Wer erinnert (sich) noch daran? Die „Qualitätsmedien“ tun es nicht – aus gutem Grund. Nach 9/11 folgte eine wochenlange Panikmache in den Medien um die Anthrax-Anschläge in den USA. Eine Woche nach 9/11 ging es los. An mehrere Senatoren und Nachrichtensender in den USA waren Briefe mit Milzbrandsporen verschickt worden, wobei fünf Menschen starben. In allen Briefen hieß es am Schluss: „Allah is great!“ Im Brief an die New York Post stand z.B. folgender Wortlaut: „11. 9. 2001. Dies ist der nächste [Anschlag]! Nimm jetzt Penicillin! Tod für Amerika! Tod für Israel! Allah ist groß“.
Für die Medien war klar: Böse Islamisten verübten weitere Anschläge auf die USA. Es folgte eine unglaubliche wochenlange Panikmache in den Medien. Nicht nur in den USA ging die Angst um. Gasmasken waren in den USA ausverkauft, clevere Geschäftemacher boten verschiedene Biofilter dazu an und die Amerikaner stürmten die Apotheken, um sich Notvorräte an Penicillin und Antibiotika zuzulegen.
Attentäter war kein Muslim
Colin Powell nahm dies zum Anlass, um auf Saddam Hussein als Urheber zu verweisen (und später den Angriff auf den Irak zu fordern). Die Panikstimmung in Folge der „Anthrax-Anschläge“ ermöglichten es in den USA, die „Antiterrorgesetze“ des „USA Patriot Act“ in kurzer Zeit durchzupeitschen. Doch die Ermittlungen des FBI führten in eine ganz andere Richtung, nämlich zum United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (USAMRIID) in Fort Detrick in Maryland. Schließlich wurde der US-Biowaffenforscher Bruce Edward Ivins, der an diesem US-Militärinstitut arbeitete, zum Alleintäter erklärt, nachdem er eine Woche vorher (wie praktisch!) Selbstmord verübt hatte.
Das Thema verschwand danach abrupt aus den Mainstreammedien und war seitdem auch dort nicht mehr gesehen. Was lernen wir daraus? Manchmal (?) ist die offizielle Version die „Verschwörungstheorie“ und die angebliche „Verschwörungstheorie“ entpuppt sich als die Wahrheit. Und man sollte sich bei der Berichterstattung der „Qualitätsmedien“ stets seines Verstandes bedienen. Bild: Hysterie in den USA nach den „Anthrax-Anschlägen“
Im Jahr 1997 wurde die neokonservative Denkfabrik „Project for a New American Century“ (PNAC) gegründet und Grund der Gründung war es den weltweiten Führungsanspruch der USA durchzusetzen. Zu den Mitgliedern des PNAC gehörten zahlreiche Mitglieder der späteren Bush-Administration. Diese waren zum Beispiel der spätere Vizepräsident Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz oder der „Fürst der Finsternis“ Richard Perle. Ca. ein Jahr vor 9/11, also im September 2000, veröffentlichte das PNAC einen 80-seitigen Bericht „Rebuilding America’s Defenses: Strategies, Forces, And Resources For a New Century“. Das PNAC forderte Kriege unter anderem gegen Afghanistan, den Irak, Syrien, Iran und die Besetzung mehrerer dieser Länder.
Wortwörtlich heißt es in dem Bericht, dass nur ein neues Pearl Harbor („only a new Pearl Harbor“) die notwendigen Transformationen und den Weg dafür frei machen würden. Wir erinnern uns: Der angebliche Überfall der Japaner auf Pearl Harbor 1941 war der Anlass, um das damals kriegsunwillige amerikanische Volk zum Kriegseintritt in den 2. Weltkrieg zu bewegen. Die USA mussten also dem PNAC-Papier zufolge angegriffen werden, um die Ziele der US-Eliten zu verwirklichen. Ein Jahr später geschah dieser Angriff tatsächlich und die besagten PNAC-Mitglieder saßen in der Regierung. Ein Zufall? Es dürfte wohl nicht zu bestreiten sein, dass 9/11 dem PNAC damals zumindest sehr gelegen kam. Der US-Professor Griffin hat darüber ein Buch „The New Pearl Harbor“ geschrieben. Die Dokumente des PNAC existieren noch heute im Internet im Original (https://web.archive.org/…//www.newamericancentury.org/). Warum wohl die Mainstream-Medien nichts darüber berichten?
In einer Woche jähren sich die Anschläge auf das World Trade Center, das Pentagon und das Weiße Haus zum 20. Mal. Grund genug, sich in einigen Artikeln etwas näher mit diesen Anschlägen zu beschäftigen. So dienten die Anschläge als Rechtfertigung für die Kriege der USA und ihrer jeweiligen Komplizen u.a. gegen Afghanistan und den Irak und den „Krieg gegen den Terror“. Die NATO rief danach zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Verteidigungsfall aus. Dieser wurde auch bis heute nicht zurückgenommen. D .h. die NATO-Staaten befinden sich offiziell seitdem im Krieg. Ohne Frage veränderte 9/11 die Welt.
Kritik nicht erwünscht
Jede Kritik an der offiziellen Version wird als „Verschwörungstheorie“ gebrandmarkt, doch ist die offizielle Version selbst eine nicht haltbare Verschwörungstheorie von „Osama und den 19 Räubern“: Die Fluglehrer der angeblichen Attentäter berichten, dass diese Männer nicht einmal in der Lage waren, eine zweimotorige Cessna zu steuern, doch sie sollen eine Boeing 767-200 zielgenau in ihr Ziel geflogen haben. Die Flugzeuge sollen sie mit Teppichmessern unter Kontrolle gebracht haben. Die angeblichen Terroristen bereiten sich nach der offiziellen Version einen Tag vor den Anschlägen nicht etwa mit Gebeten oder Dhikr auf ihre große letzte Mission vor, sondern trieben sich in einer Bar herum, um „leichten Mädchen“ Geld zuzustecken und verlieren dabei auch noch ihre Kreditkarten.
Sie legen dummerweise die ganze Zeit Spuren, um ihren Weg nachvollziehen zu können. Und der Hammer und kein Witz: Die Einschläge und Explosionen am WTC und dem Pentagon pulverisierten zwar Flugzeuge u. Teile der Gebäude, doch wie durch ein Wunder überlebten die Reisepässe. Susan Ginsberg von der 9/11 Commission-Report erklärte bei einer Anhörung am 26.1.2004: „Vier Reisepässe der Entführer blieben ganz oder in Teilen erhalten. Zwei wurden an der Absturzstelle des United-Airlines-Flugs 93 gefunden. Bei ihnen handelt es sich um die Pässe von Ziad Jarrah und Saeed Al Ghamdi. Ein weiterer gehörte einem der Entführer des American-Airlines-Fluges 11. Es ist der Pass von Satam al Suqami.“ So kennt man wenigstens die Täter, die Osama aus der Höhle in Afghanistan dirigierte…
Am 26.09.2021 ist die Bundestagswahl. Antreten werden insgesamt 47 Parteien. Doch welche Themen werden in den Wahlprogrammen der jeweiligen Parteien aufgegriffen? Welche Themen sind von Relevanz? Wie selbstverständlich sind Themen wie Rassismus in den Parteiprogrammen? Wie stark sind die Bemühungen sensible und auch unbeliebte Themen aufzugreifen, zu analysieren und entsprechende Lösungen dafür zu finden? Sehen wir bei den Parteien, dass sie sich für die lückenlose Aufklärung von Sachverhalten wie bspw. im Fall von Hanau einsetzen und parallel stetig Aufklärungsarbeit leisten, sodass das Problem Rassismus an der Wurzel angegangen werden kann? Welche Parteien setzen sich für die Gleichheit in Deutschland ein und sind gegen Stigmatisierung und Benachteiligung von Minderheiten?
Die Wählbarkeit einer Partei darf natürlich nicht allein von der Erwähnung eines Themas abhängig sein. Vielmehr sollte man jede Partei in ihrer Gesamtheit betrachten und die Langzeitfolgen, die diese Partei mit sich bringt in Erwägung ziehen. Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann ist, dass keine der etablierten Parteien jemals etwas gegen den antimuslimischen Rassismus in der Gesellschaft oder den Institutionen getan hat. So findet der Islam und alles rund um die Muslime in den Wahlprogrammen der CDU, SPD und den weiteren Großparteien auf 1 bis 2 Seiten Erwähnung. Jedoch bleibt es auch bei einer oberflächlichen Erwähnung und keiner Konkretisierung, um sich einen klaren Überblick darüber verschaffen zu können, was die muslimischen Mitbürger/innen erwartet.
Das Wahlprogramm der AFD
Die AfD widmet dem Islam dahingegen ein ganzes Kapitel in ihrem Wahlprogramm. So ist vor allem der Rassismus der AfD gegenüber Muslimen spürbar und bestimmt zunehmend den politischen und gesellschaftlichen Diskurs. So sind bspw. islamtheologische Lehrstühle an deutschen Universitäten abzuschaffen. Doch was geschieht mit dem interreligiösen Dialog? Der in einer so vielfältigen Gesellschaft von enormer Wichtigkeit für ein friedliches Miteinander ist. Weiter möchten sie auch ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst und für Schülerinnen einführen. Ebenfalls möchten sie sich der Unterdrückung der muslimischen Frauen entgegenstellen. Auch wollen sie für eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau auf allen Ebenen sorgen. Von welcher Gleichberechtigung ist hierbei die Rede, wenn Frauen zunehmend über sich ergehen lassen müssen, dass über ihre Köpfe hinwegentschieden wird, so wie es die AfD tut, indem sie Entscheidungen im Namen einer Menschengruppe treffen und diese damit zunehmend einer Fremdbestimmung ausgesetzt sind.
Die bevorstehende Bundestagswahl ist von enormer Wichtigkeit und die Wahlprogramme muss man gründlich studieren. Die Wahlprogramme geben denn sie geben einen Einblick darin, welches Gedankengut die Zukunft Deutschlands bestimmt.
In der vergangenen Woche kam es in Berlin erneut zu mehreren rassistisch motivierten Angriffen. Zwei Fälle seien hier erwähnt. Eine Frau, – offensichtliche Muslimin, welche am U-Bahnhof Haselhorst, einem Ortsteil im Berliner Bezirk Spandau zum Opfer einer rassistischen Attacke wurde. All dies, weil die Frau den 39-Jährigen Mann darum bat zu warten, da er mit seinem Rad nicht mehr in den Fahrstuhl passte und ihr damit mehrmals gegen das Bein fuhr. Dem Mann war dies anscheinend Grund genug gewesen sie auf der Straßenebene einzufangen, mehrfach auf sie einzuschlagen und sie rassistisch zu beleidigen. Als die Frau die Flucht ergreifen wollte, habe dieser zudem auch noch sein Fahrrad in ihren Rücken geworfen, weshalb sie zu Boden viel. Dem nicht genug schlug er weiter auf sie ein, beschädigte dabei ihr Telefon und flüchtete letzten Endes. Die Frau ist mit Prellungen und schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen. Der Staatsschutz ermittelt nun.
Eine Frau hat einen neunjährigen Jungen laut Polizeiangaben am vergangenen Dienstagnachmittag in Berlin-Rudow rassistisch beleidigt und ihn mehrmals gegen die Beine getreten. Eine der gefallenen Beleidigungen war „scheiß Ausländer“. Zudem drohte die Frau dem Kleinen auch noch damit, ihn am nächsten Tag erneut treten zu wollen. Und wie im zuvor erwähnten Fall stieg die Frau in Ihr Auto und flüchtete. Der Junge erlitt mehrere Hämatome an den Unterschenkeln. Auch hier heißt es, „Der Staatsschutz ermittelt“.
Die Rolle der Medien
Es passiert wieder und immer wieder. Immer wieder findet eine fatale Normalisierung von Hass auf Minderheiten statt. Immer wieder werden Menschen zum Opfer anderer Menschen, die ihre Hemmungen derartig verloren haben, dass sie vor nichts mehr zurückschrecken und andere damit zur Zielscheibe ihres Hasses machen. Seit Jahren heißt es, dass der Staatsschutz ermittelt. Doch die Ermittlungen des Staatsschutzes sind nicht genügsam. Es reicht nicht aus, dass lediglich die Täter ihre Strafe bekommen. Vielmehr müssen alle Menschen zur Rechenschaft gezogen werden, die mitverantwortlich für solch eine Radikalisierung sind. Es muss zunehmend gegen die Hetze im Internet und den Medien vorgegangen werden, denn all diese Fälle, die immer wieder als „Einzelfälle“ gesehen werden führen zu immer mehr „Einzelfällen“, da nicht genug Konsequenzen und Maßnahmen gezogen werden, welche Menschen stoppen und auflauern lassen, die zu solchen Taten neigen.
Die Politik muss handeln
Auch Politiker müssen ihre Verantwortung erkennen und sich gegen Rassismus aussprechen, denn immer mehr Politiker tragen ihre Politik auf dem Rücken einiger Minderheiten aus und ermöglichen damit mehr und mehr Platz, für all diese Gräueltaten. Warum sollten solche Menschen auch vor solchen Taten zurückschrecken, wenn es die Politiker sind, die ihnen den Rücken stärken, indem sie Rassismus nicht zum Hauptthema ihrer Politik machen. Es ist Zeit über den Kern zu sprechen.
Die Manassas-Moschee in Virginia bat die Regierung Biden um die Freigabe eines Satzes religiöser Kacheln, die sie aus dem Iran erhalten haben. Die im Juni aus dem Iran gelieferten Kacheln für den Bau einer neuen Moschee wurden nämlich beschlagnahmt. Laut dem Zoll am internationalen Flughafen Washington Dulles verstoße die Lieferung gegen die Sanktionen, die gegen den Iran verhängt wurden.
In einer Pressekonferenz sagte der Imam der Moschee Abolfazl Nahidian, dass die Fliesen ein Geschenk aus der Stadt Qom seien und sie kein Geld dafür bezahlt hätten. Jedoch habe der Zoll am Flughafen die Moschee aufgrund der Sanktionen gegen den Iran daran gehindert, die Fliesen anzufordern.
Die Zoll- und Grenzschutzbehörde teilte der Moschee in einem Schreiben mit, dass man die Kacheln zerstört oder in den Iran zurückschickt. Nahidian zufolge wäre die Zerstörung der religiösen Kacheln jedoch besonders beunruhigend, da sie mit heiligen Versen verziert sind.
„Die Zerstörung der Kacheln ist dasselbe wie die Zerstörung von Koranversen oder des gesamten Korans selbst“, sagte Nahidian.
Nihad Awad, geschäftsführender Direktor des Council on American-Islamic Relations (Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen), kritisierte ebenfalls die Entscheidung des Zolls, aufgrund der Sanktionen gegen den Iran die Regeln für ein harmloses Stück religiöser Kunst durchzusetzen“.
„Es handelt sich nicht um Massenvernichtungswaffen“, sagte Awad. „Wir glauben, dass die Regierung gesunden Menschenverstand haben sollte.“
„Wäre dies eine Statue der Jungfrau Maria, würden wir dann hier darüber diskutieren?“, fragte Rafi Uddin Ahmed, Präsident der Muslim Association of Virginia.
Diskriminierung?
Dies stellt seitens der Regierung Bidens einen Akt des Hasses und der unverhohlenen Diskriminierung dar. Es ist nicht nur ein Affront gegen eine Religion, sondern auch gegen Architektur und Kunst. Die Reaktion zeugt von einem unkultivierten und hasserfüllten Geist. Denn mit Kunst schafft man Räume der Begegnung und trägt zur Annäherung verschiedener Kulturen bei, welche ebenfalls eine Bereicherung für Menschen sind. Doch wird diesmal die Kunst als Mittel genommen, um seitens der Regierung eine politische Überlegenheit zum Ausdruck zu bringen.
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