattfindet und dem aggressiven Auftreten und dem Aufzwingen der Akzeptanz der LGBTQ+ Ideologie mit all ihren Machenschaften ein Ende gesetzt wird. Aktuell scheint es jedoch ein weit entferntes Ziel zu sein. Zum einen, weil der gesellschaftliche und politische Druck enorm hoch ist und zum anderen, dass es nur Wenige sind, die wirklich bereit sind Widerstand zu leisten, auch wenn es berufliche oder gesellschaftliche Nachteile mit sich bringt.
Die Forderung der SchlieĂung des Islamischen Zentrum Hamburg halten an. Nun distanziert sich auch die Landesregierung und möchte jegliche Kooperation beenden. Auch der Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg (Schura) prĂŒft, ob das IZH seine Mitgliedschaft ruhen lassen könne.
âDas IZH ist der Gegenpol zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.â
Die Zweite BĂŒrgermeisterin Katharina Fegebank (GrĂŒne) Ă€uĂert sich sehr konkret ĂŒber das IZH:
âDie Beteiligung des IZH an den VertrĂ€gen der Stadt mit den islamischen Religionsgemeinschaften ist aus meiner Sicht nicht mehr denkbarâ. (âŠ) âDas IZH ist der Gegenpol zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Im Iran sieht man tĂ€glich, wofĂŒr das Mullah-Regime steht: Repression und Missachtung der Menschenrechte.â
Zu der SchlieĂung des Zentrums sagt sie: âDie Forderung, das IZH zu schlieĂen, ist eine verstĂ€ndliche Reaktion. Hamburger Behörden schauen dem Zentrum sehr genau auf die Finger und informieren die Ăffentlichkeit seit Jahren transparent ĂŒber die antidemokratische, frauen- und israelfeindliche Gesinnung des IZH.â
Einen Vereinsverbot ist jedoch aufgrund der hohen rechtlichen HĂŒrden nicht leicht umsetzbar.
Die Schura distanziert sich offenbar ebenfalls von seinem Mitglied
Das IZH gehört der Schura, dem Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg, an. Dieser Rat kooperiert mit der Stadt und gestaltet unter anderem den islamischen Religionsunterricht an den Schulen mit.
Aufgrund der anhaltenden Kritik prĂŒft die Schura, ob das Zentrum seine Mitgliedschaft ruhen lassen könne, so Vorsitzender Fatih Yildiz. Bereits im vergangenen Jahr ist das IZH aus dem Vorstand der Schura ausgeschieden. Anlass fĂŒr dieses PrĂŒfverfahren könnten die anstehenden GesprĂ€che ĂŒber die FortfĂŒhrung der im Jahre 2012 geschlossenen VertrĂ€ge mit der Stadt Hamburg sein. Auch der Erste BĂŒrgermeister Peter Tschentscher (SPD) hegt gewisse Erwartungen an die Schura. IZH-Vertreter hĂ€tten âin der Vergangenheit immer wieder eklatant gegen den Geist der StaatsvertrĂ€ge mit den islamischen VerbĂ€nden in Hamburg verstoĂenâ. Deshalb erwartet er, âdass die Schura dies – wie von ihr angekĂŒndigt – bei der Entscheidung ĂŒber den Verbleib des IZH in ihrem Verband berĂŒcksichtigtâ.
Viele VorwĂŒrfe ohne handfeste Beweise
Das islamische Zentrum selbst Ă€uĂert sich zu den VorwĂŒrfen der verlĂ€ngerte Arm des Irans zu sein. So heiĂt es in einer Pressemitteilung: âDer stĂ€ndige Vorwurf, dass das IZH ein verlĂ€ngerter Arm der iranischen Regierung sei, ist jeder Grundlage entbehrend. Zum einen gibt es keine Belege dafĂŒr und zum anderen haben wir seit 62 Jahren das Gegenteil bewiesen. Wir sind ein Gotteshaus und eine religiöse BegegnungsstĂ€tte, die sich weder in auĂenpolitische Belange einmischt noch mit irgendeiner Regierung verbunden ist. Das IZH ist seit Jahrzehnten ein Ort der SpiritualitĂ€t, Bildung und des interreligiösen und -kulturellen Austauschs. Unsere einzigen Verbindungen ins Ausland sind die zu den BĂŒros der GroĂgelehrten der islamischen Welt. Wir tauschen uns zu theologischen Themen aus, erhalten und verschicken Spenden. Das Islamische Zentrum Hamburg ist und bleibt unpolitisch. Anstatt sich auf Vorurteile zu stĂŒtzen, sollte man das GesprĂ€ch suchen.â
Dass das IZH eine Spionagenest sein soll ist weder belegt noch ergibt es einen Sinn. Wieso sollte der Iran, falls sie Spionagearbeit leisten wollen wĂŒrde, sich gerade das Zentrum aussuchen, welches die ganze Zeit in den Medien steht und beobachtet wird? Mittlerweile reicht aber die bloĂe Behauptung von Politikern wie Nouripour aus, um eine Hetzkampagne auszulösen. Durch solche Aussagen werden Aktionen, wie die Koranverbrennung vor der Imam Ali Moschee – auch Blaue Moschee genannt – und der jĂŒngst stattgefunden Farbanschlag angestachelt. SchlieĂlich fehlten nach diesen Aktionen jegliche mediale Aufmerksamkeit und rechtliche Konsequenz. Deswegen ist es nicht mehr auszuschlieĂen, dass demnĂ€chst ausgewĂ€hlte Personen, die dem Zentrum nahestehen, direkt angegriffen werden. Auch hier wird man höchstwahrscheinlich den TĂ€ter nicht ausfindig machen können.
SchlieĂung des IZH betrifft alle muslimischen Gemeinden
Die SchlieĂung des IZH ist keineswegs eine Angelegenheit, die nur schiitische Muslime betrifft. Eine SchlieĂung ist ein klares Zeichen an alle muslimischen Gemeinden in Deutschland. Hier geht es in erster Linie nĂ€mlich nicht um das IZH oder den Iran.  Alle muslimischen Gemeinden mĂŒssen verstehen, dass die aktuelle Politik jeder Zeit unter jeglichem Verdacht oder Vorwand eine muslimische Gemeinde schlieĂen kann. Ziel ist es die Gleichschaltung aller muslimischen Gemeinden unter der westlichen Ideologie und der Etablierung eines Euro-Islams. Eine Verfahrensweise, die eher in die NS-Zeit passt, die jedoch dem heutigen Geist der deutschen Verfassung widerspricht.
Am 28.09.2022 Ă€uĂerte sich die Kabarettisten Sarah Bosetti auf dem ZDF Satire YouTube Kanal ĂŒber das Kopftuch. Ihre und weitere Ă€hnliche Aussagen, die meist von Frauen getĂ€tigt werden, zeigen das verzerrte Bild ĂŒber die Frau und das Kopftuch im Islam.
âBosetti will redenâ und zwar ĂŒber das Kopftuch
Unter dem Namen âBosetti will redenâ veröffentlicht die Kabarettisten wöchentlich ein Video, in dem sie ĂŒber brandaktuelle Themen spricht. Dies macht sie auf einer teils ernsten und teils satirischen Art. In ihrem Video vom 28.09.2022 sprach sie ĂŒber das Kopftuch und die aktuellen Unruhen im Iran. Dabei war ein nicht richtig getragenes Kopftuch und der darauffolgende Tod von Mahsa Amini, der angeblich durch die Sittenpolizei herbeigefĂŒhrt wurde, Auslöser fĂŒr diese Unruhen. Ăber Religion im Allgemeinen und das Kopftuch selbst findet Bosetti klare Worte:
âIch kann mit Religion nichts anfangen, egal mit welcher und ich finde das Kopftuch furchtbar. Die Idee dahinter ist sexistisch und es fĂ€llt mir schwer darin etwas anderes zu sehen, als den Herrschaftsanspruch von MĂ€nnern, die der Kontrolle ihrer eigenen Triebe nicht trauen und die sich, weil sie eigentlich wissen, dass Frauen ihnen nie gehört haben und nie gehören werden, auf einen Schöpfer berufen, wie reiche Anwaltssöhne auf ihren Papi. Das sind meine ehrlichen GefĂŒhle zum Kopftuch.â
Sie gibt aber zu, dass ihre Meinung nicht relevant ist:
âGlĂŒcklicherweise ist mir klar, dass meine GefĂŒhle zum Kopftuch, zu den irrelevantesten auf diesem Planeten gehören.â
Jedoch bedient sie mit solch einer Aussage ein Klischee und beeinflusst damit unterbewusst die Zuschauer. Sie ist nĂ€mlich nicht die Einzige, die solch eine Meinung zu dem Kopftuch hat. Aktuell Ă€uĂerte sich die deutsche Kulturstaatsministerin Claudia Roth (GrĂŒne) Ă€hnlich ĂŒber das Kopftuch.
âUnd es hat doch mit dem Islam zu tunâ
Die Ehemalige Bundesministerin fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend Kristina Schröder klĂ€rt auf ihre Homepage mit ihren 10 Thesen ĂŒber wichtige Themen rund um den Islam und Muslime auf. Der Titel lautet interessanterweise âUnd es hat doch mit dem Islam zu tunâ. Dieser Titel ist daher gewĂ€hlt, da Muslime, soweit sie sich verteidigen, meist die Aussage treffen, das gewisse Sachverhalte richtigerweise nichts mit dem Islam zu tun haben. Ăber das Kopftuch und Frauen, die es aus freien StĂŒcken tragen sagt Schröder folgendes:
âDiese innere Haltung Ă€ndert nichts daran, dass diese Frauen objektiv das Banner des radikalen Islams auf ihrem Kopf tragen. Denn genau diese Bedeutung hat das Kopftuch und erst recht die Burka weltweit. Wenn irgendwo islamistische Despotien entstehen, ist es meist der erste Schritt der neuen Machthaber, die Frauen zu verhĂŒllen. (âŠ) Wer in einem freien Land wie Deutschland diese Banner eines radikalen Islams trĂ€gt, macht damit eine politische Aussage, ob er will oder nicht. Daher ist das Verbot des Kopftuchs im Staatsdienst richtig und daher sollten wir die noch wesentlich menschenverachtendere Burka in Deutschland auch, soweit es unsere Verfassung nur irgendwie zulĂ€sst, verbieten.â
Das verzerrte Bild ĂŒber das Kopftuch
Diese und andere Aussagen, die oft in den Medien ĂŒber das Kopftuch getĂ€tigt werden, spiegeln das verzerrte Bild in der deutschen Gesellschaft wider. Die eigene moralische Vorstellung, die sich mit dem jeweiligen Zeitgeist Ă€ndert und anpasst, wird als MaĂstab aller Dinge genommen. Jede Frau, die sich nach den islamischen Regeln bedecken möchte, ist unterdrĂŒckt. AuĂerdem tĂ€tigt sie eine politische Aussage, ob sie will oder nicht. SchlieĂlich ist das Kopftuch ein Zeichen des âradikalen Islamsâ.
Wie sehr hat man sich mit dem Islam beschĂ€ftigt, um zu entscheiden, was ein radikaler Islam ist und welche Zeichen dieser Islam besitzt? Wie sehr kennt man sich mit der islamischen Geschichte aus und die vielen Rechte und Freiheiten, die der Islam fĂŒr die Frau eingefĂŒhrt hat? Hat man sich vielleicht von den Medien ein gewisses Bild ĂŒber die Frau im Islam und das Kopftuch vorgeben lassen? Ein Bild, welches einerseits aus falsch verstandenen und aus dem Kontext gerissenen Koranversen und andererseits aus einem Verhalten gegenĂŒber den Frauen, welches durch Kultur und Tradition beeinflusst ist, besteht.
Wie fĂŒhlen sich muslimische Frauen, die das Kopftuch aus freien StĂŒcken und Ăberzeugung tragen. Wird ihnen nicht das Recht abgesprochen, sich frei zu entfalten? Gehört jede Frau, die ein Kopftuch trĂ€gt, gleich in eine politische Schublade? In Zeiten in der jede Neigung und jede Ausdrucksform ein Zeichen von Freiheit ist, erlebt gerade die muslimische Frau von allen Seiten Versuche, ihr zu erklĂ€ren, wie sie ihre eigene Freiheit zu verstehen und auszuleben hat.
Am 07.10.2022 lĂ€dt die umstrittene Islam-Expertin Prof. Dr. Susanne Schröter unter der Schirmherrschaft eines Hessischen Staatsministers zu einer Konferenz mit dem Titel: âQueer im Islam. HomosexualitĂ€t und Transgender â Kulturelle Tradition oder religiöses Verbot?â ein. Konferenzteilnehmer sind ausschlieĂlich Personen, die sich selbst als liberale Muslime bezeichnen und/oder deren Ansichten von der Mehrheitsmeinung der islamischen Rechtsschulen abweicht.
Keine ReprÀsentanz der muslimischen Mehrheitsmeinung
Die Veranstalterin und Ethnologin Susanne Schröter hat ihren Forschungsschwerpunkt unter anderem auf den âpolitischen Islamâ und auf Extremismus gelegt. Sie hat sich durch diverse Publikationen einen Namen als Islam-Expertin im deutschsprachigen Raum gemacht. Jedoch ist ihre Expertise eher als Islamkritik zu bewerten. Sie leitet das Forschungszentrum Globaler Islam an der Frankfurter Goethe-UniversitĂ€t. Ein Blick auf das Forscherteam und ihre Finanzierer zeigt, dass sie eine klare Linie mit der âForschungâ dieses Zentrums verfolgen.
Das Forscherteam deckt mit den jeweils vereinten Forschungsschwerpunkten all jene Themen ab, denen sich Islam-Kritiker gerne bedienen. So reichen die Themen angefangen beim vermeintlichen sicherheitspolitischen-Aspekt durch islamistischen Extremismus und Iran-Kritik, stark ĂŒber Themen wie SexualitĂ€t und Feminismus bis hin zum âmuslimischen Antisemitismusâ. Ihre Haltung zu diesen Themen ist konform mit der, welche vor allem staatlich gefördert wird. Die theologischen Standpunkte, die gegen das VerstĂ€ndnis des in Deutschland immer stĂ€rker geförderten âliberalen Islamsâ stehen, werden als extremistisch, demokratiefeindlich, politisch oder patriarchal-traditionell abgewertet. Hierzu gehören selbst Grundpfeiler wie die Pflicht der religiösen Bedeckung der Frau in Form des Kopftuchs, oder eben die von der Mehrheit im Islam geteilte Position, dass das Ausleben von sĂ€mtlichen sexuellen Beziehungen jenseits der ehelichen HeterosexualitĂ€t verboten ist.
Durchweg âliberaleâ Positionen vertreten
Zwar hat die Konferenz noch nicht stattgefunden, aber der Blick auf die Sprecher und Veranstalter fĂŒhrt uns zur Annahme, dass die Leitfrage dahingehend beantwortet werden wird, dass das Verbot heute ânurâ von einer radikal-religiösen Position aus getragen wĂŒrde und es Belege fĂŒr homosexuelle Beziehungen in der Historie des Islams gĂ€be. Die eingeladenen Sprecher der Konferenz erheben den Anspruch muslimisch zu sein. Jedoch leben sie gleichzeitig einen Islam vor, welcher den von der Mehrheit der Muslime geteilten Positionen widerspricht. Ihr Geltungsanspruch bleibt somit allein in ihrem Rahmen. So haben wir Seyran AteĆ, die vorgibt Imamin zu sein und ihre ganz eigenen Vorstellungen von einem Islam ohne dessen Grundwerte vertritt. Einen âmuslimisch schwulen Aktivistenâ aus dem Hause AteĆ, dessen Gesicht von der geschmacklosen âLiebe ist Halalâ-Kampagne bekannt ist und der das muslimische Pflichtgebet nach eigenen Aussagen `mal verrichtet und `mal nicht.
Dr. Ali Ghandour, Theologe aus MĂŒnster, dessen Publikationen mehrheitlich getreu dem Motto âsex sellsâ sind. In seinen BĂŒchern stellt er unter anderem dar, dass die Muslime homosexuelle Beziehungen im frĂŒhen Islam tolerierten. Diskrepanzen hierĂŒber entstehen lediglich durch die verschiedenen Auslegungen der Textquellen. Einen Ă€hnlichen Standpunkt teilt sein Vorgesetzter, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, der mit seiner liberalen Auslegung des Islams Ă la âJeder nach seiner Façonâ vor allem auf nichtmuslimische Sympathien stöĂt. Ebenso wie Ahmad Mansour, der sich selbst als palĂ€stinensischer Israeli definiert, im Monat Ramadan sein Fasten auf Facebook mit Wein bricht und bei wahrscheinlich jeder öffentlichen Gelegenheit â selbst wenn zusammenhangslos im Rahmen von antimuslimischem Rassismus â betont, welch groĂes Problem die Homophobie im Islam sei. Und dann hĂ€tten wir noch eine âmuslimische Dragqueenâ.
Manipulation islamischer Grundwerte
Die Sprecher wurden bewusst ausgewĂ€hlt, weil sie als muslimische Akademiker und Akteure einen Geltungsanspruch fĂŒr ihre Positionen erheben und gleichzeitig eine islamische Denkweise vertreten, die der Agenda der Normalisierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen und nicht-binĂ€ren Geschlechtsvorstellungen dient. FĂŒr Nichtmuslime stellen sie Bezugsquellen fĂŒr einen willkommeneren Islam in Deutschland und Europa dar. Auf Muslime, die selbst nicht ĂŒber Wissen ĂŒber die grundsĂ€tzlichen islamischen Wertevorstellungen verfĂŒgen, können sie mit ihrer unkonventionellen Haltung manipulativ wirken und darauf abzielen, neue Normen vorzugeben, welche sich grundsĂ€tzlich von der theologischen Mehrheitsmeinung unterscheiden.
Wohin fĂŒhrt uns diese Darstellung des Islams
Langfristig angelegt, möchte die öffentliche PrĂ€senz von muslimischen Vertretern eines âliberalen Islamsâ vor allem junge Muslime dahingehend beeinflussen, dass sie den Islam eher kulturell als theologisch-fundiert ausleben. Wer keine islamischen Prinzipien vertritt und sich vom Mainstream leiten lĂ€sst, stellt keine Gefahr fĂŒr die imperialistisch und kapitalistisch agierenden Gesellschaften dar. Und so werden all jene Muslime, die ihre Religion auf Basis der theologischen Grundlagen ausleben und fĂŒr diese einstehen, nach und nach deutlicher diskriminiert. AuĂerdem wird der Versuch unternommen, ihr ReligionsverstĂ€ndnis als konservativ bis radikal zu marginalisieren. Dieses Vorhaben hat jedoch nur wenig Aussicht auf Erfolg, da die ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit der Muslime hinter den Ansichten ihrer Rechtsgelehrten steht. Diesen Umstand können sie niemals Ă€ndern, gleich wie stark man sie durch finanzielle Mittel, öffentliche Auftritte oder nicht-reprĂ€sentative Forschungsergebnisse fördert.
In wessen Interesse ein solcher Islam liegt, wird auch an den UnterstĂŒtzern und Kooperationspartnern des Forschungszentrums Globaler Islam deutlich. Hierunter sind hessische Ministerien und Behörden, Bundesministerien, sĂ€mtliche Stiftungen, christliche und israelische InteressenverbĂ€nde und die Generalkonsulate Frankreichs und der USA.
Zum ersten Mal in Deutschland eröffnen im FrĂŒhjahr 2023 zwei schwul-lesbische Kitas in Berlin. Interessenterweise sitzt im Vorstand des Gesellschafters ein Soziologe, dem seit 40 Jahren eine BefĂŒrwortung der PĂ€dophile vorgeworfen wird.
Die beiden Kitas sollen ĂŒber HomosexualitĂ€t und LBSBTI aufklĂ€ren
Die Berliner Schwulenberatung initiierte das Projekt der Eröffnung eines Mehrgenerationenhauses inklusive Kitas. Die Besonderheit dieser Kitas, auch wenn sie laut GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcel de Groot dasselbe Konzept wie andere Kitas haben, ist, dass die Kinder ĂŒber HomosexualitĂ€t und LSBTI* (lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und intergeschlechtliche Menschen) aufgeklĂ€rt werden sollen. Dabei sollen die Erzieher ihnen diese Lebensweise durch BĂŒcher, in denen sich beispielsweise zwei MĂ€nner verlieben, sichtbar machen.
Vorstandsmitglied des Gesellschafters der Schwulenberatung soll PĂ€dophilie-Verfechter sein
Der Soziologe RĂŒdiger Lautmann, der ein Vorstandsmitglied des Gesellschafters der Schwulenberatung ist, soll ein PĂ€dophilie-Verfechter sein. Bereits im Jahre 1994 veröffentlichte er ein Buch, welches den Titel âDie Lust am Kind. Portrait des PĂ€dophilenâ trĂ€gt. Im Jahre 1997 wirkte er an einer BroschĂŒre ĂŒber SexualitĂ€t mit, in der die Verfasser SexualitĂ€t zwischen Kindern und Erwachsenen im Grunde bejahen. Lautmann selbst, weist alle VorwĂŒrfe zurĂŒck. Sein Ziel war es lediglich die PĂ€dophilen zu verstehen und zu beschreiben.
Dabei war Lautmann Kuratoriumsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Humane SexualitÀt, die zum damaligen Zeitpunkt die Position vertrat, dass man pÀdosexuelle Kontakte, trotz des Altersunterschiedes der Beteiligten, einvernehmlich gestalten kann. Hinzu kommt, dass er im Jahre 1979 die Streichung des Paragraphen 176, der die Strafbarkeit sexueller Handlungen an Kindern unter 14 Jahren vorsieht, beantragte.
GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcel de Groot sagt, dass Lautmann nichts mit dem TagesgeschĂ€ft der Kita zu tun haben werde. âDas wĂ€re aus meiner Sicht auch zu problematischâ , fĂŒgte er hinzu.
Berlin hat eine dunkle Geschichte mit der PĂ€dophilie
Deutschland hat ein allgemeines Problem mit der PĂ€dophilie. Immer wieder erreichen uns Nachrichten ĂŒber PĂ€dophilie-Netzwerke und der Beschlagnahmung kinderpornografischer Materialien. Dabei hat gerade Berlin eine dunkle Historie mit der PĂ€dophilie. In den 70er-Jahren machte das Berliner Jugendamt pĂ€dophile MĂ€nner zu PflegevĂ€tern fĂŒr StraĂenjungen. Der PĂ€dophilenaktivist Helmut Kentler, der auch mit Lautmann vernetzt war, war fĂŒr diese Zuweisung verantwortlich. Dabei begrĂŒndete er die Lizenz zum Missbrauch wie folgt: Â
Die StraĂenjungen seien anstrengend:„Diese Leute haben diese schwachsinnigen Jungen nur deswegen ausgehalten, weil sie eben in sie verliebt, verknallt und vernarrt waren.“
Dabei lÀsst auch der Abschlussbericht einer vom Berliner Senat aufgetragenen Studie keine Zweifel offen, dass Senatsmitarbeiter wussten, dass die PÀdophilen, aus Kentlers Projekt, Sex von den Jungen erwarteten.
Das Auflösen der moralischen Grenzen zerstört den Schutzraum der Kinder
Durch das Errichten solcher Kitas und die Indoktrination der Kinder, verschwindet langsam aber sicher der Schutzraum der Kinder. Die moralischen Grenzen werden aufgelöst und es wird den Kindern erklĂ€rt, dass jede Art von Liebe und Geschlechtsverkehr in Ordnung ist, solange keiner der Beteiligten Schaden davontrĂ€gt. Deswegen bringen einige BefĂŒrworter der PĂ€dophilie angebliche Fakten, dass Geschlechtsverkehr mit Kindern, keinen Schaden fĂŒr sie birgt. So sagte Kentler: âdass trotz zahlreicher Untersuchungen bisher nie die erwarteten schĂ€dlichen Folgen bei Kindern oder Jugendlichen festzustellen warenâ.
Die aktuelle Agenda der Toleranz fĂŒr jedes Identifikations- und fast jedes Sexualempfinden wird in Zukunft noch weitere nicht vorstellbare AusmaĂe annehmen. Dinge, wie PĂ€dophilie und Zoophilie, die man heute noch nicht fĂŒr salonfĂ€hig hĂ€lt, können, wenn dieser Agenda nicht entgegengewirkt wird, offen Einzug und Akzeptanz in der Mehrheitsgesellschaft finden. SchlieĂlich ist der aktuelle Genderkult ebenfalls ein Zustand, den man sich vor einigen Jahrzehnten niemals hĂ€tte vorstellen können.
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