Am 24.11.2022 hat die Bundesregierung erstmals den Begriff Femizide als Beschreibung für Tötungsdelikte gegenüber Frauen verwendet. Fast jeden Tag kommt es in Deutschland zum Tötungsversuch des (Ex-)Partners an seine (Ex-)Frau. Alle drei Tage gelingt der Tötungsversuch, sodass im Jahre 2021 insgesamt 109 Frauen den Tod durch ihren (Ex-)Partner fanden.
Täter sind meist die Partner oder die Ex-Partner
Femizide unterschieden sich von Mord in spezifischer Weise. Meistens sind es die Partner oder Ex-Partner, die die Femizide verüben. Dabei gehen ihnen meist häusliche Gewalt, Drohungen und Einschüchterungen, sexuelle Gewalt oder Situationen, in denen Frauen weniger Macht und Ressourcen haben voraus.
Bundesfamilienministerin Paus beschrieb die bundesdeutsche Realität mit der Feststellung: „Jede Stunde erleiden durchschnittlich 13 Frauen Gewalt in der Partnerschaft. Beinahe jeden Tag versucht ein Partner oder Expartner eine Frau zu töten. Fast jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch ihren derzeitigen oder vorherigen Partner.“ Allein im Jahre 2021 sind 109 Frauen Opfer eines Femizids geworden.
Dabei ist die Gewalt gegen Frauen keiner bestimmten gesellschaftlichen Gruppierung zuzuordnen. Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen lässt sich an keinem Alter, Bildungsgrad oder sozialen Status festmachen.
Bundesregierung verwendet erstmals den Begriff Femizide als Beschreibung für Tötungsdelikte gegenüber Frauen
Seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen alljährlich zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen auf die Agenda gesetzt werden. Diesen Tag haben die Vereinten Nationen im Jahre 1999 als Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen bestimmt. Inzwischen ist er unter der Bezeichnung „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ bekannt.
Am 24.11.2022 hat die Bundesregierung erstmals den Begriff Femizide als Beschreibung für Tötungsdelikte gegenüber Frauen verwendet. Dies ist deswegen so wichtig, um darauf aufmerksam zu machen, dass es sich bei der Gewalt gegenüber Frauen um ein gesellschaftliches und kein rein privates Problem zwischen zwei Menschen handelt.
Femizide oft als Familien- oder Beziehungsdrama betitelt
In den Medien berichtet man nach einem Femizid meist von einem Familien- oder Beziehungsdrama. Dies vermittelt den Eindruck, dass diese Tat etwas Privates an sich hatte und für die breite Masse der Öffentlichkeit nicht relevant sei. Diese Art der Berichterstattung verhindert ein gesellschaftliches Problem zu erkennen und gegen frauenfeindliche Strukturen, die zu solchen Taten führen, präventiv vorzubeugen.
Gerade in Zeiten, in denen sich die deutsche Politik in die Politik anderer Länder einmischt und ihnen erklären möchte, was Menschen- und Frauenrechte sind, sollten ernsthafte Schritte unternommen werden, um die Frauen im eigenen Land vor Gewalt und Mord zu schützen.
Zwar sind Hotlines und Frauenhäuser eine gute Anlaufstelle für die Opfer, jedoch löst das nicht das gesellschaftliche Problem, welches die Ursache dieser Gewalttaten ist.
Nebenbei gibt es für die Medien bei den Muslimen keine Familien- oder Beziehungsdramen. Für die Muslime benutzen sie den Begriff „Ehrenmord“, um deutlich zu machen, dass jeder Gewaltakt eines Muslims etwas mit dem Islam zu tun hat.
In der Nacht zum Dienstag wurden in Hannover mehrere Gräber im Abschnitt des muslimischen Kindergräberfeldes geschändet. Die Polizei habe die Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe aufgenommen. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen. Dies bedeutet, dass sowohl ein Verschulden durch Personen, als auch Ursachen durch tierische oder natürliche Ursachen infrage kämen.
Nicht die erste Schändung muslimischer Gräber
In der Vergangenheit kam es bereits zu gezielten Schändungen muslimsicher Gräber in Niedersachsen und NRW. Nach wiederholten Verwüstungen eines muslimischen Grabfeldes im niedersächsischen Northeim, wurden unter anderem Überwachungskameras installiert, um weitere Schäden einzudämmen. Die Stadt reagierte mit den Maßnahmen auf Forderungen der muslimischen Gemeinde. Auch in diesem aktuellen Fall fordern muslimische Gemeinden eine lückenlose Aufklärung. Sollte es einen Zusammenhang zwischen den Verwüstungen der muslimischen Gräber aus der Vergangenheit und den aktuellen Geschehnissen geben, kann dies nicht als Einzeltat untergewertet werden. Weitere Zusammenhänge müssen vonseiten der Sicherheitsbehörden genauer untersucht werden.
Schändungen der Gräber zeugen von Menschenhass
Die Täter der wiederholten Grabschändungen in Northeim blieben bislang unbekannt. Damals war eine rechtsextreme Motivation offensichtlich, denn die Täter hatten die Gräber mit Symbolen des Nationalsozialismus beschmiert. Auch die Täter der rechts-motivierten Grabschändungen von Muslimen in Iserlohn Anfang dieses Jahres blieben bislang unbekannt.
Der Schaden ist nicht nur materiell
Neben dem Sachschaden, der bei derlei Verwüstungen entsteht, bleibt die seelische Verletzung der Angehörigen. Gräber halten die Verbindung der Angehörigen zu den Verstorbenen aufrecht. Sie sind Orte des Trostes und der Stille. Orte an denen die Angehörigen sich und ihre Verstorbenen in Sicherheit wissen müssen. Es darf nicht sein, dass der Menschenhass auf Muslime, welcher sich ohnehin zunehmend durch Übergriffe auf Menschen und Einrichtungen äußert, sich noch durch regelmäßige Übergriffe auf ihre letzten Ruhestätten äußert.
Symbolkraft in der Gewalt gegen muslimische Gräber
Zudem trägt die Zerstörung der muslimischen Gräber eine große Symbolkraft in die Gesellschaft hinein, welche den Muslimen den tiefsitzenden Hass ihnen gegenüber aufzeigt und die Nichtmuslime dazu erwägen müsste, sich mit den muslimischen Gemeinden zu solidarisieren. Zumindest medial bleibt die Empörung über diese diesmal besonders verwerfliche Tat aus.
Möglicher Hass trifft sogar unschuldige Kinder
Falls sich ein islamfeindlicher Hintergrund hinter der Schändung herausstellen sollte, ist die Tat sogar noch verwerflicher, als es Grabschändungen ohnehin schon sind. Denn dieser Hass trifft auf gänzlich unschuldige Seelen, deren Verlust für die Hinterbliebenen gewiss schmerzhaft genug ist. Die Zerstörungswut traf unter anderem die Grabsteine von Babys, deren Geburts- und Todestag dasselbe Datum tragen. Es stellt sich die Frage auf, wie sehr der oder die Täter von ihrer Menschlichkeit abgefallen sein müssen, um solch eine abscheuliche Tat vollbringen zu können. Ihnen fehlt jegliches Einfühlungsvermögen. Sollte ihre Tat tatsächlich politisch motiviert gewesen sein, deutet es ebenfalls darauf hin, dass sie eine Gefahr für die Sicherheit anderer – muslimischer – Menschen darstellen.
Über Islamfeindlichkeit muss mehr gesprochen werden
Obwohl sich Anfeindungen und Übergriffe auf Muslime in Deutschland häufen, gibt es noch immer vorwiegend negative Berichterstattung über den Islam und das muslimische Leben in Deutschland. Einige große Medienhäuser hören nicht auf, das Feindbild weiterhin mit haltlosen Zusammenhängen zwischen abzulehnenden Taten oder Einstellungen von Personen an den Islam zu knüpfen. Das Ergebnis zeigt sich in Studien: Die Befragungen des „Religionsmonitors“ der Bertelsmannstiftung zeigten auch im Frühjahr 2019, dass lediglich ein Drittel der Bevölkerung den Islam als Bereicherung betrachtet. Christentum, Judentum, Hinduismus und Buddhismus hingegen werden von einer Mehrheit als bereichernd empfunden. Und rund die Hälfte der Befragten wertet den Islam als Bedrohung. In Ostdeutschland ist dieser Anteil mit 57 Prozent noch höher als in Westdeutschland (50 Prozent). Befragungen aus den Jahren 2013, 2015 und 2017 zeigen vergleichbare Ergebnisse.
Ein Umlenken ist erforderlich
Ein Umlenken der negativen Debatte und öffentlichen Meinung über den Islam und die Muslime ist zwingend notwendig, damit nicht weitere Muslime durch blanken, haltlosen Hass zuschulden kommen. Politik und Medien müssen sich mit klaren Worten gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit aussprechen. Außerdem müssen sie sich mit den muslimischen Bürgern und Gemeinden solidarisieren – anstelle sie stets weiter zu marginalisieren und zu kriminalisieren, wie wir es aktuell am Beispiel des Islamischen Zentrum Hamburgs mitverfolgen können.
In dem Fall des getöteten Flüchtlings aus Senegal, Mohammed D., sind nun genaue Details des Tathergangs veröffentlicht worden. Diese zeigen, dass der 16-Jährige bei dem Polizeieinsatz gar keine Chance hatte, lebend aus der Situation zu kommen.
Von Mohammed ging laut Untersuchung keine Gefährdung anderer Personen aus
Anfang August erschoss ein 29-jähriger Polizeikommissar den 16-jährigen Senegalesen im Hof einer Dortmunder Jugendeinrichtung mit einer Maschinenpistole (MP5). Zwölf Polizeibeamte seien angerückt, nachdem sie ein Mann von der Jugendhilfe St. Elisabeth im Norden der Stadt alarmierte.
Eine aktuelle gründliche Untersuchung zeigt, dass von Mohammed D., der womöglich suizidgefährdet war, keine Gefährdung anderer Personen ausging. Bei der Untersuchung konnte man den Tathergang sehr genau rekonstruieren. Dies war durch Zeugenaussagen, aber auch durch Tonaufzeichnungen eines Zeugen, der sich in der Leitung mit der Polizei befand, möglich.
Die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes war die Kernfrage der strafrechtlichen Ermittlung. Dies hat man im Ausschlussprotokoll der Sondersitzung im Landtag vom 7. September 2022 diskutiert.
Polizeikommissar schoss mit der Maschinenpistole 0,717 Sekunden nach Tasereinsatz
Als die zwölf Polizisten eintrafen haben sie Mohammed zuerst mit Pfefferspray attackiert und unmittelbar darauf mit zwei Tasern beschossen. Diese lähmen das Nervensystem des Getroffenen für vier bis fünf Sekunden. Die Analyse der Tonaufnahme ergab, dass der Schuss aus der Maschinenpistole 0,717 Sekunden nach dem wahrnehmbaren Tasergeräusch abgegeben wurde. Dabei handele es sich bei der Zeitangabe um eine maximale Schätzung. Das bedeutet, der Abstand zwischen Tasereinsatz und Schussabgabe könnte auch noch kürzer gewesen sein. Weniger als eine Sekunde bis den Jungen sechs Projektile trafen, von denen fünf, laut Obduktion, tödlich waren. Zwischen Pfefferspray und Taser-/Maschinenpistoleneinsatz lagen nicht einmal 20 Sekunden.
Mohammed D. stand laut toxikologischem Gutachten nicht unter Drogen- oder Alkoholeinfluss. Er saß teilnahmslos auf dem Hof unter freiem Himmel mit dem Rücken an einer Kirchenmauer und hielt sich ein Messer vor den Bauch. Ein 16-jähriger Junge unter Stress, der womöglich suizidgefährdet war und kein Deutsch sprach.
Oberstaatsanwalt Carsten Dombert sagte dazu bereits Anfang September: „Die Lage war statisch. Der Jugendliche saß da und tat nichts.“ Einen Übersetzer oder psychologische Unterstützung haben die Polizisten ebenfalls nicht angefordert.
Anfangs sprach NRW-Innenminister noch von Notwehr der Polizei
Kurz nach dem Einsatz sprach man von einer Notwehrsituation. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte sich beeilt eine mutmaßliche Bedrohungslage zu konstruieren. Es hieß unter anderem, dass Mohammed D. mit gezücktem Messer in Richtung der Polizisten lief. Jedoch konnte nach der Untersuchung nicht mal mit letzter Gewissheit geklärt werden, in welcher Hand der Jugendliche das Messer gehalten habe. Die Ermittlungen ergaben auch nicht, dass er von der Polizei dazu aufgefordert wurde das Messer wegzulegen. Genauso konnte man, nach Auswertung des Polizeifunkverkehrs, nicht feststellen, dass eine Warnung, weder vor dem Einsatz des Pfeffersprays, noch vor dem Einsatz von Tasern und MP5, ausgesprochen wurde.
Ob nun Fremdenhass, blinder Aktionismus oder Inkompetenz der Grund für diesen tragischen Vorfall war, ein junger Mann, der eigentlich Hilfe gebraucht hätte, musste mit seinem Leben bezahlen. Es bleibt zu hoffen, dass der Staat die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht und die Polizei Maßnahmen ergreift, damit sowas nie wieder passiert.
Laut der aktuellen Autoritarismus Studie nahmen rechtsextreme Einstellungen in Deutschland in den letzten zwei Jahren ab, jedoch stieg der Hass auf Muslime.
Zufriedenheit mit der Demokratie ist gestiegen
Die Autoritarismus-Studien von Forschern der Universität Leipzig sind repräsentative Erhebungen zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen in Deutschland. Sie werden seit 2002 alle zwei Jahre von einer Arbeitsgruppe der Universität Leipzig unter Leitung von Sozialpsychologen durchgeführt.
In Ostdeutschland stieg der Anteil der Menschen, die mit der verfassungsmäßigen Demokratie zufrieden sind, von 65 auf 90%. Der bundesweite Schnitt liegt bei 82%. Nichtsdestotrotz bleibt den Bürgern trotzdem das Gefühl, keinen politischen Einfluss zu haben, so Studienleiter Oliver Decker.
Bei den kürzlich veröffentlichten Ergebnissen der aktuellen Studie ist ein Anstieg der Zufriedenheit der Bürger mit der Demokratie in Deutschland zu verzeichnen. Zugleich stieg aber auch der Hass auf Muslime und Migranten. Interessanterweise sank das rechtsextreme Weltbild der Ostdeutschen von 20 auf 2 Prozent im Vergleich zu 2020. Somit sticht der Osten Deutschlands nicht mehr gegenüber dem Westen hervor, wie es der Studienleiter Elmar Brähler erklärte.
Muslime sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden
Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es jedoch bei der Ablehnung von Menschen, die als „anders“ empfunden werden. So möchten 46,6% der Menschen in Ostdeutschland, dass den Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland untersagt wird. In Westdeutschland sind es immerhin 23,6%. Außerdem sehen 40% der Ostdeutschen und 23% der Westdeutschen, dass Deutschland durch die vielen Ausländer überfremdet.
Weniger Kontakt zu Muslimen sorgt in der Regel für eine höhere Ablehnung
Die Autoren der Studie betonen aber, dass bei der Interpretation dieser Werte, der deutlich niedrigere Bevölkerungsanteil an Menschen muslimischen Glaubens in den ostdeutschen Bundesländern beachtet werden muss (Ost: 0,7 %–2,9 %, West: 4,4 %–10,8 %). Ausschlaggebend einer Erhöhung der Abneigung gegenüber Muslimen kann also nicht ein häufigerer Kontakt mit ihnen sein, vielmehr ist das Gegenteil der Fall.
Zwei wichtige Thesen aus der Vorurteilsforschung argumentieren ebenfalls mit Kontextfaktoren, um die Entstehung bzw. die Verbreitung von Vorurteilen zu erklären: die Kontakthypothese und die Threat-Hypothese. Bereits 1954 argumentierte Gordon Allport, dass der regelmäßige Kontakt zu einer Fremdgruppe Vorurteile gegenüber dieser reduzieren kann. Im Jahre 2006 konnten Forscher diese Kontakthypothese durch viele Studien bestätigen.
Insbesondere Vorurteile von besonders autoritären Menschen werden durch den Kontakt mit Fremdgruppen stark beeinflusst. Jedoch kommt es auf die Art und Weise des Kontaktes an. Ein positiver Kontakt mit Fremdgruppen verringert einerseits die Vorurteile der autoritären Personen besonders stark. Andererseits erhöht ein negativer Kontakt die Vorurteile auch viel höher als bei weniger autoritären Personengruppen. Hinzu kommt, dass autoritäre Personengruppen den Kontakt zu Fremdgruppen vermeiden und häufiger über den negativen Kontakt sprechen.
Eine andere Hypothese ist die Threat (Gefahr)-Hypothese. Diese argumentiert, dass eine große Fremdgruppe (in dem Fall Muslime) die Bedrohungswahrnehmung und damit indirekt die Vorurteilsneigung erhöhe. Zudem versucht dann die dominierende Bevölkerungsgruppe, dieser wahrgenommenen politischen, kulturellen oder kriminellen Gefahr durch Maßnahmen entgegenzuwirken.
Medien und Verhalten der Muslime spielen eine große Rolle bei der Entstehung von Vorurteilen
Die Medien spielen eine große Rolle dabei gewisse Stereotypen über Fremdgruppen in Umlauf zu bringen. Dadurch setzt sich dann ein gewisses Bild bei allen Menschen fest, die entweder wenig bis gar keinen Kontakt zu dieser Fremdgruppe haben und/oder die diesen Stereotyp durch das Fehlverhalten einiger Weniger dieser Fremdgruppe auf alle übertragen.
Dies bedeutet, dass die Fremdgruppe, in dem Fall die Muslime, durch ihr Verhalten und ihr gesellschaftliches Engagement, dieser falschen Wahrnehmung entgegenwirken muss. Außerdem muss man durch Aufklärung und Medienarbeit, der hiesigen Medienpropaganda entgegenwirken. Aber auch die Mehrheitsgesellschaft, darf sich nicht durch die Medien blenden lassen und sollte unvoreingenommen das Gespräch mit den Muslimen suchen und sich aus erster Hand ein Bild machen. Dafür eignet es sich beispielsweise eine lokale Moschee zu besuchen, oder einfach den Nachbarn (falls man einen hat) anzusprechen.
Trotz der aktuellen Energiekrise, möchte die aktuelle Regierung, die Erweiterung des Bundeskanzleramtes, für 777 Millionen Euro, umsetzen.
Energiekrise macht vielen Deutschen wirtschaftlich zu schaffen
Die aktuelle wirtschaftliche Lage verschlimmert sich von Tag zu Tag für viele Deutsche. Der bevorstehende Winter und die steigenden Energiekosten bereiten viele Menschen und Firmen jetzt schon große Sorgen. Viele Firmen fürchten die Insolvenz und Privathaushalte wissen nicht wie sie die nächsten Gas- und Stromrechnungen bezahlen sollen. In dieser heiklen Zeit möchte die aktuelle Regierung unter Scholz das Bundeskanzleramt für 777 Millionen Euro erweitern.
Die Pläne für den Umbau stammen noch von der Regierungszeit Merkels. Das Kanzleramt sei zu klein und die Beschäftigten müsste man sonst, ohne Erweiterung, auf mehrere Standorte verteilen. Aus aktuell 25.000 Quadratmetern sollen dann 50.000 Quadratmeter werden.
Scholz möchte trotz aktueller Lage das Projekt weiterführen
Olaf Scholz verteidigt die Umbaupläne. In einem ZDF Interview sagte er:
„Ich glaube, dass so eine lange vorbereitete Planung, die jetzt sehr weit fortgeschritten ist, auch zu Ende geführt werden muss. (…) Es ist ein freundliches Gebäude, ein Ort, zu dem die Bürger auch gerne mal hinkommen um zu sehen, wie hier gearbeitet wird.“
Für die Erweiterung ist unter anderem eine Kindertagesstätte, ein Hubschrauberlandeplatz und eine zweite Kanzlerwohnung mit 250 Quadratmetern geplant. Der Umbau soll erst 2028 fertiggestellt werden. Dies bedeutet, dass die aktuelle Regierung womöglich die neuen Räumlichkeiten gar nicht mehr nutzen werden kann.
Erweiterung des Bundeskanzleramtes sollte ursprünglich 600 Millionen Euro kosten
Ursprünglich waren 600 Millionen Euro für dieses Großprojekt vorgesehen. Aber die Erfahrung zeigt, wie bei dem Berliner Flughafen und der Elbphilharmonie in Hamburg, dass sehr schnell viele weitere Kosten hinzukommen können. Es bleibt also fraglich, ob es bei den aktuell zusätzlich benötigten 177 Millionen Euro bleiben wird.
Indes fordert der CDU-Vizevorsitzende Carsten Linnemann den geplanten Erweiterungsbau zu stoppen. Die wirtschaftliche Situation ist eine ganz andere als zu der Regierungszeit von Merkel und dementsprechend müsse man auch Entscheidungen, die damals getroffen wurden, überdenken. Er sieht die Politik in der Pflicht ein Vorbild in Sachen Gesellschaftszusammenhalt zu sein. Gerade in den kommenden Monaten und Jahren, die sehr schwer werden, sagte er:
„Da muss die Gesellschaft zusammenhalten. Und da muss die Politik Vorbild sein. Dazu zählt, so einen Mega-Anbau für 777 Millionen Euro zu stoppen. Wir können uns das nicht mehr leisten.“
Mit einem hat er auf jeden Fall recht, vieles was wir uns erlauben, sei es politisch,gesellschaftlich oder wirtschaftlich können wir uns schon lange nicht mehr leisten.
So soll die Erweiterung des Bundeskanzleramtes aussehen. Quelle: Axel Schultes Charlotte Frank
Am 07.10.2022 lädt die umstrittene Islam-Expertin Prof. Dr. Susanne Schröter unter der Schirmherrschaft eines Hessischen Staatsministers zu einer Konferenz mit dem Titel: „Queer im Islam. Homosexualität und Transgender – Kulturelle Tradition oder religiöses Verbot?“ ein. Konferenzteilnehmer sind ausschließlich Personen, die sich selbst als liberale Muslime bezeichnen und/oder deren Ansichten von der Mehrheitsmeinung der islamischen Rechtsschulen abweicht.
Keine Repräsentanz der muslimischen Mehrheitsmeinung
Die Veranstalterin und Ethnologin Susanne Schröter hat ihren Forschungsschwerpunkt unter anderem auf den „politischen Islam“ und auf Extremismus gelegt. Sie hat sich durch diverse Publikationen einen Namen als Islam-Expertin im deutschsprachigen Raum gemacht. Jedoch ist ihre Expertise eher als Islamkritik zu bewerten. Sie leitet das Forschungszentrum Globaler Islam an der Frankfurter Goethe-Universität. Ein Blick auf das Forscherteam und ihre Finanzierer zeigt, dass sie eine klare Linie mit der „Forschung“ dieses Zentrums verfolgen.
Das Forscherteam deckt mit den jeweils vereinten Forschungsschwerpunkten all jene Themen ab, denen sich Islam-Kritiker gerne bedienen. So reichen die Themen angefangen beim vermeintlichen sicherheitspolitischen-Aspekt durch islamistischen Extremismus und Iran-Kritik, stark über Themen wie Sexualität und Feminismus bis hin zum „muslimischen Antisemitismus“. Ihre Haltung zu diesen Themen ist konform mit der, welche vor allem staatlich gefördert wird. Die theologischen Standpunkte, die gegen das Verständnis des in Deutschland immer stärker geförderten „liberalen Islams“ stehen, werden als extremistisch, demokratiefeindlich, politisch oder patriarchal-traditionell abgewertet. Hierzu gehören selbst Grundpfeiler wie die Pflicht der religiösen Bedeckung der Frau in Form des Kopftuchs, oder eben die von der Mehrheit im Islam geteilte Position, dass das Ausleben von sämtlichen sexuellen Beziehungen jenseits der ehelichen Heterosexualität verboten ist.
Durchweg „liberale“ Positionen vertreten
Zwar hat die Konferenz noch nicht stattgefunden, aber der Blick auf die Sprecher und Veranstalter führt uns zur Annahme, dass die Leitfrage dahingehend beantwortet werden wird, dass das Verbot heute „nur“ von einer radikal-religiösen Position aus getragen würde und es Belege für homosexuelle Beziehungen in der Historie des Islams gäbe. Die eingeladenen Sprecher der Konferenz erheben den Anspruch muslimisch zu sein. Jedoch leben sie gleichzeitig einen Islam vor, welcher den von der Mehrheit der Muslime geteilten Positionen widerspricht. Ihr Geltungsanspruch bleibt somit allein in ihrem Rahmen. So haben wir Seyran Ateş, die vorgibt Imamin zu sein und ihre ganz eigenen Vorstellungen von einem Islam ohne dessen Grundwerte vertritt. Einen „muslimisch schwulen Aktivisten“ aus dem Hause Ateş, dessen Gesicht von der geschmacklosen „Liebe ist Halal“-Kampagne bekannt ist und der das muslimische Pflichtgebet nach eigenen Aussagen `mal verrichtet und `mal nicht.
Dr. Ali Ghandour, Theologe aus Münster, dessen Publikationen mehrheitlich getreu dem Motto „sex sells“ sind. In seinen Büchern stellt er unter anderem dar, dass die Muslime homosexuelle Beziehungen im frühen Islam tolerierten. Diskrepanzen hierüber entstehen lediglich durch die verschiedenen Auslegungen der Textquellen. Einen ähnlichen Standpunkt teilt sein Vorgesetzter, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, der mit seiner liberalen Auslegung des Islams à la „Jeder nach seiner Façon“ vor allem auf nichtmuslimische Sympathien stößt. Ebenso wie Ahmad Mansour, der sich selbst als palästinensischer Israeli definiert, im Monat Ramadan sein Fasten auf Facebook mit Wein bricht und bei wahrscheinlich jeder öffentlichen Gelegenheit – selbst wenn zusammenhangslos im Rahmen von antimuslimischem Rassismus – betont, welch großes Problem die Homophobie im Islam sei. Und dann hätten wir noch eine „muslimische Dragqueen“.
Manipulation islamischer Grundwerte
Die Sprecher wurden bewusst ausgewählt, weil sie als muslimische Akademiker und Akteure einen Geltungsanspruch für ihre Positionen erheben und gleichzeitig eine islamische Denkweise vertreten, die der Agenda der Normalisierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen und nicht-binären Geschlechtsvorstellungen dient. Für Nichtmuslime stellen sie Bezugsquellen für einen willkommeneren Islam in Deutschland und Europa dar. Auf Muslime, die selbst nicht über Wissen über die grundsätzlichen islamischen Wertevorstellungen verfügen, können sie mit ihrer unkonventionellen Haltung manipulativ wirken und darauf abzielen, neue Normen vorzugeben, welche sich grundsätzlich von der theologischen Mehrheitsmeinung unterscheiden.
Wohin führt uns diese Darstellung des Islams
Langfristig angelegt, möchte die öffentliche Präsenz von muslimischen Vertretern eines „liberalen Islams“ vor allem junge Muslime dahingehend beeinflussen, dass sie den Islam eher kulturell als theologisch-fundiert ausleben. Wer keine islamischen Prinzipien vertritt und sich vom Mainstream leiten lässt, stellt keine Gefahr für die imperialistisch und kapitalistisch agierenden Gesellschaften dar. Und so werden all jene Muslime, die ihre Religion auf Basis der theologischen Grundlagen ausleben und für diese einstehen, nach und nach deutlicher diskriminiert. Außerdem wird der Versuch unternommen, ihr Religionsverständnis als konservativ bis radikal zu marginalisieren. Dieses Vorhaben hat jedoch nur wenig Aussicht auf Erfolg, da die überwältigende Mehrheit der Muslime hinter den Ansichten ihrer Rechtsgelehrten steht. Diesen Umstand können sie niemals ändern, gleich wie stark man sie durch finanzielle Mittel, öffentliche Auftritte oder nicht-repräsentative Forschungsergebnisse fördert.
In wessen Interesse ein solcher Islam liegt, wird auch an den Unterstützern und Kooperationspartnern des Forschungszentrums Globaler Islam deutlich. Hierunter sind hessische Ministerien und Behörden, Bundesministerien, sämtliche Stiftungen, christliche und israelische Interessenverbände und die Generalkonsulate Frankreichs und der USA.
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