Apr. 6, 2023 | Politik, Videos
Nadia Kahf, eine kopftuchtragende Rechtsanwältin, wurde in New Jersey zur Staatsrichterin ernannt. Beim Schwur legte sie ihren Amtseid auf einem geerbten Quran ihrer Großmutter ab. Nadia Kahf stammt aus einer syrischen Flüchtlingsfamilie, die mit 2 Jahren nach Amerika auswanderte.
„Ich bin stolz darauf, die muslimische und arabische Gemeinschaft in New Jersey in den Vereinigten Staaten zu vertreten“, sagte sie.
Im Gegensatz zu anderen muslimischen Staatsrichterinnen ging Nadia Kahf viral und spaltete die muslimischen Gemüter. Ihre Ernennung ging durch die Decke und erntete auf der einen Seite großen Zuspruch, aber auf der anderen Seite Feindseligkeiten.
„Ich möchte, dass die jüngere Generation sieht, dass sie ihre Religion praktizieren kann, ohne befürchten zu müssen, dass sie der sein kann, der sie ist.“
Was ist der Auslöser? Ein Richter, in diesem Fall in Amerika, vertritt natürlich das Land und muss sich an das Recht und Gesetz des jeweiligen Landes halten. Wie kann jedoch ein Muslim eine Gesetzsprechung vertreten, die zum Leid der Menschen führt? Gleichzeitig gibt es auch Gesetze, die nicht mit dem islamischen Gesetz vereinbar sind. Als Muslim ein Gesetz zu vertreten, dass sich mit der islamischen Rechtsprechung widerspricht, ist höchst problematisch. Wie kann man dann auf die heiligste Schrift der Muslime schwören, diese Gesetze einzuhalten vor einem nicht gerechten Gericht?
Ein Beispiel, um diese Problematik zu verdeutlichen, wäre das Erbrecht. Nehmen wir eine Familie bestehend aus drei Geschwistern. Zwei Brüder und eine Schwester erben von ihren Eltern. Vor dem amerikanischen Gericht würde jeder von ihnen ⅓ des geerbten Anteils erhalten. Im islamischen Gericht müssten die Brüder jedoch jeweils ⅖ und die Schwester ⅕ erhalten. Oder nehmen wir Scheidung im Falle von Ehebruch oder allgemein Alkoholkonsum in der Ehe usw. Es gibt etliche Beispiele, die verdeutlichen wie gefährlich es eiegntlich ist als Muslim sich hinter ein anderes Gesetz zu stellen und dann auch noch auf den Quran zu schwören dieses Gesetz zu befolgen.
Alle Errungenschaften wertschätzen
Natürlich ist es schön zu sehen, dass auch muslimischen Frauen endlich der Weg in der westlichen Welt geebnet wird, um ihren Berufen mit Kopftuch nachgehen zu können. Denn dies dauerte auch seine Zeit bis Nadia Kahf die Erlaubnis durchgedrückt bekam, denn viele wollen keine kopftuchtragende Frau in hohen Ämtern sehen.
Doch verstehen einige nicht, dass nicht der Islam den muslimischen Frauen ihre Rechte nimmt, sondern der Westen sowohl der muslimischen kopftuchtragenden Frau als auch den Frauen im allgemeinen Rechte nahm und immernoch nimmt.
In muslimischen Ländern gibt es unzählige Frauen mit Kopftuch, die Anwälte, Ärzte, Manager usw. sind, das sollte auch gefeiert werden. Oder eine Mutter, die Ihr Kind zu einem rechtschaffenen Muslim erzogen hat. Eine gerechte Gesellschaft, die es in diesem Sinne nicht gibt, sollte alle Errungenschaften einer muslimischen Frau wertschätzen und hochloben und nicht nur die westlich vorgegebenen Errungenschaften, wenn Frauen arbeiten gehen.
Dies als Anregung, alle gefeierten Ereignisse auch einmal mit einem zweiten Blick zu durchleuchten.
Link zum Video.
Apr. 3, 2023 | Politik
Mit dem „Klimanotstand“ werden nicht nur von der Bundesregierung Maßnahmen gerechtfertigt, die die Bürger zur Kasse bitten (und diese still halten, weil es ja um die Rettung der Welt gehe), sondern auch Aktionen von Klima-Extremistenorganisationen wie „Letzte Generation“, „Ende Gelände“, „Tyre Extinguishes“ u.a., die bereits Menschenleben gekostet haben. Als nach der Straßenblockade der Kleber-Truppe „Letzte Generation“ am 31.10.22 die 44-jährige Sandra Umann nach einem Fahrradunfall in Berlin-Wilmersdorf verstarb, weil das Bergungsfahrzeug der Feuerwehr aufgrund der auf der Straße festgeklebten Klimaterroristen im Stau stecken blieb, twitterte Tadzio Müller, Galionsfigur von „Ende Gelände“ und schwuler Chemsex-Öko (er propagierte u.a. bei RBB schwulen Sex auf Drogen): „Schei…, aber nicht einschüchtern lassen. Es ist Klimakampf, nicht Klimakuscheln. Shit happens“. Immer und immer wieder hört man, dass dies alles – bis zur Öko-Diktatur – gerechtfertigt sei, weil man ja im „Klimanotstand“ sei und man nur so die Welt retten könne. Doch trifft dies wirklich zu?
Gibt es einen Konsens?
Was von den „Qualitätsmedien“ schlichtweg ignoriert wird: Den Weltuntergangsthesen der Klima-Extremisten widersprechen zahlreiche Klimaforscher, Meteorologen, Geologen und andere Experten. So hat der norwegische Physik-Nobelpreisträger Ivar Giaever einen Aufruf verfasst, die inzwischen über 1400 andere Wissenschaftler unterzeichnet haben. Darin stellt er u.a. fest: „Es gibt keinen Klimanotstand. Die Klimawissenschaft sollte weniger politisch, die Klimapolitik dagegen wissenschaftlicher sein.“ Beim Klima habe man es mit einem chaotischen System zu tun, das an zahlreiche andere Faktoren (wie die Sonnenaktivität) gekoppelt sei und bei dem langfristige Vorhersagen überhaupt nicht möglich seien. Das Erdklima sei seit Bestehen der Erde Schwankungen unterworfen und nicht wie ein Thermostat einstellbar – mit natürlichen Kalt- und Warmzeiten.
Die sogenannte „kleine Eiszeit“ sei erst ca. 1850 beendet, weshalb eine Erwärmungsphase danach logisch sei. Giaever verweist auch darauf, dass CO2 kein Schadstoff sei, sondern für alles Leben auf der Erde unerlässlich sei. Der CO2-Gehalt in der Luft beträgt übrigens nur 0,038 %, wobei noch 96% nicht vom Menschen produziert sind. Der deutsche Anteil an der Produktion beträgt demnach 0.00047. Mehr CO2 sei für die Natur vorteilhaft und lasse die Erde ergrünen. Weiterhin macht er darauf aufmerksam, dass die Erde sich weitaus weniger erwärmt als vom IPCC vorhergesagt. Statistische Beweise, dass die globale Erwärmung Naturkatastrophen verstärke, gebe es nicht.
Auch der Klimaforscher Prof. Dr. Klaus von Storch zieht gegen die Panikmache zu Felde, er und viele seiner Kollegen hätten längst „die Schnauze voll von diesen dauernden Übertreibungen“, so von Storch bereits 2019 bei „Hart aber fair“. Der australische Soziologe Bernie Lewin hat in einem Buch den Prozess dargestellt, wie die neue Klimareligion installiert wurde, Forschungsaufträge nur an Wissenschaftler vergeben werden, die ihr folgen, und kritische Wissenschaftler kaltgestellt werden.
Schon längst keine Bäume und Schnee mehr
Wer die letzten Jahrzehnte Revue passieren lässt, kommt um folgende Fakten nicht herum: In den 1970er Jahren gingen führende Klimawissenschaftler davon aus, dass die Erde einer neuen Eiszeit entgegengehe. In den frühen 1980er Jahren wurde das „Waldsterben“ und der „saure Regen“ zum zentralen Thema der Medien. So prognostizierte man, dass bis zum Jahr 2000 kein Baum in Deutschland mehr stehen würde. Dann wurde das Ozonloch mit Weltuntergangsszenarien das große Thema. Heute weiß man: Jedes Jahr kommt es über der Antarktis und teilweise auch über der Arktis im jeweiligen Spätwinter oder dem beginnenden Frühjahr zu einer zum Teil schnellen und kräftigen Abnahme der Ozonschicht. UN-Experten rechnen damit, dass sich die Ozonschicht in den kommenden Jahren erholt, schon 2040 könnten bestimmte Teile der Welt regeneriert sein. Im Jahr 2007 prognostizierten „Experten“ in der Welt, dass der Nordpol in 5 Jahren eisfrei sein würde.
Das alles ist nicht eingetreten. Was lernen wir daraus? Wer hat ein Interesse daran, dass Deutschland deindustrialisiert wird? Wer finanziert die Klima-Kleber? Die „Letzte Generation“ gibt an, dass der in Beverly Hills ansässige „Climate Emergency Fund“ (CEF) zu den Hauptsponsoren gehört. Die Gelder des CEF stammen aus dem Vermögen von Getty Oil. Weiterhin gehört auch die Rockefeller-Familie über die Equation Campaign zu den Finanziers. In seinem Buch „Machtbeben“ beschrieb „Mr. DAX“ Börsenexperte Dirk Müller, dass die globalen Eliten den „großen Hebel“ umlegen, sich von Ölinvestitionen trennen und nun in erneuerbare Energien investieren.
Bild: Wikipedia Commons
Apr. 2, 2023 | Politik
In den letzten Tagen kam es in Syrien zu wiederholten US-Luftangriffen (zuletzt am Freitag) auf angebliche „pro-iranische Milizen“. „Qualitätsmedien“ wie ARD und ZDF machten in Ihren Berichten deutlich, dass diese nach der „Tötung eines US-Bürgers“ erfolgten. In ihren Berichten und Überschriften in der Online-Ausgabe sprachen sie ausnahmslos von einem „US-Bürger“.
Was sie verschweigen: Die USA halten Teile Syriens völkerrechtswidrig besetzt und plündern dort die Bodenschätze. Sie verhalten sich dabei genauso wie der Sprecher des UN-Generalsekretärs Farhan Haq, der in einer Pressekonferenz am 24.3. gegenüber einem chinesischen Journalisten bestritt, dass sich überhaupt US-Militär in Syrien aufhielt. Das Video geht momentan viral und ist absolut sehenswert, denn Farhan Haq kommt gegenüber dem chines. Journalisten in schwere Seenot, denn der Journalist fragte, wie es dann möglich sein könne, dass dort in Syrien 5 US-Soldaten (der Tote war ein „Auftragnehmer“ des US-Militärs) verletzt worden seien, wenn es dort überhaupt kein US-Militär gibt.
Die USA klauen das ÖL
Dabei bestreiten die USA doch überhaupt nicht, dass sie in Syrien u.a. einen Militärstützpunkt nahe Al-Hassaka im Nordosten des Landes „unterhalten“, wie es auch das Pentagon letzte Woche deutlich machte. Die US-Regierung begründet die Präsenz des US-Militärs in Syrien damit, dass es darum geht, „das Erdöl vor dem IS zu schützen“. Der frühere US-Präsident Trump war wenigstens ehrlich, als er 2019 öffentlich verkündete: „Wir behalten das Öl, wir haben das Öl, das Öl ist sicher, wir haben Truppen nur für das Öl zurückgelassen.“ Aber „Demokraten“ wie Obama oder Biden bemühen lieber die Menschenrechte zur Bemäntelung der Plünderung. Irakische Grenzbeamte berichten immer wieder über größere Konvois, mit denen das US-Militär das Öl außer Landes schafft.
Die Vertreter einer „regelbasierten Weltordnung“ betreiben somit in der Realität unverhohlen Plünderung und Piraterie (Kaperung iran. Schiffe, Umpumpen des Erdöls und Verkauf). Die US-Truppen in Syrien befinden sich zudem völkerrechtswidrig im Land, denn sie sind nicht eingeladen worden und halten sich dort entgegen dem Willen der legitimen syrischen Regierung auf. Hier geht es ausschließlich um das Völkerrecht, das sie doch z. Zt. so gern bemühen, wenn es gegen Russland oder Iran geht, und hat nichts damit zu tun, wie man bspw. zu Assad steht.
Nach internationalem Recht kann nur die legitime Regierung eines Landes Militär eines anderen Staates um Hilfe bitten und in das Land lassen. Alles andere ist eine Verletzung der Souveränität dieses Landes. Ob es einen passt oder nicht: Russische oder iranische Einheiten befinden sich daher nicht völkerrechtswidrig im Land – im Gegensatz zu den US-Truppen. Diese Fakten werden den deutschen Bürgern von den Mainstream-Medien allerdings vorenthalten. Stattdessen wird ihnen erzählt, dass dort US-Bürger (keine Militärs) zu Schaden gekommen seien und das US-Militär somit in Selbstverteidigung reagiere.
März 30, 2023 | Politik
Die Erfahrungen mit der US/NATO-Kriegspropaganda hat gelehrt, dass sich zahlreiche empört vorgetragene Behauptungen über Menschenrechtsverletzungen, mit denen man eine militärische Intervention rechtfertigte, im Nachhinein als Kriegslügen erwiesen haben. Man denke bspw. an den Tonkin-Zwischenfall (Rechtfertigung für die Bombardierung Nordvietnams), die Brutkastenlüge 1991, die mit Köpfen von Kosovo-Albanern im Stadion von Pristina Fußball spielenden Serben (Rudolf Scharping 1998), die angebliche Verteilung von Viagra zur Massenvergewaltigung durch Gaddafi usw. Momentan wird Russland in westlichen Medien vorgeworfen, ukrainische Kinder nach Russland zu verschleppen. Vorgestern hat auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Vorwurf wiederholt, was auch die Begründung war für den Haftbefel des IStGH gegen den russischen Präsidenten Putin. Inwieweit kann man sich hier ein Bild machen?
Zunächst kann man eindeutig feststellen, dass die Studie, auf die man sich bei diesem Vorwurf bezieht, finanziert ist von den USA (was auch der „Stern“ bemerkte) und daher wenig Glaubwürdigkeit beanspruchen kann, da die USA längst Kriegspartei sind. Die „New York Times“ berichtete im April letzten Jahres, dass die Biden-Administration nach einer Möglichkeit suche, den Internationalen Strafgerichtshof (IstGH) in Den Haag einzuschalten und den russischen Präsidenten dort anzuklagen. Am 14.2.2023 erschien in den USA ein „Bericht“ unter dem Titel „Russlands systematisches Programm zur Umerziehung und Adoption von ukrainischen Kindern“. Der „Stern“ schrieb dazu: „Kinder schon ab einem Alter von vier Monaten seien seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor knapp einem Jahr in russische Lager gebracht worden, heißt es in der vom US-Außenministerium finanzierten Studie.“
Ukraine droht mit Todesstrafe
Dass sich die Geschichte anders verhält, als vom Westen behauptet, erschließt sich auch aus Äußerungen der ukrainischen Regierung. Letztere betrachtet jede Person, die in den von Russland neu kontrollierten Gebieten weiterhin seiner Arbeit nachgeht, als Verräter und droht ihnen mit der Todesstrafe. Kindergärtner, Lehrer oder Mitarbeiter von Kinderheimen sind davon nicht ausgeschlossen.
Die britische Zeitung Daily Mail berichtete am 5. Oktober 2022: „Kiew hat bereits Ermittlungen gegen 1.309 mutmaßliche Verräter eingeleitet und 450 Strafverfahren gegen Kollaborateure eingeleitet, die man des Verrats am eigenen Land und an den Nachbarn beschuldigt. Widerstandskämpfer spüren sie auf und schlachten sie ab. In einer Liste, die dieser Zeitung von einer Kiewer Regierungsquelle erhielt, sind 29 solcher Vergeltungsmorde aufgeführt und 13 weitere Attentatsversuche, bei denen einige der Opfer Verletzungen erlitten. Es ist eine Jagd auf Kollaborateure und ihr Leben ist nicht durch das Gesetz geschützt“, sagte Anton Geraschtschenko, ein Berater des Innenministeriums.“ Solche Berichte findet man in deutschen „Qualitätsmedien“ nicht.
Da die Mitarbeiter bspw. von Kinder- und Waisenheimen in den von Russland kontrollierten Gebieten größtenteils geflohen sind, stellt sich die Frage, was man mit den nun auf sich allein gestellten Heimkindern machen soll. Soll man sie einfach ihrem Schicksal überlassen?
Das, was von westlichen Medien jetzt empört als Kriegsverbrechen dargestellt wird, haben die Heuchler in der Realität tatsächlich begangen. Angesichts der aktuellen Beschuldigungen sei auch an die amerikanische Operation „Babylift“ (bitte googeln!) erinnert. Die Operation der US-Luftwaffe in Vietnam dauerte ganze zwei Wochen. Die Hauptaufgabe war die Ausfuhr vietnamesischer Kinder, dessen Eltern zum großen Teil die amerikanische Armee tötete. Um die Ausmaße der derzeitigen Heuchelei zu verdeutlichen, erscheint in Kürze ein gesonderter Beitrag.
März 29, 2023 | Politik, Videos
Das israelische Regime und ihre brutalen Einsatzkräfte setzten Tränengas und Blendgranaten gegen hunderttausende Demonstranten ein. Die Demonstranten wehren sich mit Steinen und Flaschen.
Staatskrise Israel, nicht Iran, Russland oder Syrien. Es handelt sich bei dieser Meldung um Israel.
Was ist der Grund?
Seit Monaten gehen Israelis landesweit täglich auf die Straßen und beklagen die angestrebte Umstrukturierung der Machtverhältnisse im Justizsystem Israels, die von Netanjahu und seiner Partei angetrieben werden.
Israel besitzt weder eine Verfassung noch ein staatliches Grundgesetz, daher sind oberste Richter von besonderer Bedeutung. Sie entscheiden, ob etwas verfassungskonform ist oder nicht.
Durch die geplante Änderung von Netanjahu und seiner rechtsextrem-rassistischen Partei würden die Obersten Richter an Kraft verlieren, um Gesetze zu entscheiden oder aufzuheben.
Stattdessen würde die Knesset oder das Parlament, im Falle einer Mehrheit, die Möglichkeit haben, Entscheidungen des Gerichts abzulehnen. Zusätzlich erhalten sie noch noch die Kontrolle über die Ernennung von Richtern. Dadurch könnten die Richter einen unangemessenen Minister nicht mehr ausschließen, falls er durch zu viele Verurteilungen oder durch Korruption als ungeeignet deklariert wird. Die Judikative hätte somit kaum noch Einfluss.
Zudem wurde die Amtsenthebung des Ministerpräsidenten, also die Immunität des Regierungschefs zufälligerweise in diesem Fall vom korrupten Netanjahu deutlich erschwert. Bekannt ist Netanjahu nämlich auch als Kriminalitätsminister.
Verteidigungsminister Yoav Gallant forderte die Unterbrechung des Gesetzes: „Die Spaltung der israelischen Gesellschaft dringt in die Armee und die Sicherheitskräfte ein. Das ist eine klare, unmittelbare und konkrete Gefahr für die Sicherheit des Staates. Diese Sache werde ich nicht zulassen.“
Daraufhin wurde er von Netanjahu entlassen.
Bis zur Rede Netanjahus am Montagabend kam es zum Höhepunkt der Demos und Proteste, Demonstranten blockierten eine Autobahn und entzündeten Feuer. Alle möglichen Dienstleistungen und Gewerkschaften legten ihre Arbeit nieder, unter anderem Banken, Krankenhäuser, Geschäfte, Botschaften, Kitas und der Ben Gurion Hauptflughafen, wodurch viele Passagiere festsaßen. Viele Städte wurden lahmgelegt und sogar die Arbeiten an den Seehäfen wurden eingestellt.
Eine Minderheit?
In der Rede beklagte Netanjahu sich heuchlerisch: “Es gibt eine extremistische Minderheit, die bereit ist, unser Land in Stücke zu reißen. Sie wendet Gewalt und Aufwiegelung an, sie droht, gewählten Beamten Schaden zuzufügen, sie schürt einen Bürgerkrieg und sie ruft zur Dienstverweigerung auf, was ein schreckliches Verbrechen ist.”
Das Land ist extrem gespalten und das ist keine Minderheit.
Netanjahu glänzt mit einer Hollywood-Rede durch Sätze: “Drei Monate lang habe ich immer wieder zum Dialog aufgerufen.” Was lächerlich ist oder “Unser Weg ist gerecht.” Gerechtigkeit und Israel in einem Satz, was für eine Farce! Seit Tag 1 der illegalen Gründung Israels bestreiten und bestehlen sie Millionen von Palästinensern die Grundrechte.
Netanjahu betonte noch, dass sie doch alle Brüder seien und es doch bitte keine Gewaltausschreitungen mehr geben solle, da der Gesetzesentwurf bis Mitte April pausiert werden würde.
“Wir alle haben ein gemeinsames Schicksal und wir alle haben eine gemeinsame Mission, die darin besteht, die Ewigkeit Israels zu sichern.“
Von einer Ewigkeit Israels zu sprechen, scheint beim Betrachten der Vergänglichkeit der Erde weit hergeholt.
Nach der Rede kam es erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Unterstützern und Anti-Netanjahu-Anhängern. Viele sehen in diesem Vorstoß nur eine Verschiebung auf Zeit.
Alleine in diesen heiligen Wochen:
- Stürmten israelische Regimetreue die Al-Aqsa Moschee
- Weitere illegale israelische Siedlungen wurden angekündigt
- Der Israelische Finanzminister Smotrich äußerte sich in einer Hassrede zum ausradieren einer palästinensischen Stadt, stellte bildlich teile Syriens, Libanons und Jordanien als Israelisches Gebiet dar und leugnete die Existenz der Palästinenser überhaupt.
Die Leute, die auf den Straßen kämpfen, kämpfen nicht für eine Demokratie. Wenn sie jemals ein Interesse an einer Demokratie gehabt hätten, dann wären sie schon längst gegen das brutalste Regime Israels auf die Straße gegangen. Sie kämpfen gegen ihr eigenes System, das sie mit aufgebaut haben. Ein Unrechtsregime, das sie stets unterstützt haben.
“Wenn ihr sie anruft, hören sie euer Rufen nicht und würden sie (es) doch hören, sie würden euch nicht erhören. Und am Tag der Auferstehung verleugnen sie eure Beigesellung. Und niemand kann dir Kunde geben wie Einer, der Kenntnis von allem hat.” (Q:35:14)
Link für das Video.
März 27, 2023 | Politik
Es ist ein weiterer historischer Moment in Großbritannien. Nachdem mit Rishi Sunak der erste Nicht-Weiße und Hindu britischer Premierminister wurde, wird Schottland nun mit Humza Yousaf den ersten muslimischen Ministerpräsidenten erhalten.
Der 37-jährige Sohn von Einwanderern aus Südasien war bisher Gesundheitsminister unter der First Ministerin Nicola Sturgeon, die als Symbolfigur des schottischen Unabhängigkeitskampfes gilt. Humza Yousaf hat die Abstimmung der Basis über den Parteivorsitz der Schottischen Nationalpartei (SNP) mit 52% gewonnen. Hauptziel der SNP ist es, vom Vereinigten Königreich unabhängig zu werden und als eigenständiges Land wieder der Europäischen Union beizutreten. Da die SNP im schottischen Parlament die meisten Sitze innehat, kann sie das Amt des Ministerpräsidenten beanspruchen.
Dass mit der Wahl eines Muslims zum Ministerpräsidenten nicht der Untergang des Abendlandes droht, wie es etwa in Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ an die Wand gemalt wird, zeigen die politischen Positionen Yousafs. Er bezeichnet sich zwar als „gläubigen Muslim“, betont aber stets, dass er politische Fragen nicht nach seinem religiösen Glauben treffe. Es droht also in Schottland keine Einführung der Scharia, ganz im Gegenteil.
Vereinbarung mit dem Glauben?
Bei seinen politischen Positionen stellt sich die Frage, wie er diese mit seinem Glauben vereinbaren kann. Er unterstützte in der Vergangenheit sowohl die „Ehe für alle“ als auch das „Selbstbestimmungsgesetz für Trans-Menschen“, das im Januar als erstes Gesetz von der Londoner Zentralregierung ein Veto erhielt und man es dadurch stoppen konnte. Seine schärfste Gegnerin bei der innerparteilichen Abstimmung war Kate Forbes, eine evangelikale Christin, begründete die Ablehnung vieler LGBT-“Rechte“ dagegen ausdrücklich mit ihrem Glauben. So erklärte sie u.a., dass sie gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht gestimmt hätte, wenn sie bei der Abstimmung bereits Abgeordnete gewesen wäre. Sie gilt auch als Gegnerin des Selbstbestimmungsgesetzes und erklärte, dass eine Trans-Frau lediglich ein „biologischer Mann“ sei, „der sich als Frau identifiziert“. Diese Fragen dominierten auch den innerparteilichen Wahlkampf.
Yousaf kündigte inzwischen an, dass er das Werk von Nicola Sturgeon fortsetzen will. Er möchte der Mann sein, der Schottland in die Unabhängkeit führt.