Putin vor Gericht?

Putin vor Gericht?

Im Kampf um die Bewahrung der unipolaren Weltordnung zieht der Westen alle Register. Gestern hat der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Putin erlassen. Nach einer Veranstaltung am gestrigen Freitag begrüßte US-Präsident Biden den Haftbefehl gegen Putin und bezeichnete den russischen Präsidenten als Kriegsverbrecher. Biden fügte allerdings hinzu, dass der IStGH nicht weltweit anerkannt sei und bemerkte dann: „auch nicht von uns“ (von den USA, übrigens auch nicht von Israel).

Das ist ein Aspekt, der in den deutschen „Qualitätsmedien“ kaum Erwähnung findet – aus gutem Grund. Denn aufgrund ihrer zahlreichen völkerrechtswidriger Angriffskriege und Kriegsverbrechen müssten die USA damit rechnen, dass sich auch US-Bürger (wie z.B. der ehemalige Präsident George W. Bush und US-Militärs) vor Gericht verantworten müssten. Der damalige US-Außenminister Pompeo trat am 15.3.2019 mit einer Erklärung vor die Presse, dass sämtliche Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), die sich an Ermittlungen gegen US-Bürger beteiligten, mit Sanktionen rechnen können. Das ist aber nicht alles. Im Jahr 2002 berichtete der „Spiegel“ noch über die Empörung in Holland, nachdem der US-Kongress den Niederlanden mit einer Invasion drohte, falls in Den Haag US-Bürger vor Gericht kämen.

Doppelmoral der USA und ihrer willigen Helfer

Einen Hinweis darauf wird man in den heutigen „Qualitätsmedien“ allerdings vergeblich suchen. Die USA drohten dem IStGH immerhin offen mit Gewaltanwendung. Mit dem 2002 veröffentlichten „American Service-Members Protection Act“ ermächtigte man den US-Präsidenteb, eine militärische „Befreiung“ von US-Staatsbürgern vorzunehmen, die sich in Den Haag vor dem IStGH verantworten müssten. US-Behörden wurde die Zusammenarbeit mit dem Gericht ausdrücklich verboten. Die Doppelmoral der USA und ihrer willigen Helfer kennt in der Realität keine Grenzen.

Das hinderte die USA nicht daran, den IStGH gegen Russland und andere Staaten, die sich der unipolaren Weltordnung widersetzen, zu instrumentalisieren. Bereits im April letzten Jahres berichtete die „New York Times“, dass die Biden-Administration den russischen Präsidenten Wladimir Putin vor Gericht sehen will – die Regierung Biden suche nach einer Möglichkeit, den Internationalen Strafgerichtshof (IstGH) in Den Haag einzuschalten. Die dafür notwendige Geschichte erschien am 14.2.2023, als die USA einen Bericht unter dem Titel „Russlands systematisches Programm zur Umerziehung und Adoption von ukrainischen Kindern“ veröffentlichte.

Alles nur Propaganda

Das Wochenmagazin „Stern“ berichtete wie folgt über diese „Studie“: „Kinder schon ab einem Alter von vier Monaten seien seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor knapp einem Jahr in russische Lager gebracht worden, heißt es in der vom US-Außenministerium finanzierten Studie.“ Der „Stern“ spricht überraschenderweise richtig von einer vom US-Außenministerium finanzierten „Studie“, denn das „Yale Humanitarian Research Lab“, welches die „Studie“ vorstellte; ist Teil des vom US-Außenministerium am 17.5. 2022 gestarteten Projekts „Conflict Observatory“. Die USA gehen mit Sicherheit davon aus, dass Putin nicht (wie etwa Milosevic) vor Gericht erscheinen muss, solange nicht eine westliche Marionettenregierung in Moskau installiert ist, wozu es eines „Regime Change“ bedarf. Aus Moskau hieß es dazu, dass das Land, das es wagen sollte, den russ. Präsidenten zu verhaften, spätestens binnen 8 Minuten mit seiner Auslöschung rechnen müsste.

Worum geht es dann? Es ist eine Propagandaschlacht. Das ist mit der modernen Propaganda schon im 1. Weltkrieg so, als in der US-Presse fast jeden Tag ein neues Propagandamärchen über die angeblichen entsetzlichen Taten der „Hunnen“ (abgehackte Kinderhände!) gemeldet wurde. Nur eine aufgeklärte Bevölkerung, die solche Propagandamuster kennt und erkennt, kann letztlich glaubhaft machen, in einer Demokratie zu leben.

In diesem Fall soll der russische Präsident als Kriegsverbrecher gebrandmarkt werden, als „der Böse“, während der Westen „die Guten“ sind. Dabei hätten die USA und ihre willigen Vollstrecker doch alle Hände voll zu tun, ihre eigenen Verbrechen aufzuarbeiten.

Mord an Luise F.

Mord an Luise F.

Nach dem Mord an der 12-jährigen Luise F. aus Freudenberg (NRW) ist der Medienrummel groß. Politiker und Medien zeigen sich angesichts der 12 und 13-jährigen Mörderinnen schockiert. Bei aller nun geäußerten Sprach- und Fassungslosigkeit bleibt festzustellen: Politik und Medien haben einen gravierenden Werteverfall in der Gesellschaft mitzuverantworten.

In den „Qualitätsmedien“ wird inzwischen hauptsächlich die Theorie vertreten, dass es bei der Tat angeblich um Mobbing und Rache ging. NTV zufolge wurde auf Luise 32 Mal eingestochen. „Bild“ berichtete, dass die 13-jährige mutmaßliche Täterin Luises beste Freundin gewesen sei. Das Springer-Blatt meldete weiterhin, dass Luise in der Nacht vor ihrem Verschwinden bei der 13-Jährigen übernachtet habe. Übereinstimmend berichten einige Medien, dass es bei der Bluttat um Rache ging. Luise sei von den Mädchen gemobbt worden, sie hätte sich jedoch gegen das Mobbing gewehrt und sei daher getötet worden. Eine offizielle Bestätigung gibt es für all diese Berichte nicht. Die Profile der mutmaßlichen Täterinnen in den sozialen Medien wurden im Netz schnell identifiziert, sie waren auch Tage nach der Tat noch abrufbar. Das TikTok-Profil der 13-jährigen Mörderin wirkte dabei wie das Profil von so vielen anderen Mädchen auch, es zeigte Videos von ihren Hobbys, ein Tag nach der Tat soll sie noch ein Tanzvideo hochgeladen haben. Insbesondere die Strafunmündigkeit der Täterinnen, die daher keine Strafe für ihre Bluttat zu erwarten haben, sorgte offenbar für große Wut. Dies wurde besonders deutlich auf den Kommentarspalten der Profile der Täterinnen entlud.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, dass die Jugendkriminalität unabhängig von Schultyp oder Herkunft rapide ansteigt. Gewalt und Mobbing an den Schulen nähmen in beängstigendem Ausmaß zu. Der Ulmer Psychiater Fegert hat zu dem Fall von Luise F. geäußert, dass Kinder in diesem Alter genau wüssten, was es heißt, zu töten. Doch wer sagt ihnen, was gut und böse ist?

Was ist gut und was ist böse?

Nach dem deutschen Soziologen Max Weber (1864-1920) kann die Wissenschaft dem Menschen nicht zur Erkenntnis verhelfen, was gut und böse ist und wie er handeln soll. Das ist die Aufgabe der Religion. Wer keine hat oder sie aufgibt, verliert daher den Kompass im Leben. Die gesellschaftlichen Folgen sind inzwischen unübersehbar: Zerstörung der traditionellen Familien, neue Definitionen von Ehe und Familie, Singlehaushalte über 50% in vielen Großstädten, rasanter Anstieg psychischer Erkrankungen, Werteverfall bzw. -verlust, Sittenverfall bzw. moralischer Niedergang uvm.. Nach Weber hat der sinnhaft handelnde Mensch auch ein Bedürfnis nach Sinn. Der Tod droht aber jeden Sinn zu entwerten, d.h. er macht alles vernünftige Planen und Handeln letztlich sinnlos. Nur die Religion vermag dieses Dilemma letztlich zu lösen – sinnhaft zu Handeln und dem Leben und Handeln letztlich einen Sinn zu verleihen. Wenn aber die Religion schwindet, begibt sich der Mensch auf die Suche nach Ersatz und so ist er (sie) auch für alles Irrationale offen. Weber hat übrigens auch die „Jagd nach dem Erlebnis“ oder die Suche nach dem ultimativen letzten „Kick“ vorhergesehen – in einer säkularisierten, „entzauberten“ Welt, in der die Menschen ihrem Handeln verzweifelt irgendeinen Sinn abgewinnen wollen.

Der Staat will den jungen Menschen nur noch „Werte“ wie Diversität bzw. das „Anything goes“ vermitteln. Demnach gibt es keine Wahrheit, einen Sinn für das Leben kann daraus niemand gewinnen. Man braucht sich nicht hinstellen und Betroffenheit zeigen. Jeder weiß doch: Es wird in den Medien viele Diskussionsrunden mit Vertretern diverser Geschwätzwissenschaften geben, aber ändern wird sich letztlich überhaupt nichts. Bis zur nächsten Tat, die Fassungslosigkeit verursacht.

Was bleibt nach Jahren der Corona-Pan(ne)demie?

Was bleibt nach Jahren der Corona-Pan(ne)demie?

Die annähernd, beinahe, nahezu und fast ausschließlich, mehr oder weniger nebenwirkungsfreie Corona-Impfung ist nicht so frei von Nebenwirkungen wie Anfangs behauptet.

Nun, mit einem Abstand von drei Jahren sind wir alle natürlich schlauer. Die Masken waren eigentlich für alle doch gefährlicher als gesagt, die Schulausfälle das schlimmste für den Bildungssektor, Ausgangssperren und Lockdowns eine Katastrophe für die menschlichen Beziehungen und das Familienleben, das Homeoffice mit den Kindern, die gleichzeitig zuhause waren, eine psychische Belastung für alle Familien und der Druck der Gesellschaft sich aus Solidarität zu impfen, war dann zum Schluss das Sahnehäubchen. Wer sich dem nicht beugte, konnte in bestimmten Läden nicht mehr einkaufen, musste Angst haben um seinen Job oder wurde als Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker von der Gesellschaft ausgeschlossen.

Und das sind nur wenige Details aus 2 Jahren Ausnahmezustand, von den falschen Studien, den künstlich herbeigeführten sinkenden Krankenhausbetten und der Angstmacherei mal ausgenommen.

„Sowas habe ich mir nicht in meinen kühnsten Albträumen ausmalen können, zu was Medizin, Medien und Politik fähig sind, wenn es darum geht, Menschen zu tyrannisieren, zu foltern und sie krankzumachen.“, äußerte sich der Psychoneuroimmunologe Christian Schubert in einer Bild Diskussion. 

Ja, das zu sagen kommt dann wohl auch reichlich spät, und wieder einmal haben wir aus der Geschichte nicht gelernt.

Die Impfgeschädigten wurden so lange von Ärzten und Krankenhäusern nicht ernst genommen, bis die Höchstzahl an Impfungen erreicht wurde und erst danach diese Patienten ernst genommen wurden. Erst hieß es vom Gesundheitsminister Karl Lauterbach, bei einer pro 25.000 Impfungen können Nebenwirkungen auftreten, nun am 12. März sagte er im Interview der Welt jedoch, bei einer von 10.000 Impfungen können Nebenwirkungen auftreten. Und diese Zahlen seien stabil und ihm von Anfang an bekannt gewesen. Zudem sei seine Äußerung von “nebenwirkunsfreien Impfungen” eine Übertreibung seinerseits gewesen.

Hetzkampagnen gegen Ungeimpfte

Dann gab es noch die Influencer mit ihren “stay home” aufrufen und Impfkampagnen, wie die von Herr Jauch, die auch nicht vergessen bleibt, als damals Ungeimpfter für die Impfung zu werben. Oder die Influencerin Mailab die auf Youtube gegen Ungeimpfte eine Hetzkampagne startete und diese mit falschen Fakten untermauerte.

Und was ist nach all dem geblieben? Nichts als Leid. Familien, Freunde und Kollegen bekämpften sich gegenseitig mit falschen Fakten. Und Leidtragende sind am Ende die Geimpften, die sich mit oder gegen ihren Willen impfen ließen, sie sind die Geschädigten.

Gleichzeitig erleben viele einen Rufmord als Verschwörungstheoretiker, dabei waren und sind sie es, die recht behielten die Impfung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Und was noch bleibt, ist nicht Jens Spahn sondern der Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Ein Minister wie die anderen, der seinen Lebenslauf aufhübschte, log, betrog, um irgendwann dann auch wieder durch einen anderen abgesetzt zu werden. Aber vorher will er auf jeden Fall noch die Droge Cannabis legalisieren.

Was bleibt für uns? Eine Krankheit jagt aktuell die nächste, seit wieder der normalbetrieb eingekehrt ist. Für uns alle bleibt jedoch die Gewissheit, dass unsere Arbeit als unabhängige Forscher auf ewig bestehen bleibt, egal um welches Thema es geht. Es geht darum nicht den Mainstream-Medien, die immer und immer wieder lügen, glauben zu schenken, sich nicht durch den Druck von außen in die Knie zu zwingen und immer für das Recht des Unterdrückten aufzustehen.

Link zum Video.

Annäherung zwischen Iran und Saudi-Arabien ist Beginn der Post-USA-Ära

Annäherung zwischen Iran und Saudi-Arabien ist Beginn der Post-USA-Ära

Die jüngsten Annäherungen zwischen Iran und Saudi-Arabien leiten das Ende der US-amerikanischen Hegemonie in der Region ein. Dabei wird China, welches das Abkommen zwischen den beiden Ländern vermittelte, eine größere Bedeutung zu Teil werden.

Botschaften werden in den nächsten zwei Monaten wieder eröffnet

Bei einem Treffen von Diplomaten aus dem Iran und Saudi-Arabien hat man sich darauf geeinigt die diplomatischen Beziehungen, die seit 2016 auf Eis lagen, wieder aufzunehmen. Innerhalb der nächsten zwei Monate sollen die Botschaften und diplomatischen Vertretungen in dem jeweils anderen Land ihre Arbeit erneut beginnen.

Der iranische General Yahya Rahim Safavi betonte am Sonntag, dass die jüngste Annäherung zwischen Teheran und Riad das Ende der amerikanischen Hegemonie in der Region bedeute.

„Was das jüngste Abkommen betrifft, so war es … eine tektonische Verschiebung im politischen Bereich und ein Ende der amerikanischen Hegemonie in der Region. Die Post-US-Ära in der Region am Persischen Golf hat gerade erst begonnen“, sagte er.

In einer gemeinsamen Erklärung des Iran, Saudi-Arabiens und Chinas betonten Teheran und Riad die Notwendigkeit, die nationale Souveränität des jeweils anderen zu respektieren und sich nicht in die inneren Angelegenheiten des jeweils anderen einzumischen.

Chinas Einfluss wird in der Region steigen

„Die Chinesen haben beschlossen, bis 2030 die erste Volkswirtschaft der Welt zu werden. Das von China vermittelte Abkommen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien versetzte den USA den zweitgrößten Schlag durch China. Dies liegt daran, dass Saudi-Arabien Chinas größter Öllieferant ist, und andererseits war Chinas strategisches Partnerschaftsabkommen mit dem Iran, in die Entwicklung unserer Infrastruktur zu investieren, ein großartiges Abkommen.“, so der iranische General.

Neben China als Gastgeber der Unterzeichnung, spielten auch Oman und der Irak eine wesentliche Rolle als Vermittler zwischen der islamischen Republik Iran und Saudi-Arabien.

Durch die Bemühungen und strategischen Schritte Chinas erweitern sie ihren Einfluss in der ganzen Region. Man werde als nächsten Schritt darauf hinarbeiten, dass Saudi-Arabien Mitglied der Shanghai Cooperation Organization (SCO) wird. Iran ist bereits Mitglied.

„Das Bündnis kann in Zukunft die Rolle einer Barriere gegen die US-geführte NATO und die Militärmacht des Westens spielen“, fügte General Rahim Safavi hinzu.

Annäherung zwischen Iran und Saudi-Arabien zeigt die Wichtigkeit der islamischen Einheit

Die Verhandlungen zur Wiederbelebung des Wiener Atomabkommens mit dem Iran sind seid fast einem Jahr unterbrochen. Jedoch könnte eine Normalisierung der Beziehungen der beiden Länder die Wiederaufnahme der Verhandlungsgespräche zwischen Europa und dem Iran positiv beeinflussen.

Sollten die weiteren Verhandlungen zwischen den beiden Ländern ebenso positiv verlaufen, ist diese erste Annäherung ein großer Schlag für die Vorherrschaft der USA in der Region und leitet auch ihr Ende ein. Auch Israel wird sich bei dieser Nachricht sicherlich nicht gefreut haben. Sollte Deutschland nicht zukünftig einlenken und seine politischen Entscheidungen, die sie vor allem für die Interessen der USA treffen, überdenken, wird es ebenfalls nach und nach an Bedeutung verlieren.

Die Annäherung beider Länder zeigt die enorme Wichtigkeit der Einheit unter den muslimischen Ländern, um gemeinsame Interessen durchzusetzen und sich von äußeren Mächten zu schützen.

Saudi-Arabien

Anschlag auf Nord Stream 1 und 2

Anschlag auf Nord Stream 1 und 2

Nach den Explosionen an den Ostseepipelines Nord Stream 1 und 2 im September 2022 machten deutsche Mainstream-Medien und Politiker sofort Russland für diese Sabotageaktion verantwortlich, obwohl es nicht plausibel erscheint, dass Russland seine eigene Infrastruktur zerstört und es von US-Seite eindeutige Äußerungen gibt, dass man dieses Projekt beenden werde und wisse, wie man das zu tun hat. O-Ton US-Präsident Biden: „Es wird kein Nord-Stream 2 mehr geben. Wir werden dem ein Ende setzen.“ Auf Nachfrage sagte er: »Ich darf Ihnen versprechen, dass wir dazu in der Lage sein werden.«

Vor Kurzem hat der amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh seine Recherchen veröffentlicht, nach denen US-Taucher im Auftrag der US-Regierung im Rahmen einer NATO-Übung (BALTOPS) Sprengstoff unter der Nord Stream Pipeline platziert haben.

Letzten Dienstag berichtete nun die „New York Times“ unter Berufung auf US-Beamte über angebliche US-Geheimdiensterkenntnisse, nach denen möglicherweise eine „proukrainische Gruppe“ hinter dem im September durchgeführten Anschlag auf die Pipelines stecken würde. Das wäre aber auf jeden Fall ohne die Involvierung und Kenntnis von Selenski und der ukrain. Regierung geschehen. Es ist natürlich besonders wichtig darauf hinzuweisen, denn sonst würden ja in der deutschen Bevölkerung – im Hinblick auf die gigantische Unterstützung der Ukraine – unbequeme Fragen auftauchen. Ebenfalls wird in dem Artikel explizit darauf hingewiesen, dass die britische und die US-Regierung nicht an dem Anschlag beteiligt gewesen wären. Wenn die US-Dienste ausdrücklich sagen, dass keine Angelsachsen daran beteiligt waren, so müssen wir das – zumindest aus der Sicht der „Qualitätsmedien“ – wohl glauben.

Ablenkung von Seymour Hersh

Warum ist die ganze Geschichte unglaubwürdig, auch wenn deutsche „Qualitätsmedien“ angebliche Erkenntnisse von US-Geheimdiensten nicht hinterfragen? Wer an die Berichterstattung vor einem halben Jahr denkt, wird sich noch erinnern, dass es damals immer hieß, dass nur ein staatlicher Akteur eine solche komplizierte Operation in dem am besten überwachten Meer der Welt durchziehen konnte. Nun werden uns allerdings diese angeblich neuen Spuren, die auf eine „proukrainische Gruppe“ hinweisen sollen, präsentiert. Es werden angebliche Erkenntnisse von US-Beamten geschildert, die aber nur reine Vermutungen über die Urheber der Explosionen sein können, denn es wurden ja keine Untersuchungen durchgeführt.

Auffällig ist auch, dass gleichzeitig mit dem Bericht in der „New York Times“ ARD, SWR und „Die Zeit“ berichteten, dass deutsche Ermittler – anknüpfend an diese Geschichte – ebenfalls Spuren in die Ukraine herausgefunden hätten. Es liegt somit eine koordinierte Medienkampagne vor. Das Ganze riecht nach einem Manöver, um von den Recherchen von Hersh – zusätzlich zu den Versuchen, den US-Investigativjournalisten unglaubwürdig zu machen – abzulenken. Nicht unerwähnt bleiben soll auch, dass im ZDF Moderatorin Shakuntula Banarjee von zwei ukrainischen Pässen sprach, die man angeblich fand. Da kommen doch Erinnerungen auf!

Seymour Hersh hat unterdessen angekündigt, dass er bald neue Belege für seine Recherchen veröffentlichen will.

Israel verbietet palästinensische Familienzusammenführungen und führt einen Lockdown ein

Israel verbietet palästinensische Familienzusammenführungen und führt einen Lockdown ein

Die „einzige Demokratie im Nahen Osten“, die rein menschliche Werte vertritt, verbietet Palästinenser, die einen israelischen Staatsangehörigen heiraten, zu ihrem Ehepartner nach Israel zu ziehen. Hat man früher Sicherheitsgründe für dieses Verbot genannt, werden mittlerweile auch demografische Belange genannt. Zudem haben sie für das Purim-Fest einen Lockdown in den besetzten Gebieten angeordnet.

Grund für die Verwehrung der Familienzusammenführungen sind mittlerweile auch offiziell demografische Belange

In der Nacht zu Montag fand die Wahl für die Verlängerung des seit 2003 existierenden Gesetzes statt. Mit 20 zu 9 Stimmen hat sich das Parlament für eine Verlängerung des Staatsbürgerschaftsgesetzes bis März 2024 entschieden. Dieses Gesetz verwehrt Betroffenen einen Aufenthaltsstatus in Israel. Konkret geht es darum, dass Palästinenser aus dem besetzten Westjordanland und dem Gazastreifen, die mit Israelis verheiratet sind, nicht eingebürgert werden.

Bei der Einführung 2003 hatte man aufgrund des zweiten Palästinenseraufstands (Intifada) Sicherheitsbedenken als Grund für dieses Gesetz genannt. Seit 2007 gilt dieses Gesetz auch für Personen aus den Ländern, die von Israel als feindlichen angesehen werden, sprich Iran, Irak, Libanon und Syrien. Im März 2022 bei der jährlichen Wahl für eine Verlängerung hat man laut der Zeitung „Haaretz“ erstmals demografische Belange als Gesetzeszweck hinzugefügt. Israel sei ein „jüdischer und demokratischer Staat“, dessen lebenswichtige Interessen es zu schützen gelte.

Kritiker bezeichnen die Gesetzgebung als diskriminierend und rassistisch. Befürworter finden es sinnvoll dieses Gesetz als eine wesentliche Sicherheitsmaßnahme zur Verhinderung palästinensischer Terroranschläge weiterhin zu verlängern. Ebenso gilt es als Mittel die jüdische Mehrheit in Israel zu gewährleisten.

Lockdown in den palästinensischen Gebieten für das Purim-Fest

Nebenbei hat Israel ebenfalls beschlossen, für die Dauer des jüdischen Purim-Fests die Grenzübergänge zu den palästinensischen Gebieten und in den Gazastreifen abzuriegeln. Dieses Jahr fiel das Fest auf den 6.März. Der Lockdown begann am Montag um 17:00 und soll bis Mittwoch 12:00 Uhr andauern. Der Warenverkehr soll von der Grenzschließung jedoch unberührt bleiben. Bei medizinischen oder humanitären Notfällen bedarf es einer Genehmigung durch die zuständige israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivtäten in den besetzten Gebieten (COGAT). So teilte die COGAT ebenfalls mit, dass der Grenzübergang Erez nach Gaza am Dienstag selbst für Journalisten geschlossen bleiben soll. Für die regelmäßige Schließung der Grenzübergänge zu jüdischen Feiertagen nennt man auch hier notwendige Sicherheitsvorkehrungen als Grund.

Das ist also die einzige Demokratie im Nahen Osten, die noch Menschenrechte vertritt und kein Apartheidsstaat ist. Diskriminierende und rassistische Gesetze, die erlassen werden, um keine Vermischung der Völker zuzulassen. Lockdowns und Einsperren eines ganzen Volkes nach Belieben ohne Konsequenzen. In Deutschland ist die Sicherheit Israels Staatsräson. Dabei scheint jedes Mittel recht zu sein, um dies durchzusetzen.

Israel